Dienstag, 3. Juni 2014

Speedy Ortiz, Barcelona, 30. & 31.05.14

0 Kommentare

Konzert:  Speedy Ortiz
Ort: Primavera Sound Festival, Barcelona (Forum und Ciutadella)
Datum: 30. & 31.05.14
Dauer: gut 40 min & 33 min
 


Natürlich ist es toll, auf einem Festival wie dem Primavera Lieblinge wie Warpaint, Pixies oder Slowdive zu sehen, den besonderen Reiz machen für mich aber Künstler aus, die ich bisher nicht kenne und die mich begeistern. Und wenn es die nicht gibt, bleiben ja die alten Lieblinge. Ein Festival ohne Risiken.

Eine dieser Bands, die ich noch nicht gesehen hatte - was bei mir meist gleichbedeutend mit "die ich noch nicht kannte" ist - war Speedy Ortiz aus Northampton, Massachusetts. Die Band ist - ach, die Welt ist so wundervoll klein - nach einem Comic-Charakter der Brüder Hernandez, so wie Locas In Love, meine Lieblinge aus Köln. Sollten Speedy Ortiz einmal in Köln spielen, möge doch bitte ein Booker dafür sorgen, daß Locas In Love mit ihnen gemeinsam auftreten!


Speedy Ortiz begann als Projekt von Sängerin Sadie Dupuis und ist mittlerweile ein Quartett, bestehend aus zwei Gitarren (Sadie und Devin McKnight), Bass (Darls Ferm) und Schlagzeug (Mike Falcone).

Der Stil der Band heißt vermutlich Lo-Fi Indierock, irgendetwas zwischen Japandroids und den Blood Red Shoes, allerdings mit melodischeren Gitarren. Aber Theorie hin oder her, Speedy Ortiz machten mir vom Start weg Spaß! Keine Chance, nur kurz reinzuhören und weiterzuziehen (was ich eh hasse). Diese Stunde war Pflichtprogramm.

Mir war alles neu, zwei der Stücke waren aber ganz neu: Doomsday und Bigger party, das einer ihrer Kollegen ins Spanische übersetzte, von Sadie aber verbessert wurde. "It's 'Fiesta más grande!'"

Leider waren einige der Konzerte, die ich auf der Pitchfork Stage anguckte, schlecht abgemischt. Sadies Stimme war sehr leise und wurde von den Gitarren an die Wand gespielt. Aber was soll's... es war auch so sehr toll!

Setlist Speedy Ortiz, Primavera Festival, Barcelona:

01: American horror
02: Everything's bigger
03: Indoor soccer
04: Basketball
05: Bigger party(neu)
06: Gary
07: Plough
08: No below
09: Silver spring
10: Doomsday (neu)
11: Casper
12: Taylor Swift
13: Tiger tank


Am Festival-Samstag und Sonntag finden in Parks in Barcelona kurze, meist halbstündige Konzerte von Bands statt, die zuvor schon auf dem eigentlichen Festival-Gelände aufgetreten waren. Daß wir Speedy Ortiz nach dem Auftritt am Freitag noch einmal sehen wollten, stand außer Frage. Die Amerikaner standen um halb vier auf dem Programm einer der beiden Bühnen im Ciutadella Park, in dessen anderer Ecke das Parlament Kataloniens liegt - und direkt daneben der Zoo.

Als die Band sich auf den Auftritt vorbereitetet, spielte auf der zweiten Bühne Caveman, die aber nicht spannend genug waren, sodaß wir rüber gingen und uns in die Sonne setzten und der Band beim Aufbau zusahen. Sonne und Barcelona - das war dieses Jahr kein gutes Team. Kurz vor Beginn fing wieder leichter Regen an. Die Helfer der Band deckten schnell alle Instrumente der nicht überdachten Bühne ab, die vier Amerikaner wurden unsicher, ob sie überhaupt spielen könnten. Sie konnten - der Regen verzog sich - und sie legten ordentlich nach. Es folgte in der guten halben Stunde noch einmal fast ein komplettes Konzert, mit kräftig durchgemischter Setlist und Songs, die am Vortag nicht gespielt wurden.

Vor allem aber war der Klang viele Nummern besser als zuvor. Hier draußen im Park hörte sich alles deutlich besser als auf der Pitchfork-Bühne an.Vermutlich wollten die besten Tontechniker auch lieber im Grünen arbeiten.

Zwei tolle Konzerte der sympathischen Amerikaner. Und mal ganz ehrlich: wer Lieder über Curling und Indoor soccer macht, kann ja auch nicht anders als toll sein!

Setlist Speedy Ortiz, Park Ciutadella, Barcelona:

01: Tiger tank
02: Taylor swift
03: Silver spring
04: Plough
05: Bigger party (neu)
06: Oxygal
07: American horror
08: Curling
09: Everything's bigger
10: Indoor soccer 

- mehr Fotos folgen!



Montag, 2. Juni 2014

Maifeld Festival 2014 in Mannheim, Tag 2

0 Kommentare

Meine Konzerte: 
  L'Aupaire (40 min)
  Solander (45 min)
  Charity Children (45 min)
  Spaceman Spiff (60 min)
  Sohn (50 min)
  Get well soon mit großen Ensemble (65 min)

Ort: Maimarktgelände in Mannheim
Datum: 31. Mai 2014
Zuschauer: etwa 300 - über 2000


Am zweiten Maifeldtag hatte sich das Wetter endgültig entschieden, einen Vorgeschmack auf den Sommer zu geben. Auf meinem inneren Plan hatte ich nur drei feste Punkte: 15 Uhr Moscow Metro und 21 Uhr Get well soon im Palastzelt und 16 Uhr Solander im Parcours. Mit der Hoffnung, dass Get well Soon der Höhepunkt meines Maifeld Derbys werden wird.



Ansonsten war ich noch etwas unentschlossen, weil es so vielfältige Auswahl gab. Aber die Sonne war mit schuld daran, dass ich als erstes an diesem Tag meinen Plan über den Haufen warf. Von 14:40 Uhr bis 14:55 Uhr hatte ich vor dem noch geschlossenen Palastzelt gewartet und hatte schon das Gefühl einem Sonnenstich näher zu sein als einem langen Konzerttag gut tun kann. Außerdem tönte es auch von der benachbarten Fackelbühne laut herüber und ich fragte mich, ob ich dann vom Ofen in die Audiohölle kommen würde, sobald sich das Zelt öffnen würde. 


So gab ich klein bei und mein erster Programmpunkt war doch wieder im Parcour d'amour. Aber es fühlte sich gut an - auch wenn "alle anderen" - vor allem die, die sie letztlich in Stuttgart im Bunker gesehen hatten, natürlich mit Moscow Metro abfeierten und meiner Entscheidung etwas verständnislos gegenüber standen. L'Aupaire hatte ich in Mannheim schon im Vorprogramm von We invented Paris gesehen. Sie traten hier als Quartett auf und bestritten wohl ihr erstes Festival. Aber ich fand, dass es sehr gut funktionierte und das immerhin schon einige 100 Leute zählende Publikum gefiel ganz offensichtlich die eingängige Musik. Besonders im letzten Song Always travelling ging ordentlich die Post ab und ich denke, der eine oder andere hat die Einladung zu einem Wiedersehen auf der Tour im Herbst schon innerlich angenommen.


Noch während des Konzertes wurde der Parcour wieder vergrößert, denn für Solander füllte es sich auch im vergrößerten Sitzraum bis an den Rand. Während des Konzertes fielen mir die wichtigen sympatischen Kleinigkeiten auf, die ich im Bericht aus dem Café Nun vergessen hatte (weil ich nichts aufgeschrieben hatte). 


Frederik trug auch in Mannheim sein Shirt von DarkDarkDark (im Café Nun hatte er auch eifrig Reklame für die Musik meiner Helden gemacht). Der mehrstimmige Gesang war hervorragend - oft waren alle vier Musiker beteiligt und Frederik und Adam schauten sich öfter etwas selbstironisch dabei in die Augen, während sich ihre Stimmen mischten.


Das Publikum ging begeistert mit und die Band genoss das sichtlich, um sich anschließend ausgiebig mit Leuten zu unterhalten, dann Abschied zu nehmen und für den abendlichen Auftritt in Esslingen auf den Weg zu machen.

Setlist Solander:
1: The woods are gone
2: Monday afternoon
3: Flight
4: Black Rug
5: All opportunities
6: Huckleberry Finn
7: Social Scene
8: Monochromatic Memories
9: Lighthouse


Als nächstes kam eine bunte Truppe mit dem Namen Charity Children auf die Bühne. Das Kernduo stammt aus Neuseeland, aber die sechsköpfige Band in der jetzigen Form ist in Berlin zu Hause und aus aller Welt zusammengewürfelt. Ich fand die Art, dass sich die beiden Frontleute beim Singen in die Augen schauen konnten, sehr interessant. So werden die Liedtexte und das hin und hergehen der Emotionen ganz besonders lebendig. Es gab Cello, E-Bass, Drums und Akustikgitarre. Aber auch Knopfbandoneon und Ukulele.  Man findet einen sprechenden Konzertmitschnitt auf arte. Auch in Mannheim spürte man die Praxis als Straßenmusiker klar durchscheinen und das Publikum feierte sie ordentlich ab. Nicht wenige sprangen spätestens mit dem wohl gut bekannten Song Elizabeth auf und tanzten in den Reihen.


Da Käpt'n Peng krankheitsbedingt absagen musste, gab es auch ein bisschen mehr Luft im Ablauf als am Freitag und es war der Tag der unerwarteten zusätzlichen Lieder.



Von Spacemen Spiff habe ich nur die zweiten Konzerthälfte erlebt und war beeindruckt, wie ein Mann mit Gitarre so viele Menschen bei einer Freiluftveranstaltung zur Ruhe und Innigkeit bringen konnte. Der Parcour durfte hier noch einmal seine Stärke ausspielen.


Anschließend war Sohn mein "Friedensangebot" an das Palastzelt. Nicht die Musik, der ich entgegenfiebere aber es war ok - nur zwei betrunkene torkelten hinter mir in die Menge hinein mitten im Konzert, verhielten sich dann aber zum Glück unauffällig. Eigentlich habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wieso man diese Musik eigentlich live hört, weil man nichts sieht (also auch nicht in der ersten Reihe). Es passiert nichts, die beiden Begleitmusiker blieben komplett im Dunkel und auch Sohn bewegte sich nur sehr reduziert.


Aber es war eine interessante Erfahrung und ich hatte einen guten Platz für mein Finale des zweiten Tages mit Get well soon.


Ich wollte möglichst weit vorn stehen, um auch etwas sehen zu können. Das war mir tatsächlich gelungen und ich konnte zum Glück ganz unbedrängelt und ohne anderweitige Beeinträchtigungen das Konzert mit ganzem Herzen genießen. Mit den ersten Takten schon fühlte ich die Gänsehaut aufsteigen und verbrachte anschließend das Konzert sehr glücklich und zufrieden und etwas aus der Zeit gefallen. Die vertrauten Lieder haben ihren Zauber noch nicht eingebüsst, sondern wachsen eher noch, indem sie mir vertrauter werden.


Natürlich war es auch schön zu sehen, wie die Musiker sichtlich ihr Heimspiel im mehrfachen Sinn genossen und die Vorfreude auf den Konzerttermin bald im Tollhaus in Karlsruhe wächst nun Tag für Tag weiter.


Get well soon waren damit tatsächlich mein erhoffter Knaller des Festivals - ab da würde alles weitere für mich Zu- und Draufgabe sein.




Aus unserem Archiv: 
Maifeld Derby, Tag 1
Maifeld Derby, Tag 1 - U.
Maifeld Derby, Tag 2
Maifeld Derby, Tag 2 - U. 
Maifeld Derby, Tag 3
Maifeld Derby, Tag 3 - U.

L'Aupaire, Mannheim, 19.02.14
Solander, Karlsruhe, 24.05.14 
Spaceman Spiff, Stuttgart, 04.06.2013  
Get Well Soon, Reutlingen, 26.07.13
Get Well Soon, Neuhausen ob Eck, 21.06.13
Get Well Soon, Frankfurt, 21.01.13 (dort 29 weitere Berichte verlinkt)


Les concerts de la semaine à Paris du 2 au 8 juin 2014

0 Kommentare

Les concerts de la semaine à Paris du 2 au 8 juin 2014

02.06.2014: Wooden Shjips, Glazart 
02.06.2014: Chassol et Nils Frahm, Villette Sonique
02.06.2014: Milky Chance (Pias Nites), La Flèche d'or, complet
02.06.2014: Real Estate et Camp Claude et Agua Roja, Trabendo
02.06.2014: Ema, Point Ephémère 
02.06.2014: Bob Log III et Travel Check et Burnside Eleven, Espace B
03.06.2014: Arcade Fire, Le Zénith, complet
03.06.2014: Bel Plaine et autres, Le Réservoir
03.06.2014: Mina Tindle, La Fléche d'or
03.06.2014: Archive, Parvis du MK2 Bibliothèque
03.06.2014: S.Carey et Rue Royale, Point Ephémère 
03.06.2014: Sean Nicholas Savahe, La Terrasse de Petit Bain, gratuit
03.06.2014: Slint, La Gaité Lyrique
04.06.2014: Arcade Fire, Le Zénith, complet
04.06.2014: Radio Moscow, Glazart
04.06.2014: 16 pac, Le Buzz
04.06.2014: Os Ovniet Julia Losfelt, Espace B
05.06.2014: Temples, Le Bataclan 
05.06.2014: Odonis Odonis, Espace B
05.06.2014: Franklin, Alimentation Générale
05.06.2014: Soirée aux Voûtes avec entre autres Maryse 
05.06.2014: Rivkah, Fantasy Orchestra, Angora
05.06.2014: Ed Masuga et Clara et Lou at Théâtre l'Ogresse
06.06.2014: Oliver Peel Session avec Zachary Cale et Ed Masuga
06.06.2014: The Growlers, La Fléche d'or* 
06.06.2014: Vilette Sonique: 20h Coachwhips, 21h15, Man Or Astroman?, 22h45: Ty Segall 
06.06.2014: Mount Kimbie (dans le cadre du Weather Festival), Institut du Monde Arabe)
06.06.2014: The Growlers, La Flèche d'or
06.06.2014: Parlor Snakes, Badaboum
06.06.2014: Archie Bronson Outfit, Nouveau Casino
07.06.2014: Slowdive, Grande Halle de la Villette
07.06.2014: Zach Cale, La Loge 
07.06.2014: Arcole, Le Truskel
08.06.2014: Vilette Sonique, entree libre avec Nisennenmondai, Jagwar Ma u.a.*


Angel Olsen, Barcelona, 01.06.14

0 Kommentare

Konzert: Angel Olsen
Ort: Barts, Barcelona
Datum: 01.06.2014
Dauer: 60 min
Zuschauer: 1.500 vielleicht



"It's hard to sing a sad song when you're happy!" Angel Olsens gute Laune war deutlich zu spüren, das hinderte sie aber nicht daran, mit White fire einen sagenhaft tristen (und wunderschönen) Song zum Abschluß ihres Konzerts im Barts zu spielen. Vorher hatte ihre Begleitband bestehend aus Schlagzeug, zweiter Gitarre und Bass die Bühne verlassen. 

Ich hatte die amerikanische Sängerin beim End Of The Road Festivals erstmals gesehen. Dort, auf der Bühne mit den freilaufenden Pfauen, spielte sie alleine. Neben der Schönheit ihrer Stücke blieb mir vor allem in Erinnerung, daß Angel die Kunst des mimikfreien Singens beherrscht. Nichts regte sich in ihrem Gesicht. Das wofür Schauspiel-Diven Vermögen für Nervengifte ausgeben, macht die Sängerin aus St. Louis scheinbar mühelos.

Im Barts, einem wundervollen Theater in der Innenstadt, lächelte Angel viel. Sie sei zwar am frühen Abend, als sie mit Band ins Barts gehen wollte fast verhaftet worden. Das sei aber ok, die Aufgabe Security Leute sei schließlich "to keep people like me out!"

Die Bandbesetzung bedeutete ein sehr anderes Konzert als die Soloshow im vergangenen Jahr. Manche Lieder bekamen eine deutliche Country-Note (nicht so gut), andere wurden enorm laut (High + wild, Stars - toll!) 

Die schmissigen Stücke gefielen mir bis zur Quasi-Zugabe mit Abstand am besten. White fire, ewig lang und herrlich monoton, ließ das aber alles verblassen und war das beste Stück des einstündigen Konzerts - und ein würdiger Abschluß meines Primaverafestivals.

Setlist Angel Olsen, Barts, Barcelona:

01: Drunk and with dreams
02: Hi-five
03: Free
04: Lights out
05: Tiniest seed
06: Stars
07: Acrobat
08: Miranda
09: High + wild
10: Forgiven/forgotten
11: Sweet dreams
12: White fire (Angel Olsen alleine)

Links:

- aus unserem Archiv: 
- Angel Olsen, Larmer Tree Gardens, 31.08.13


Sonntag, 1. Juni 2014

Pixies, Barcelona, 30.05.14

0 Kommentare

Konzert:  Pixies
Ort: Primavera Sound Festival, Barcelona
Datum: 30.05.2014
Dauer: gut 80 min
Zuschauer: Tausende (wie bei den meisten Hauptbühnekonzerten)
 
 

Nachdem die Pixies Velouria (einen meiner Lieblingssongs, den aber kaum jemand sonst richtig mag) lieblos runtergerotzt hatten (sie mögen ihn wohl auch nicht), war ich skeptisch, ob mir der Rest des Konzerts noch gefallen würde. Hätten die beiden Haim-Schwestern (vor allem die schreckliche Bassistin) da schon im Fotograben gestanden und getanzt, hätte ich wohl nicht mehr die Kurve bekommen. Die Pixies sind aber eben die Pixies und verfügen über mehr Riesenhits, als alle kommerziellen Radiosender in einen Jahrzehnt spielen können und machten aus der bis dahin leicht zähen wieder eine am Ende atemberaubende Show.

Die Band ist immer dann besonders stark, wenn sie ihre Knüller ohne Pause abfeuert. Nach Velouria folgten Ed is dead, Indie Cindy (das ich von den neuen Sachen mit Abstand am liebsten mag, damit aber auch vermutlich wieder alleine dastehe), Nimrod's son und La la love you. Und alles war wieder gut.

Das Konzert auf einer der beiden Hauptbühnen hatte um 22:50 h begonnen, als unmittelbares Vorprogramm von The National gegenüber. Die drei Gründungsmitglieder und die sehr schüchtern wirkende argentinische Bassistin Paz Lenchantin verbeugten sich, winkten und begannen mit Bone machine. Paz löste in diesem Jahr die Kurzzeitbassistin Kim Shattuck ab, die ich zweimal gesehen hatte und als angenehmen und guten Kim Deal Ersatz empfunden hatte. Die Band offenbar nicht, vielleicht zog Kim II zu viel Aufmerksamkeit auf sich. Ich denke, Paz' Schüchternheit hat auch damit zu tun. Als sich die Band nach dem am Ende wieder berauschenden Konzert feiern ließ, blieb Paz deutlich im Hintergrund und musste von Gitarrist Joey Santiago energisch nach vorne zitiert werden. Die bleibt vermutlich länger.

Gesanglich war Paz eine gute Kim-Kim-Nachfolgerin. Wo zaubern die immer diese so gut passenden Bassistinnen her, ging mir einige Male durch den Kopf.

Bis auf den schweren Start war das Konzert so, wie Pixies Konzerte eben sind. Joey spielte bei Vamos wieder mit allerlei Hilfsmitteln auf seiner Gitarre. U.a. kam der Gitarrenständer als riesiger Bogen zum Einsatz. Von diesen Spielereien abgesehen machten sie ihren Job und spielten 25 Lieder in 80 Minuten, viele darunter Indie-Hits aus der ewigen Bestenliste. Natürlich fehlten mir wieder viele Lieblinge. Da ich aber nie Pixies-satt werde, sehe ich die eben beim nächsten Mal!

Setlist Pixies, Primavera Sound Festival, Barcelona:

01: Bone machine
02: Wave of mutilation
03: U-Mass
04: Gouge away
05: Bagboy
06: Caribou
07: Crackity Jones
08: Magdalena 318
09: Velouria
10: Ed is dead
11: Indie Cindy
12: Nimrod's son
13: La la love you
14: Greens and blues
15: Brick is red
16: Hey
17: Mr. Grieves
18: Here comes your man
19: Isla de Encanta
20: What goes boom
21: I've been tired
22: Monkey gone to heaven
23: Debaser
24: Vamos
25: Where is my mind?

Links:

- aus unserem Archiv:
- Pixies, Esch-sur-Alzette, 11.11.13
- Pixies, Brüssel, 02.10.13
- Pixies, Barcelona, 28.05.10
- Pixies, Frankfurt, 11.10.09
- mehr Fotos folgen. Sie sind hier
 


 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates