Posts mit dem Label Ollie Fury werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ollie Fury werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 14. Dezember 2010

Apes & Horses & Ollie Fury & Ollie Joe,Paris, 12.12.10

0 Kommentare

Konzert: Apes & Horses & Ollie Fury & Ollie Joe

Ort: Les Disquaires, Paris
Datum: 12.12.10
Zuschauer: etwa 40-50



In meinem Freundes-und Bekanntenkreis sind wir uns darüber einig, daß Ollie Fury alles mitbringt, um in der Musikszene den Durchbruch zu schaffen. Er hat eine unfassbare Reibeisenstimme (gurgelt er morgens mit Whiskey?), ungemein packende Songs und sieht zudem unverschämt gut aus. Kein Wunder, daß alle Mädchen auf ihn stehen! Aber Mutti ist immer dabei und passt auf, daß er seiner Geliebten nicht untreu wird. Nicht, daß seine Mutter eine Glucke wären, nein das nicht, sie ist vielmehr an der Musik ihres Sohnes interessiert, ohne ihn unter zu Druck zu setzen oder ihm dreinzureden. Heute kam sie mit ihrem Labrador vorbei und setzte sich in die Nähe der jungen Leute, die ansonsten die Location les Disquaires im Bastille-Viertel bevölkerten. Süß!

Zunächst war aber warten auf Godot, ähem, Ollie, angesagt, denn andere Acts traten vorher auf. Sein Bandkollege, der amüsanterweise ebenfalls auf den Namen Ollie hört, durfte unter dem Pseudonym Ollie Joe ran. In der Band von Ollie Fury spielt Olivier Mouchard Bass, in seiner eigenen Gruppe ist er Gitarrist. Den Bass hält bei ihm Julia, eine süße Pariserin und an den Drums tobt sich Cedric so richtig aus. Die drei jungen Menschen boten ein ansprechendes Set voller klassisch klinger Folk-Rocksongs ohne Schnörkel und Experimente und ließen keine Langeweile aufkommen. Besonders cool: die knackigen Gitarrensoli von Ollie Joe! Um die draufzuhaben, muss man schon gut spielen können, oder?

Danach wurde der Stil gewechselt, denn mit Apes & Horses trat eine junge Band auf, die sich den Stilrichtungen Dreampop, Shoegaze, New Wave Revival verschrieben hat. Aufgeweckte Burschen, die sich ihre bisherigen Konzerttermine alle selbst zusammengesucht haben. In den letzten Wochen spielten sie bereits in etablierten Schuppen wie dem International und dem Espace B, heute waren Les Disquaires fällig und im Januar geht es ins kultige Pop In. Nicht schlecht für grünschnäbelige Jungs, die aussehen, als würde sie noch die Schulbank drücken. Ein besonderes Händchen bewiesen sie für luftig-leichte Gitarrenmelodien, auf denen man davonschweben konnte. Auch ihre Lieder hatten bereits Potential, wenngleich noch etwas Feinschliff von Nöten ist. Ich traue ihnen künftig eine Menge zu, denn sie haben das Gespür für den ohrwurmigen Popsong, der einem in den Gehörgang klettert und nicht so schnell wieder da raus will. Am Ball bleiben ist also angesagt. Kurios: weil die Bühne für 4 Musiker zu klein war, spielte der Keyboarder Pablo außerhalb, irgendwo zwischen den Zuschauern. So etwas hatte ich auch noch nie gesehen!

Dann aber endlich Ollie Fury. Begleitet wurde er von dem Bongospieler Alexandre und dem bereits vorhin erwähnten Ollie (Ollie Joe), der nun am Bass zupfte und in die Melodica blies.

Von dem blendenden Aussehen von Ollie Fury hatte ich ja bereits gesprochen und viele, die ihn das erste Mal sehen, sagen: "der sieht ja aus wie ein Schauspieler!" Das Witzige ist: damit liegen sie richtig, neben der Musik ist Ollie auch am Theater aktiv! Angefangen mit der Musik hat der rotstichige Bursche in New York, wo er einige Jahre gelebt hat. Die Romantik und Le Vol hießen dort seine Bands und deren Songs sind auch alles andere als übel. Ich empfehle unbedingt, sich mal durch ihre Myspace Profile (zu finden unter den Top Friends) zu hören. Nachdem er (wieder) nach Paris kam, spielte er zunächst auf Brücken und in Bars, die kaum einer kannte. Dann lernte er mich kennen, spielte als Joker drei Songs bei einer meiner Oliver Peel Sessions und wurde bei dieser Gelegenheit von Erwane Broussine von Waterhouse Records und Camille, der Programmgestalterin vom Espace B entdeckt. Erfreuliche Folge: er hatte plötzlich Konzertermine im Pop in und im Espace B! Aber nicht, daß er meine Hilfe bräuchte, um nach vorne zu kommen. Sein Talent wird ihn früher oder später irgendwann ohnehin bekannt machen. Und bekannter wird er jetzt schon von Woche zu Woche mehr, was ihn nicht daran hindert, den steinigen Weg zu gehen und zusätzlich offiziell akkreditiert in der Pariser Metro (!) zu musizieren.

Heute chez les Disquaires musste er aber nicht die mitunter üble und zugige U-Bahnluft einatmen, sondern er konnte seine tollen Songs ganz entspannt bei gedimmten Licht im Warmen vortragen. Ein ausgiebiges Set vollgepackt mit reinrassigen Folkrocksongs gönnten uns die Jungs, das mit einem veritablen Hit abgeschlossen wurde. One Two, For You hat definitiv das Zeug in den Charts zu landen. In einer gerechten Welt würde diese Nummer in den College-Radios dieser Welt rauf und runterlaufen. Ein moderner Klassiker!

Ollie Fury ist ganz klar eine der Entdeckungen des Musikjahres 2010. 2011 werden ihn die anderen Pariser Musikblogger verfolgen, dessen bin ich sicher. Und dann kann ich wieder schelmisch grinsend behaupten: "Ach, der Kerl hat doch schon letztes Jahr bei mir gespielt!"


Donnerstag, 11. November 2010

Ollie Fury & Sarah Jeanne & Gregory and The Hawk, Paris, 07.11.10

0 Kommentare

Konzert: Ollie Fury & Sarah Jeanne & Gregory and The Hawk

Ort: ein Wohnzimmer und ein Innenhof, irgendwo in Paris
Datum: 07.11.2010

Zuschauer: etwa 15 Konzertdauer: pro Künstler jeweils ein Lied


Inzwischen ist es mehr oder weniger zu Gewohnheit geworden, daß wir am Ende der Oliver Peel Sessions Nachwuchstalenten die Gelegenheit bieten, ihre Songs vor einer kleinen Runde (den Übriggebliebenen) vorzutragen. Im Publikum befinden sich nämlich regelmäßig Musiker aus Paris, die Bock haben, auch mal im Rampenlicht zu stehen und ihre Künste zu zeigen.

Diesmal schnappten sich Ollie Fury und Sarah Jeanne, jeweils au Paris, die Akustische und schmetterten mit Inbrunst einen Song. Was der schöne Ollie (sieht aus wie ein junger Robert Redford) sang, weiß ich grad net mehr, aber seine Stimme war wie immer kraftvoll, warm und markant wie sein Kinn. Er wird seinen Weg gehen, bekommt immer mehr gute Konzerttermine in Paris angeboten und hat bereits vor ein paar Monaten bei uns im Wohnzimmer geglänzt. Sarah Jeanne performte ihre himmlische Country-Ballade Tranquil Man und hat innerhalb von drei Minuten etwa 10 neue Fans hinzugewonnen. Die natürliche Blondine mit den schönen Cowboy Boots gefällt mir außerordentlich gut, ich werde sie demnächst zu einer "richtigen", sprich längeren Oliver Peel Session einladen.

Der Hammer schlechthin war aber die sehr spezielle Zugabe von Meredith Godreau aka Gregory and The Hawk, die bei dieser Oliver Peel Session als Erste an den Start gegangen war! Dummerweise war da aber meine formidable neue Filmerin Clô ihrem noch nicht anwesend, so daß wir mit Engelszungen auf Meredith einredeten, um sie zur neuerlichen Performance eines Songs an der Harfe zu bewegen. Ich wollte unbedingt ein hochkarätiges Video von Clô, um der Nachwelt zu zeigen, wie sensationell schön Gregory and The Hawk spielt und singt. Unsere Überredungskünste schienen aber nicht zu fruchten, Meredith hatte gegen 23 Uhr bereits ihre 7 Sachen gepackt und war abflugbereit. Wir ließen dennoch nicht locker und siehe da: Meredith ging unser Treppenhaus runter, packte im Innenhof des Gebäudes ihre Harfe noch einmal aus und spielte vor der grünen Tür unserer Nachbarn ihren Seelentröster Landscapes! Ein großer Teil der noch bei uns im Wohnzimmer anwesenden Gäste hatte gar nicht gepeilt, was da unten im Hof abging. Auch für sie also die Chance, sich dieses absolut wundervolle Video anzusehen!



Konzertdaten Ollie Fury:

14.11.2010: International, Paris
02.12.2010: Espace B, Paris
12.12.2010: Les Disquaires, Paris
14.01.2011: Le Cuberdon, Overijse, Belgien
15.01.2011: The Senor Duck, Lüttich
17.01.2010: Bar Du Matin, Brüssel


Konzertdaten Sarah Jeanne:

21.11.2010: 25 ° Est, Paris
11.12.2010: La Bicyclette Café, Paris
29.12.2010: Les Disquaires, Paris
07.04.2011: Le Pop In, Paris

Konzertdaten Gregory and The Hawk:

15.11.2010: Hafen 2, Offenbach
17.11.2010: In Love With, Berlin
18.11.2010: The Windmill Brixton, London
20.11.2010: Prince Albert, Brighton



Donnerstag, 21. Oktober 2010

Ollie Fury, Paris, 20.10.10

0 Kommentare

Konzert: Ollie Fury

Ort: Le Pop In, Paris
Datum: 20.10.2010
Zuschauer: volle Hütte, ähem, Keller natürlich!
Konzertdauer: ungefähr 45 Minuten


Beim Absurfen der deutschen Onlinezeitungen (Spiegel.de, Bild.de, Faz.net) hätte man heute fast den Eindruck gewinnen können Paris, ja ganz Frankreich, stünde in Flammen. Von bürgerkriegsähnlichen Zuständen habe ich aber rein gar nichts mitbekommen. Die Franzosen demonstrieren nun einmal gerne und streiken machte ein paar Leuten auch Spaß. Na und? In Frankreich ist man das gewöhnt und stellt sich entsprechend darauf ein. Die Metro lief zumindest reibungslos und da ich auch kein Auto habe, was man anzünden könnte, ging mir die Sache ziemlich am Arsch vorbei. Ich bin egoistisch? Vielleicht. Aber die Gewerkschaftsfuzzis sind genauso egoistisch und denken nur an ihre eigenen Interessen und die ihrer weniger werdenden Mitglieder und nicht an die aller Arbeiter und Angestellten, wie sie immer gerne behaupten. Mal sehen, wie sich diese ganze Sache um die Rentenreform noch weiterentwickelt, nicht auszuschließen, daß hier bald das totale Chaos herrscht. In Sarkos Haut möchte ich jetzt zumindest nicht stecken (eigentlich grundsätzlich nicht), denn es gibt eine Sache zu bedenken, die heute von einem politischen Magazin auf die Titelseite gehoben wurde: Frankreich ist reformunfähig (ist natürlich auch nur so ein Blablabla- Spruch, den man im Hinblick auf Deutschland auch oft lesen muss. Die Mehrheit der Bevölkerung ist gerne zu Reformen bereit, wenn ihr eigener Geldbeutel unangetastet bleibt)

Gut, daß die Künstler und Musiker da flexibler sind. Bei Ollie Fury zum Beispiel hat eine Reform stattgefunden, denn vom solo auftretenden Singer/Songwriter, der sein Geld auf Pariser Brücken performend verdiente, hat er sich zu einem angesagten Folkact gemausert, der inzwischen mit zwei Begleitmusikern auftritt. Eine richtige Folkrockband ist das jetzt und Ollie spielt inzwischen in Läden wie im Espace B oder wie heute im Pop In. In unserem Wohnzimmer hat er sich auch schon aktiv an einer OP Session beteiligt und irgendwie ist das Pop In ja auch so was ähnliches wie mein zweites Wohnzimmer (um mit den Worten Boris Beckers zu sprechen). Gemütlich ist es hier und das Publikum immer international und kultiviert. Immer wenn ich hier aufkreuze, fühle ich mich noch mal ein wenig wie als Student. Damals hatten wir alle noch Träume, glaubten die Welt stünde uns offen und attraktive Frauen und Jobs würden uns einfach so zufliegen. Von diesen Hirngespinsten erzählte auch der aus Toronto stammende Kanadier Danny Gorman, der vor Ollie Fury auftrat. Er sei Musiker und ansonsten Barkeeper, ganz im Gegensatz zu ein paar Studienfreunden, die Karriere und Geld gemacht hätten. Aber das sei ok für ihn und er gönne den anderen auch ihre Kohle, dafür hätten sie eben weniger Freizeit und könnten nicht wie er im Pop In als Musiker spielen.

Irgendwann hatte Danny Gorman aber all seine Lieder und die dazu passenden amüsanten Geschichten erzählt und überließ die kleine Bühne Ollie und seinen beiden Musikern. Mein Namesvetter war enorm fleißig in den letzten Wochen, hat etliche neue Lieder fertiggeschrieben und sogar als Schauspieler für den Film Julien & Claire gearbeitet, in dem man auch Stücke von ihm hören kann. Bei seinem blendenden Aussehen wundert mich das allerdings weniger, er könnte der Sohn von Robert Redford sein und wäre ich ein Weib, würde ich auch auf ihn fliegen! Aber er hat mehr als seinen tollen Body und sein markantes Kinn zu bieten. Seine raue Reibeisenstimme ist nämlich auch ganz einmalig. Wahnsinn, wie er wie ein alter Hase, seine warmen Folksongs ins Mirko raunt! Der Bursche hat ein angeborenes Talent für catchy Melodien und prägnante Refrains und sorgte für prima Stimmung in dem Kellergewölbe. An erster Stelle klatschte seine attraktive Freundin, die gleich neben mir saß (ich Glückspilz!), im Takt mit. Viele schlossen sich ihr an und am Ende bebte der Boden (na ja nicht ganz, aber ihr versteht was ich sagen will). Im Schlußdrittel haute Ollie Fury dann auch seine wunderbaren EP-Titel raus, dessen Cover er selbst aus Pappe gebastelt hat. Eye To Eye, die betörende Ballade Red Up, oder das absolut mitreißende One Two, For You.

Ray Lamontagne ist mit einem ähnlichen Musik-und Gesangesstil weltberühmt geworden, warum dann eigentlich nicht Ollie, der wirklich alles mitbringt, was man zum Folkstar braucht ?! Sucht er nicht einen Manager? Ich würde mich anbieten...


Setlist Ollie Fury, Le Pop In, Paris:

01:
Where to go
02: Tipsy toes
03: Cavalier
04: When you didn't
05: Will I ever
06: Claire
07: Eye to eye
08: Red up
09: 1,2
10: Ring of fire


Aus unserem Archiv:

Ollie Fury, Paris, 06.06.10
Ollie Fury, Paris, 21.05.10*




Dienstag, 8. Juni 2010

The Black Atlantic & Ollie Fury, Paris, 06.06.10

0 Kommentare
Konzert: The Black Atlantic & Ollie Fury
Ort: L'Espace B, Paris
Datum: 06.06.10
Zuschauer: etwa 50
Konzertdauer: The Black Antlantic ungefähr eine Stunde, Ollie Fury circa 40 Minuten


Nach den Fuck Buttons auf der Wiese von La Villette ging es für mich im Anschluß noch in das nicht weit entfernte Espace B. Konzertjunkies kriegen halt nie den Hals voll genug! Mit Ollie Fury (weltberühmt geworden durch die letzte Oliver Peel Session) und den Niederländern The Black Atlantic standen zwei feine Acts auf dem Programm, die wunderschöne Konzerte abliefterten, von den ich gerne demnächst mehr erzählen möchte...



Samstag, 22. Mai 2010

Solvents, Ladybug & Ollie Fury, Paris, 21.05.10

1 Kommentare

Konzert: Solvents & Special Guests Ladybug & Ollie Fury, Oliver Peel Session # 24

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris
Datum: 21.05.2010
Zuschauer: 30
Konzertdauer: Ladybug 4 Songs, Ollie 5 Songs, The Solvents 1 Stunde


Washington State wird immer mehr zu meiner Lieblingsgegend, wenn es um gute Indie- und Folkacts geht. Nach den mitreißenden June Madrona, hatten wir erneut das Glück, eine Band aus dem Nordwesten der USA bei uns begrüßen zu dürfen. (The) Solvents aus Port Townsend begisterten mich und unsere Gäste auf ganzer Linie. Sänger und Akustikgitarrist Jarrod und seine Partnerin (in der Musik und im Leben) Emily an der Violine, boten betörend schöne Herzenswärmer, die mir sehr nahe gingen. Sie sind Freunde von Karl Blau und haben mir versprochen diesen irre kreativen Musiker für eine Session bei uns zu begeistern!





Mehr als eine Randnotiz waren die Kurzauftritte von Ladybug und Ollie Fury, die in letzter Minute für den am Handgelenk verletzten Jozef Van Wissem eingesprungen waren und ihre Sache prima machten. Ollie hat seine sechs EPs in kürzester Zeit verkauft und hätte locker 10 mehr absetzen können. Selbst ich ging leer aus. Der Kerl hat aber auch eine Wahnsinnsstimme!





Mehr in Kürze!

English Review, Pics + Videos by Rockerparis, klick!



 

Konzerttagebuch © 2010

Blogger Templates by Splashy Templates