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Donnerstag, 17. September 2015

Aidan Knight, Karlsruhe, 16.09.15

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Konzert: Aidan Knight (Special guest von Dan Mangan)
Ort: Substage in Karlsruhe
Datum: 16. September 2015
Dauer: 45 min
Zuschauer: knapp 50

 
Ich versuche ja den Konzerthorizont möglichst aufmerksam zu beobachten - zumindest in dem Segment, wo meine eigenen Lieblingsbands zu Hause sind. Immer wieder gern zur Kenntnis genommen werden dabei von mir Neuigkeiten aus dem Hause Burning Eagle, die mir z.B. als BOGAK-Newsletter ins Haus flattern. Dort war ich schon so oft den Namen Aidan Knight und Dan Mangan begegnet, dass ich mich irgendwie verpflichtet fühlte, das Konzert zu besuchen, das die beiden nach Karlsruhe führen würde. Günstiger könnte es für mich ja nicht werden, sie auch mal live zu erleben. Außer der Heimat im Hause Bogak war auch die kanadische Abstammung für mich ein Pluspunkt per se und die Ankündigung des Abends als akustisches und intimes Setting für beide Musiker.


In der Vorbereitung des Abends hatte sich dann für mich herauskristallisiert, dass ich mich mehr und mehr in die Musik von Aidan Knight verliebte, während Dan Mangan eher nicht so bei mir zündete. Was irgendwie sehr gut in eine Woche passte, wo sowieso nur zwei Abende Konzert-frei sind und ich es immer öfter teuer bezahle, wenn ich es mit den kurzen Nächten etwas übertreibe... Also würde ich mal wieder in ein Konzert gehen "nur für die Vorband"!


Und es hat sich wirklich sehr gelohnt! Aidan Knight begann sehr pünktlich einige Minuten vor 21 Uhr mit dem vorbereitenden Stimmen der E-Gitarre. Er hatte einen knappen Quardratmeter Loopzeug dabei und ein Mikro. Mit diesen Instrumenten gelang es ihm wunderbar, uns in seine Klangwelt zu entführen. Ich fühlte mich ja eigentlich gut vorbereitet, hatte aber fast keinen Wiedererkennungseffekt für ein konkretes Lied. Was aber wohl daran lag, dass der Abend zum großen Teil mit Songs bestritten wurde, die auf dem für den 16.01. 2016 avisierten Album Each other erscheinen werden.


So begann der Abend mit einem als Teaser auf das Album schon veröffentlichten Lied All clear um erst mit Altar Boys (von 2010) und Singer Songwriter (2012) mit möglicherweise bekanntem Material beim Publikum zu punkten. Das innige Musizieren als "Mann mit Gitarre" wurde mittels der Loops durchaus erfinderisch durchbrochen und erweitert, wenngleich es nie wirklich wild wurde (was auf den Tonträgern durchaus der Fall ist).


Das Publikum war vom ersten Moment an aufmerksam und freundlich dabei. Aidan stand in den Ansagen ein bisschen neben sich und schob das auf Jetlag und allgemeine Müdigkeit. Ich hatte schon das Gefühl, dass es ihm im Substage sehr gut gefallen hat und er uns gern auch verbal sehr spritzig unterhalten hätte - man merkte ihm den inneren Kampf des Worte findens an. Themen hatte er genug! In Black Dream ging es z.b. um sein Reden im Schlaf - er würde immer wieder gesagt bekommen, das er die abgefahrensten Sachen erzählt - vielleicht könnte jemand mal ein Diktaphon nutzen, um das zu dokumentieren?! Oder - wie bei Neil Gaiman geschehen - die Geschichte als wilden Film umsetzen? In einem anderen Lied hat er der Stadt Vancouver ein Denkmal gesetzt, in der er als Junge von der Insel so vieles gelernt hat.

Nun bin ich eigentlich doch sehr gespannt, all das Material auch noch mit Band zu erleben... Zum Glück will er im neuen Jahr mit dem neuen Album zrückkommen - zum Glück!

Setlist:
01: All Clear
02: Black Dream
03: The funeral singers
04: Altar Boys
05: Singer Songwriter
06: What light never goes dim 


Tourdaten 
Solo mit Dan Mangan:
12.09. Darmstadt _ Golden Leaves Festival
13.09. Freiburg _ Waldsee
15.09. Tilburg _ Incubate Festival
16.09. Karlsruhe _ Substage
17.09. Reutlingen _ franz.K
18.09. Düdingen _ Bad Bonn
19.09. Aarau _ Kiff
21.09. Wiesbaden _ Walhalla
23.09. Erlangen _ E-Werk
24.09. Leipzig _ UT Connewitz
 

Dan Mangan und Gordon Grdina
mit Band:
25.09. Hamburg _ Reeperbahn Festival
26.09. Charleroi _ Eden
27.09. Dortmund _ FZW (Das höchste der Gefühle Festival)

29.09. Paris _ L'olympic Café
30.09. Luxemburg _ De Gudde Wellen
01.10. London _ Islington
02.10. Aachen _ Musikbunker
03.10. Genf _ La Gravière
04.10. Bedroomdisco _ Augsburg
05.10. München _ Hauskonzerte
07.10. Berlin _ Kantine am Berghain
08.10. Hannover _ Feinkostlampe
09.10. Göttingen _ Norgelbuff



Sonntag, 10. August 2014

William Fitzsimmons, Karlsruhe, 03.08.14

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Konzert: William Fitzsimmons
Ort: Substage in Karlsruhe
Datum: 3. August 2014
Dauer: 105 min
Zuschauer: um die 400



Das Substage ist in der "Arbeitsteilung" der Karlsruher Konzertveranstalter für Metal und Rock "zuständig". Dies mit einem sehr attraktiven Programm und mit Ausstrahlung weit über Karlsruhe hinaus. Ich bin ja durchaus dem krachigeren Rock nicht abgeneigt, aber in der Teilnahme an Liveumsetzung eher zurückhaltend. Deshalb war ich vor diesem Abend erst ein einziges Mal im Substage zu Gast und war danach weitgehend sicher, dass ich die Gefahr, umgestoßen zu werden eher nicht so schnell wieder suchen werde.


Insofern war es an meinem zweiten Abend besonders eindrucksvoll, als ich ankam und das Publikum eher dem Auerworld-Universum zu entstammen schien. Alle saßen in Grüppchen auf dem Boden und verbreiteten eine entspannte und friedvoll erwartungsfrohe Stimmung. Heute würde ich bestimmt nicht umgeschubst werden. Das passte freilich zu meiner Erwartungshaltung an ein Konzert mit William Fitzsimmons (auch wenn es mein erstes Konzert mit ihm war und folglich nur ein Vorurteil sein konnte).


Das Konzert begann damit, dass William Fitzsimmons mit kleiner Gitarre und seinen zwei Mitmusikern unverstärkt an den Bühnenrand trat und sein erstes Lied vortrug. Damit hatte er sofort die volle Aufmerksamkeit und Ruhe im Publikum erreicht. Im Verlauf des normalen Sets gab es Tasten und Drums sowie Beats vom Mac von einer Seite und eine zusätzliche Gitarre von der anderen Seite. Beides durchaus dazu beitragend, dass die doch etwas getragene Grunddynamik der Musik vielgestaltiger und interessanter wurde.


In den Zwischenansagen erwies sich der Herr am Mikro als sehr schwarzhumorig aber auch deutlich fröhlicher als man nach dem durchhören eines Albums denken könnte. Es wurde gelacht und gelächelt und irgendwie gelang es ihm, die Familie an zentraler Stelle des Konzerts zu halten. Mit Songs über seinen Vater, den Großvater und die Adoptivtöchter. Über zerbrochene Liebe und das weiterleben danach. Nach Aussagen von William Fitzsimmons war der Abend in Karlsruhe der Abschluss einer fast sechs Monate aundauerenden Tourperiode zum neuen Album - damit auch ein besonderer Abend für die Musiker auf der Bühne.


Über die Dauer des Abends hingen ihm die meisten hingebungsvoll an den Lippen und viele lagen im Arm eines Partners/einer Partnerin. Überall entrückte Gesichter - es war glasklar, dass wir uns eine Zugabe erfragen würden. Diese wurde gewährt und schließlich mit einer handvoll Songs in der Mitte des Publikums (nur um ein Mikro geschart) abgerundet. Sehr intim und stimmungsvoll ging damit ein zauberhafter Abend im Substage zu Ende. 


klienicum 2008: Albumvorstellung
klienicum 2010: OBS13-Konzertbericht 
Platten vor Gericht: Albumvorstellung Lions (2014)
  (inkl. Tourdaten im Februar/März in D)
Kulturpegel Konzertbericht aus Schorndorf 
Fotos von  Joy Dana Görig

Aus unserem Archiv:
William Fitzsimmons, Paris, 24.06.11
William Fitzsimmons, Dortmund, 17.06.11
William Fitzsimmons, Paris, 07.02.11




Samstag, 1. Dezember 2012

Royal Republic, Karlsruhe, 30.11.12

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Konzert: Royal Republic mit Gästen The Durango Riot
Ort: Substage in Karlsruhe
Datum: 30.11.2012
Zuschauer: ziemlich volles Haus, wohl etwa 700
Konzertdauer: 30 min + 80 min



"Save the nation!!'' mit diesem netten Ruf wurde ich von drei Mädels vor dem Substage nach Hause entlassen. Und das passte!

Ich bin ziemlich unbeleckt in das Konzert von Royal Republic gegangen. Den Termin hatte ich vor einiger Zeit aus der VISIONS in meinen Kalender übertragen. Als klar wurde, dass mir der Termin gut passt und bevor ich eine Eintrittskarte kaufte, habe ich mir Musikbeispiele angehört, die eine gewisse Erwartungshaltung zur Folge hatten. Und diese ist rundum auf das Beste erfüllt worden. 



Ich lade herzlich ein, darüber die Nase zu rümpfen, aber in der Sparte Alternative Rock habe ich einige wenige Helden und ansonsten überlasse ich dieses Musiksegment sich selbst und enthusiastischen jungen Männern. Dazu kommt, dass ich bisher nur sehr wenige Konzerte solcher Bands erlebt habe, die mich nicht ziemlich frustriert haben. Ich mag nicht niedergebrüllt werden, habe die Ohre nicht im Bauch, ich will nicht rumgeschubst werden und ich fühle mich ohne Bier auf den Klamotten wohler. Dann doch lieber zu Hause die Anlage aufdrehen und da abgehen und mitgrölen. Somit ist es vielleicht nachvollziehbar wenn auch nicht lückenlos logisch begründet, dass dies auch mein erstes Konzert im Substage in Karlsruhe war. Das liegt nicht am Programm dortselbst. Im Gegenteil freue ich mich immer wieder mal darüber, was für tolle Acts die nach Karlsruhe holen, aber der Mut zum Konzert zu gehen, wollte sich dann doch nicht recht einstellen, zumal wenn man dafür zwischen 20 und 25 Euro bezahlt, um sich dann doch nur zu ärgern. Nach dem ersten Versuch muss ich sagen, dass sich diese Hemmschwelle um einiges nach unten verschoben hat. Die positiven Aspekte des Abends, die gar nicht vordergründig mit der Musik zu tun hatten, waren: Es war nicht furchtbar laut (sehr angenehme Überraschung), der Abend begann pünktlich und der Umbau zwischen den Bands verlief flott. Alle Leute am Einlass und von der Security waren sehr nett, entspannt und wirkten kompetent.

Was mich dann doch noch eine Weile beschäftigen wird vor dem Entschluss zum nächsten Besuch im Substage - ich kann bei dieser Art Musik nicht vorn bleiben, wo ich aber gern sein möchte, weil ich sonst vom Konzert nicht viel sehe. Ich hatte mir einen Platz ganz außen rechts gesucht recht weit vorn. Dort war es während der Vorband und bis zur Hälfte des Konzertes ganz okay. Soll heißen, ich konnte gut sehen und einigermaßen fotographieren. Aber dann passierte es immer öfter, dass sich ganze Gruppen neben uns gegenseitig umwarfen und ich derbe an die Wand gedrückt wurde. Bier haben nur die neben mir abgekriegt. Ich habe mich dann nach hinten gerettet, wo es entspannt zuging und auch Platz zum tanzen war. Aber ist das mein Ort wenn ich bei einem Konzert bin? Es fiel auf, dass zumindest bei diesem Konzert rings um mich (sozusagen in Deckung) fast nur Frauen waren, während die ziemlich feuchtfröhlich abgehende Meute sehr überwiegend aus jungen Männern bestand, die sich absolut rücksichtslos benommen haben (und davon wohl wenig mitbekommen haben). Ich kann das nicht wirklich normal finden, zumal wenn es um eigentlich total fröhliche und entspannte Musik geht. Ich werde das nicht ändern können und ich will auch keinem den Spaß verderben. Aber die Konsequenz für mich ist dann, mich aus solchen Events zurück zu ziehen. Wahrscheinlich ist das nicht mal ein Problem für die Veranstalter, die ja ihre Halle auch so füllen können.

Jedenfalls sind die vier Schweden von Royal Republic live erste Sahne und einigermaßen groß (auch wenn sie sich darüber beklagt haben, dass sie ihre Musik schlecht ins Radio bekommen - das spricht nur gegen das Radio!) Dieser Tage spielen sie als Support für die Toten Hosen - heut und morgen z.B. in München und Stuttgart. Und auch aus eigener Kraft in Deutschland vor ausverkauften Häusern. 



Als Vorband (bzw. Gäste) gab es obendrauf noch The Durango Riot - sehr passend weitere sympathische Alternative-Punk-Rocker aus Schweden. Mich haben sie in Musik und vom Gestus her sehr an die erste Scheibe von Mando Diao erinnert. Druckvolle Nummern, die einen abholen und durchpusten. Einfach knackige Tanzmusik. Dazu wirkten sie auf der Bühne auch noch wirklich nett. Hinterher waren sie hinten am Merchtable zu finden und haben mit jedem geschwatzt und Fotos gemacht, der das wollte.


Die gute Stimmung nach dem Set der Vorband war so präsent, dass sogar die Umbauer mehrfach spontan bejubelt wurden.

The Royal Republic zogen zu einer Hymne sehr passend ein und von der ersten Liedzeile an war das Publikum absolut  textsicher dabei. Die Show am Vortag war abgesagt worden, weil der Sänger eine Halzinfektion hat. Davon hat man am Abend in Karlsruhe eigentlich nichts gemerkt. Die 80 min Show waren druckvoll, abwechslungsreich, mit witzigen Ansagen und sehr unterhaltsam. Wasser lief auf und vor der Bühne in Strömen. 


Zur Setlist gehörten Tommy Gun, Underwear, Full steam spacemachine, Addictive (in einer netten akustischen Fassung), Punch Drunk love, Strangers friends lovers strangers, Molotov und andere. Leider konnte ich mir nichts notieren...

Nach Hause begleitet hat mich der Überhit: Everybody wants to be an astronaut aus dem Zugabenteil und der freundliche Ruf der drei fremden Mädels. Es fühlt sich schon so an als wenn so ein Abend die Nation ein bisschen rettet und die beteiligten hinterher davon etwas in ihren Alltag tragen.

Tourdaten The Durango Riot


14.12.2012 Köln - Basement
21.02.2013 Hamburg - Headcrash
22.02.2013 Düsseldorf - The Tube
23.02.2013 Stuttgart - 1210
25.02.2013 München - Kranhalle
26.02.2013 Wiesbaden - Schlachthof
27.02.2013 Heidelberg - Häll
28.02.2013 Berlin - Bi NUU
01.03.2013 Chemnitz - Atomino




Tourdaten Royal Republic

04.12. 2012 Frankfurt - Batschkapp (Zusatztermin)(*)
05.12. 2012 Frankfurt - Batschkapp (ausverkauft)(*)
06.12. 2012 Trier - Europahalle(*)
13.12. 2012 Nürnberg - Löwensaal(*)
17.12. 2012 Lindau - Vaudeville(*)

19.12. 2012 Dresden - Alter Schlachthof(*)
02.02. 2013 Luxemburg - Den Atelier
03.02. 2013 Gent - Vooruit
14.02. 2013 München - Backstage
22.02. 2013 Eindhoven - Effenaar
01.03. 2013 Amsterdam - Melkweg


(*) mit The Durango Riot


 

Konzerttagebuch © 2010

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