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Freitag, 8. Mai 2015

Björn Kleinhenz, Köln, 07.05.15

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Konzert: Björn Kleinhenz
Ort: Weltempfänger Backpacker Hostel & Café, Köln
Datum: 07.05.2015
Dauer: gut 50 min
Zuschauer: ca. 60



"Das hat ja Spaß gemacht," sagte Björn Kleinhenz nach dem letzten Lied seines Konzerts im Café des Ehrenfelder Hostels Weltempfänger. Das hat es wirklich! Sicher war ich nicht, daß es so toll würde. Ich mag die Musik des Schweden und habe zwei sehr schöne Konzerte von ihm erlebt. Aber ein Gratiskonzert in einem Laden, den ich mir klein und eng vorgestellt hatte, klang nur halb verlockend. Als ich ankam, stellte sich mein Orts-Vorurteil als Quatsch raus. Das Café des Hostels ist schön und groß und trotz einer großen Bar an der Längsseite nicht eng.


Um kurz vor neun, da waren vielleicht 30 Leute da, bestiegen Björn Kleinhenz und seine drei Kollegen die kleine Bühne. Auch wenn die ersten Stücke ruhiger waren als die späteren, waren sie laut. Der Sänger, der eine ungewöhnliche Gitarre spielte (einen Eigenumbau), entschuldigte sich dafür, etwas mehr aufgedreht zu haben. Das war Blödsinn, denn die Lautstärke stand auch den weniger rockigen Stücken gut! 

Der überwiegenden Teil der Lieder stammte von zwei neuen Veröffentlichungen. Für den Frühling war das neue Album Ursa Minor eingeplant, es ist aber auf den Herbst verschoben worden. Nachdem der Sänger diese Platte fertig hatte, hat er neue Titel aufgenommen, die als 4-Titel-EP Battles long lost erschienen sind. Diese Lieder und ein paar von Ursa Minor bildeten den größten Teil des Konzerts. Es war also ein musikalisches Blinddate. Aber eines ohne Risiko, denn weder Björns Talent noch mein Geschmack scheinen sich in den letzten Jahren verändert zu haben, all die neuen Sachen gefielen mir ausgezeichnet.

Besonders toll waren Jump (Album), Battles long lost (EP) und Braveheart (das vielleicht auch vom kommenden Album stammt?). Bei Braveheart hatte Björn die Kasten-Gitarre gegen eine in der üblichen Form ausgetauscht und machte mit der ordentlich Krach. Ich mochte das, der Sänger aber wohl noch mehr: "Ich durfte fast Sologitarre spielen, Dingelingeling." 

Nach dem letzten Stück Salty leg gaben sich die vier Musiker (einer von denen ist Björns Bruder) die Hand. Guter Job! 

Als Zugabe gab es eine Besonderheit, eine neue Bandtradition, am Vorabend in Gießen erfunden. Jedes Bandmitglied darf an einem Abend bestimmen, was für ein Coversong gespielt wird. Einzige Voraussetzung: jeder der Musiker muß es kennen. In Köln durfte Björns Bruder wählen, die Band spielte The weight von The Band, ganz offensichtlich mit sehr viel Spaß. Wir hatten Glück, es war ein tolles Cover. Björn verriet uns hinterher seine Ideen für seinen Wunschsong an einem der nächsten Abende. Der bleibt aber unter uns.


Es war ein tolles Konzert trotz meiner Bedenken. Das Publikum war scheinbar auch zum großen Teil ganz bewußt da (es waren seit Mitte des Konzerts sicher gut 60 Leute). Irgendwann wurden die Gesprächsgeräusche zwar immer lauter, es war aber nicht so schlimm, wie das oft bei Gratis-Kunst ist.

Im Herbst kommt Björn Kleinhenz wieder auf Tour. Dann mit Platte und Eintritt (hoffe ich). Und ganz sicher wieder mit mir.


Setlist Björn Kleinhenz, Weltempfänger, Köln:

01: The straight and the narrow
02: The tree of sadness
03: Jump
04: The nothingness of all days
05: Head held high on fearsome pride
06: Braveheart
07: Battles long lost
08: Lake trouble
09: Salty leg

10: The weight (The Band Cover) (Z)

Links:

- aus unserem Archiv:
- Björn Kleinhenz, Wiesbaden, 13.12.11
- Björn Kleinhenz, Köln, 20.05.08



Mittwoch, 14. Dezember 2011

Björn Kleinhenz, Talking To Turtles, Sir Simon, Wiesbaden, 13.12.11

4 Kommentare

Konzert: Björn Kleinhenz, Talking To Turtles, Sir Simon (About Songs Christmas Tour)
Ort: Spiegelsaal, Walhalla, Wiesbaden
Datum: 13.12.2011
Zuschauer: rund 50
Dauer: gut 110 min


Weihnachten und Musik passen nicht zusammen. Ab November ist Radiohören noch tabuer als im restlichen Jahr*. Das Gedudel, das uns (bzw. den anderen) dann als weihnachtlich verkauft wird, ist noch deutlich unerträglicher als der gewöhnliche Popabfall und hat wirklich gar nichts mit Musik zu tun. Geht weg, ihr fiesen Para-Musiker und Radiomusikredakteure! Möge eure Weihnachtsgans** widerlich tranig schmecken für das alljährliche akustische Waterboarding!

Zur "About Songs Christmas Tour" zu gehen, barg also ein gewisses Kitsch- und Schmalzrisiko, dem ich mich eigentlich nicht aussetzen wollte. Die drei Künstler, die
diese Tour gemeinsam bestreiten sollten, ließen meine Neugierde größer als meine Angst werden, ich fuhr also kurzentschlossen nach Wiesbaden.

In der hessischen Kurstadt kenne ich nur den Schlachthof als Konzertort. Der wird allerdings gerade umgebaut, also kam ich in den Genuß, in einen spektakulären mir neuen Veranstaltungsort zu gehen. Das Walhalla scheint ein ehemaliges Theater oder Lichtspielhaus (nicht Kino) zu sein, das heute einen etwas runtergekommenen aber deutlich spürbaren Charme hat und als Kino und Konzert- und Theaterstätte genutzt wird. Der Spiegelsaal mit bröckeligem Stuck und
einem eindrucksvollen Kronleuchter bietet eine fabelhafte Kulisse für Konzerte. Der kleine foyerartige Raum war bestuhlt und bot etwa 50 Zuschauern Sitzplätze. Auf der Bühne befand sich zwar allerlei weihnachtlicher Lichterkram (u.a. ein Rentier zweifelhaften Ursprungs), aber das passte durchaus.

Um halb neun betrat der Chef des Hamburger Labels DevilDuck Records ans Mikro und stellte die beteiligten Musiker vor. Jörg Tresp ist Urheber einer About Songs Veranstaltungsreihe und der daraus hervorgegangenen Tourneeidee.

Sir Simon, die Band von Simon Frontzek, der wiederum Keyboarder bei Tomte ist, habe ich noch nicht gesehen. Simon alleine hatte in Köln vor ein paar Jahren das Vorprogramm von British Sea Power bestritten und mir dabei gut gefallen. Heute war
Sir Simon aber die Bandversion, gemeinsam mit Laury Reichart, der ein wunderbares Luke und Leia T-Shirt trug. Talking To Turtles haben mich vor einiger Zeit für sich gewonnen, gesehen habe ich das Duo aber noch nicht. Claudia Göhler und Florian Sievers haben 2011 ihr zweites Album veröffentlicht, das enorm charmante, kanadisch klingende Indiepop-Songs enthält. Vervollständigt wurde das Lineup von Björn Kleinhenz, dem in Deutschland geborenen Schweden, der für mich in die Kategorie schwedischer Singer/Songwriter gehört, die ich wahnsinnig schätze (mit Pelle Carlberg und Jens Lekman).

Was macht man dann mit fünf Musikern an einem solchen Abend? Sie spielten gemeinsam, so als wäre nichts natürlicher! Zum ersten Stück (Nine to five) stellte
sich Simon ans Mikro, Björn ans Schlagzeug, Laury an die Gitarre, Florian an den Bass und Claudia ans Keyboard. Sänger des zweiten Lieds war Björn, Simon wurde Bassist, Florian spielte Banjo und Laury Schlagzeug. Es folgte Grizzly hugging von Talking To Turtles, bei dem Simon die Drums spielte und Björn den Bass.

Die Bands hatten die Lieder der anderen in drei Tagen einstudiert. Und es ging hier nicht um zwei, drei Stücke, die gemeinsam einzuproben waren. Das Konzert dauerte fast zwei Stunden und enthielt immerhin sieben Songs jedes Künstlers! Von Unsicherheiten war trotzdem so wirklich gar nichts zu spüren. Es war, als spielten die fünf seit Jahren gemeinsam ihr Repertoire - großartig!

Ein einziges Mal gab es eine kleinere Unsicherheit, aber auch die war äußerst charmant. Laury stimmte vor einem (Talking To Turtles) Lied das
Gemeinschaftsbanjo. Er wurde und wurde nicht mit dem Klang zufrieden (auch der Gurt des Instruments passte ihm kaum - Björn hatte ihm irgendwann ein Kissen als Polster angeboten). "Die klingen ja nie gut, aber so beschissen..." Bis sich plötzlich Björn Kleinhenz einmischte (wohlgemerkt bei einem ihm fremden Lied): "Laury, brauchst du nicht eher die Klarinette?"

[Wieder einmal Gelegenheit, meinen Lieblings-Musikwitz unterzubringen. "Wie klingt eine Klarinette am besten? Leise knisternd in einem Kaminfeuer!"]


Trotz des vielen Wechselns war es ein Konzert aus einem Guß. Es gab keinerlei Hänger, keine schwächere Phasen. Die meisten Lieder wurden gemeinsam bestritten, ab und zu verließen die "songfremden" Musiker aber auch die Bühne und setzten sich an den Rand oder in die erste Stuhlreihe.

Besonders spannend fand ich heute Talking To Turtles, weil ich gehofft hatte, die Band dieses Jahr live zu erleben. Die Lieder des Duos leben zum einen von den fragil
klingenden Stimmen der beiden, zum anderen von den sich steigernden Melodien. Neben Grizzly hugging gefiel mir Monster's teeth besonders gut. Aber auch der Rest war überaus hörenswert!

Sir Simons neue Platte kenne ich noch nicht. Aber auch deren Stücke machten Lust darauf, das zu ändern. Goodnight, dear mind und
Birthday, Christmas, New Year waren hier die Höhepunkte! Bei Björn Kleinhenz schließlich begeisterte mich ein alter Liebling besondes: Tredje Långgatan 26 von Quietly happy and deep inside.

Nach knapp vierzig Minuten verabschiedeten sich die Bands in eine kleine Pause. Es
sei schließlich ein Theater, in dem sie spielten. Björn kam als erster schnell zurück. "Ich will weiterspielen. Hier ist schließlich eine Bühne."

Diese Spielfreude merkte man in jedem kleinen Stückchen. Auch das Publikum hatte reichlich Spaß! Auch als die drei Zugaben vorbei waren (es endete mit dem grandiosen Cindy Lauper Cover Girls just wanna have fun durch Simon alleine), ließ der Applaus nicht nach und konnte nur durch Musik vom Band gebremst werden.

Geht also doch, Weihnachten und Popmusik zu verbinden. So ganz ohne Mariah Carey oder Chris Rea. Bitte alle Jahre wieder!

Setlist About Songs Christmas Tour, Walhalla, Wiesbaden:

01: Nine to five (Sir Simon)
02: The king of rock'n'roll (Björn Kleinhenz)
03: Grizzly hugging (Talking To Turtles)
04: I am in numbers (Talking To Turtles)
05: Monster's teeth (Talking To Turtles)
06: 16 degrees C (Sir Simon)
07: Goodnight, dear mind... (Sir Simon)
08: Mellow my mind (Neal Young Cover) (Björn Kleinhenz solo)
09: Head held high on fearsome pride (Björn Kleinhenz solo)

[Pause]

10: Starlet Queen (Björn Kleinhenz solo)
11: Can't make my day (Talking To Turtles)
12: Betong (Björn Kleinhenz)
13: The last year (Sir Simon solo)
14: Comfort noise (Sir Simon)
15: Fingers crossed (Talking To Turtles)
16: Wonky cradle (Talking To Turtles)
17: Birthday, Christmas, New Year (Sir Simon)
18: Tredje Långgatan 26 (Björn Kleinhenz)

19: China blue (Björn Kleinhenz solo) (Z)
20: Short stories long (Talking To Turtles solo) (Z)
21: Girls just wanna have fun (Cindy Lauper Cover) (Sir Simon Battle solo) (Z)

Tourdaten About Songs Christmas Tour:

14.12.: Oberhausen - Druckluft
15.12.: Bielefeld - Forum
16.12.: Bremen - Zollkantine
17.12.: Hannover - Feinkost Lampe
18.12.: Hamburg - Hasenschaukel


* außer dem Indie-DLF, der geht natürlich immer
** oder die Würstchen



Mittwoch, 21. Mai 2008

Björn Kleinhenz, Köln, 20.05.08

9 Kommentare

Konzert: Björn Kleinhenz
Ort: Stereo Wonderland, Köln
Datum: 20.05.2008

Zuschauer: 35 (ohne Band und Clubteam)

Konzertdauer: 65 min


Ich hatte alles ganz anders erwartet. Bei lastfm hatten zehn Benutzer angeklickt, daß sie zu Björn Kleinhenz ins kleine Stereo Wonderland gehen wollten. Ich war mir sicher, daß es knallvoll würde und frühes Erscheinen nicht die dümmste Idee wäre. Wir waren also um kurz nach neun da. So wie zehn, fünfzehn andere, darunter viele Schweden, die sich später als die Band rausstellten.

Die Größe der Band widersprach auch meinen Vorstellungen. Ich hatte bisher nichts von Björn gehört, kein Fitzelchen Musik. Meine Neugierde stützte sich alleine auf den Geschmack von Freunden, deren Musikvorlieben ich blind vertraue. Meine Phantasie hatte mir also einen einzelnen schwedischen Singer/Songwriter
präsentiert, der ruhige und melancholische Lieder spielen würde. Irgendetwas war da schiefgegangen, denn um zehn standen plötzlich sechs Schweden auf und plazierten sich irgendwie auf der Minibühne. Es war bis dahin deutlich voller geworden, die 35 Besucher (von denen die meisten sich nicht laut unterhielten) bedeuteten ein recht voll aussehendes Stereo Wonderland mit einigen Lücken.

Neben dem Sänger waren ein Schlagzeuger (namens Drama!), ein Bassist (Jacko) und ein Keyboarder (Martin) aufgebaut. Richtig spannend fand ich aber die Gitarristen. Björn Kleinhenz und die einzige Frau der Band, Susanna, spielten akustische Gitarren, Stefan eine E-Gitarre. Warum das so aufregend war, sollte ich erst später erfahren. Ihr also auch.

Das erste Lied klang schwedisch. Es kann aber auch sein (denke ich jetzt), daß mir das nur so vorkam, weil Björn nicht richtig gut verständlich sang. Bei einem einzelnen
Liedermacher wäre das vielleicht zu anstrengend gewesen, bei einer so großen und überraschend lauten Band überhaupt nicht!

Die Abstimmung der Instrumente empfand ich (mit meinem überragenden Gehör für so etwas...) als sehr ausgewogen. Martins Keyboard war sehr zurückhaltend, das pfiffige Element der Musik waren die Melodien, die Stefans E-Gitarre erzeugte. Der Gitarrist fiel eigentlich gar nicht richtig auf, weil er ganz rechts jenseits der Bühne stand, vor den Toiletten. Nachdem ich bemerkt hatte, wie wichtig sein Part war, war ich vollkommen fasziniert von dem Mann am Bühnenrand.

Björns Gesang ist nicht weit weg von den Jens Lekmans oder Pelle Carlbergs. Er traf vielleicht nicht jeden Ton hundertprozentig, aber auch das war vollkommen egal, weil das Ergebnis herausragend war. Ganz herrlich ist auch Björns leidender
Gesichtsausdruck beim Singen. Er erinnerte mich dann optisch an Shout Out Louds Frontmann Adam.

Die zweite Gitarristin singt Background-Parts, meist Uhuhuuhh- und Lalalaaas, auch dies ein wichtiges Element des kompletten Klangbilds.

"
Fast and slow" war eines der ersten großen musikalischen Highlights. Vorher gab es allerdings schon die ersten herrlichen Momente jenseits der Musik. Susanna war eine Saite gerissen. Björn erklärte die längere Pause und bat ihr dann Hilfe an. "What kind of string do you need? O 16?"* - "Whatever", lautete ihre lapidare Antwort. Ganz köstlich! Dann erzählte der Sänger Geschichten von einem intimen Konzert in Trier am Vorabend. Die Band hätte in einer Wohnung (in der Lindenstraße - die Hausnummer nannte er, ich bin allerdings diskret) mit "einem von diesen typischen deutschen Betten, die so unter der Decke angebracht wären" übernachtet. Jacko und er schliefen in diesem Hochbett (ich hatte diese tollen Dinger erfolgreich verdrängt). Morgens wachte er auf und sah den schlafenden Bassisten unmittelbar vor seinem Gesicht. Dazu passe das nächste Lied, denn das heisse "Jacky". Die anderen Bandmitglieder quittierten diese weltklasse Überleitung mit Gegrummel und Räuspern und guckten betroffen auf den Boden. Ein fabelhafter Moment!

"At night we die", eines der Stücke der neuen Platte und ein weiterer Höhepunkt, folgte, bevor Björn Kleinhenz wieder anfing, eine Geschichte zu erzählen. Allerdings ohne Auflösung. "Olis" handele nämlich von einem Freund diesen Namens, der Paketdienstfahrer sei und mit seinem Wagen mal in einer langweiligen Stadt bei Göteborg in ein Parkhaus fuhr. Was da passierte, hätte er vorher schon einmal erzählt. Wenn wir uns dafür interessierten, sollten wir ihn später ansprechen. Und dann begann das Stück (mir fällt jetzt erst ein, was für eine blendende Anmachmasche das eigentlich war).

Der komischste Moment kam vor dem achten Song ("Leipzig lover"). Der Sänger zog sich richtig mit Schmackes die Nase hoch, so intensiv, daß mancher Fußballspieler neidisch geworden wäre. Wir kicherten, wofür Björn keine Ursache fand. Jacko, der hinter ihm stand, erklärte es ihm, woraufhin auch der Sänger breit grinste... Aber auch das Lied selbst bescherte mir einen wundervollen Augenblick. Gegen Ende sang Björn Kleinhenz da irgendein "Badabada", weit weg vom Mikro. Das war unfassbar schön!

Beim nächsten, dem letzten Stück vor der Zugabe diskutierten Björn und Keyboarder Martin kurz, wie das Lied denn nun heisse. Der Sänger erklärte uns, daß Martin nicht wisse, wie der Name sei. "He has to buy the record." Das Lied "
Tredje Långgatan 26" (ein Straßenname) mündete in eindrucksvollen Gitarrenklängen, Postrock statt Singer/Songwriter in dem winzigkleinen Club. Ich fürchte, daß das auf CD nicht gleich gut wirken wird, das zeigt die Erfahrung ähnlicher Konzerte. Daher bin ich so unglaublich froh, ganz unbedarft in diesen Abend gegangen zu sein.

Auch die Zugabe war in jeder Hinsicht typisch. Nachdem das Lied langsam und mit Gesang begann, wurde es dann instrumental, unglaublich melodisch mit melodiemachender E-Gitarre. Dieser Teil des Lieds dauerte weit mehr als fünf Minuten, ich fühlte mich fast zu Built To Spill versetzt. Dieses tolle Stück handelte von einem Freund Tomas** und hieß "Diana". Wir fanden das komisch. Björn wunderte das. "Wie soll es denn heißen? Tomas?"

Setlist Björn Kleinhenz, Stereo Wonderland, Köln:

01: Poets dying
02: The strongest machine
03: Fast and slow
04: Jacky
05: At night we die
06: Olis
07: Göste Ekman d.y.
08: Leipzig lover
09: Tredje Långgatan 26

10: Diana (Z)

* Ich habe keine Ahnung, ob die Saitenbezeichnung Sinn macht. Das war das, was ich als blutiger Laie zu verstehen glaubte.

** Vermutlich schreiben sich schwedische Thomase so?



 

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