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Dienstag, 31. März 2009

Now, Now Every Children, Köln, 30.03.09

6 Kommentare

Konzert: Now, Now Every Children
Ort: Kulturbunker Mülheim, Köln
Datum: 30.03.2009
Zuschauer: 40 (brutto)
Dauer: Now, Now Every Children 40 min, Periscope 35 min


Wenn man in Minnesota, im kanadischen Teil der USA, aufwächst, sind typische Freizeitaktivitäten Snowmobilfahren, Eishockey oder Musik. So wie Juno MacGuff - oder aber in der Marching Band der Highschool. Die musikalische Laufbahn der aus der Gegend der Doppelstadt Minneapolis/Saint Paul stammenden Cacie Dalager und Brad Hale begann so; bei den Marching Bengals der Blaine High School.* Glücklicherweise war Trommeln im Laufen nicht die letztglücklichmachende musikalische Erfüllung für die beiden, sodaß sie irgendwann anfingen, Indiestücke zu schreiben. Mittlerweile sind Now, Now Every Children zu dritt und waren heute im Rahmen ihrer Europatour zum ersten Mal in Köln.

Für mich war dies nicht die einzige Premiere, denn ich war vorher noch nie im Mülheimer Kulturbunker. Im ehemaligen Hochbunker ist heute ein Kulturzentrum untergebracht, das sehr schöne Konzerte veranstaltet. Aber leider eben bisher ohne mich. Das Gebäude liegt mitten in Mülheim, auf der Kölner Schäl Sick. Als wir ankamen, lief im Saal im ersten Stock noch der Soundcheck - mieses Timing. Um kurz nach neun ging es aber dann los. Den Auftakt bildeten Periscope aus Köln und Bonn, die ich bereits zweimal gesehen hatte - an komplett unterschiedlichen Abenden allerdings. Die vierköpfige Band war Vorgruppe von Jonquil im Motoki-
Wohnzimmer (toller Abend, tolle Band, perfekter Eindruck) und ein paar Wochen später Support von Someone Still Loves You Boris Yeltsin (schrecklicher Abend!).

Heute gefiel mir die abwechslungsreiche Musik der Rheinländer wieder sehr gut. Es fing gleich aufregend damit an, daß der Schlagzeuger der Gruppe synchron Schlagzeug und Glockenspiel bediente. Mit so etwas bekommt man mich sofort. Das erste Lied gefiel mir direkt auch sehr gut. Prägendes Element sind die häufigen Melodiewechsel und die eindringlichen Schlagzeugrhythmen. Dazu kommt die Stimme des Sängers Tilman, die beim Singen weitaus besser als beim Sprechen klingt. Eine zweite Stimme kommt vom Keyboarder der Band, und die ist leider eine Ecke
schlechter als die des Hauptsängers. Ein Bassist komplettiert das Quartett. Leider kenne ich keine Liedtitel. Höhepunkte im Set waren neben dem Auftaktsong das vierte Stück (das einzige deutsche diesmal), das sechste (da spielte Tilman Keyboard) und das letzte, dessen eindringlicher Rhythmus mich an Waving Flags von British Sea Power erinnerte. Kein schlechter Auftakt - obwohl er vor nahezu leerem Saal stattfand.

Setlist Periscope, Kulturbunker Mülheim, Köln:

01: Did you say something?
02: Untitled
03: Beating the neighbours kid
04: Poplied (siehe Kommentar)
05: Coat and go
06: Anything goes
07: Damn you
08: Above radars sun smiles
09: Outlaw gang

Das änderte sich auch leider bis zehn Uhr nicht.

Das Konzert der Amerikaner begann recht unspektakulär. Brad schraubte noch ein wenig an seinem Schlagzeug rum, seine (vermutliche) Schwester Britty, die eine der lustigen Pudelmützen trug, die im Minnesotaer Winter jeder aufhat, stand etwas verloren in der Ecke rum und Cacie klimperte ein wenig auf der Gitarre. Und das war dann schon der Beginn des Konzerts. Richtig los ging es aber mit dem ersten Gesang der 22-jährigen. Oh mein Gott, ist diese Stimme live
aufregend! Die sehr kleine Sängerin singt mit einem wundervoll ausgeprägten Vibrato. Auf Platte wird das gar nicht richtig deutlich, "in echt" klang es verblüffend und toll!

Die Lieder der Band sind abwechslungsreich, obwohl die Instrumentierung Keyboard, Gitarre, Schlagzeug nicht spektakulär ist. Aber die catchy Melodien und dazu der Gesang von Cacie machen die Musik besonders. Bei den meisten Stücken spielt Cacie Gitarre. Sie und Britty bedienen aber auch oft ihre Keyboards. Friends
with my sister endete in wildem Gitarrengeschrammel, dies war allerdings der einzige Ausflug ins Noisige. Dominierend sind ganz klar die melodischen Elemente.

Mich hat der Auftritt der drei jungen Musiker voll und ganz überzeugt. Erst hatte ich kleinere Zweifel, weil
vor allem die beiden Frauen aussahen, als seien sie höchstens 16 (Britty ist mit 18 die jüngste der drei; Brad ist wie Cacie 22 Jahre alt). Sie sahen zu jung für reife Musik aus. Welch ein Blödsinn!

Mir gefielen
Not one, but two, Cars und Friends with my sister am besten. Allerdings fiel nichts wirklich ab - die gute halbe Stunde Programm war durchgängig großartig und kurzweilig! Während Britty unter ihrer Wollmütze scheinbar gelangweilt an einer Mauer lehnte, spielten Cacie und Brad nach dem normalen Set noch eine Zugabe, ein neues, bisher namenloses Stück, das sehr lustig, nämlich sehr improvisiert endete.

Ein wundervolles Konzert einer tollen Band! Mir gefielen aber trotzdem die Dinge abseits der Musik am besten. Die Dialoge zwischen Schlagzeuger und Sängerin waren herzallerliebst! "Können wir anfangen?" - "Hmmm, ich habe noch nicht angezählt" - "Ok, los jetzt" - "Nein, das ist das falsche Lied" - "Oh stimmt" - "Dabei spielen wir doch seit fünf Tagen den gleichen Kram"


Setlist Now, Now Every Children, Kulturbunker Mülheim, Köln:

01: Intro
02: Not one, but two
03: Sleep through summer
04: Little brother
05: Friends with my sister
06: In my chest
07: Cars
08: Everyone you know

09: Neu (namenlos) (Z)

Tourtermine Now, Now Every Children:

31.03.2009 Kulturpalast Linden, Hannover
01.04.2009 Schokoladen, Berlin
02.04.2009 Beatpol w/Bonaparte, Dresden
03.04.2009 E-Werk, Erlangen
04.04.2009 JUKUZ/Beatbaracke, Aschaffenburg
07.04.2009 Glazart, Paris

Links:

- mehr Fotos aus dem Kulturbunker
- hier hat das Klienicum über Now, Now Every Children berichtet


* zumindest Britty und Brad glaube ich, auf Jahresfotos der Marching Band entdeckt zu haben




Donnerstag, 2. Oktober 2008

Someone Still Loves You Boris Yeltsin, Köln, 01.10.08

0 Kommentare

Konzert: Someone Still Loves You Boris Yeltsin (& Periscope & It's Not Not)
Ort: Tsunami Club, Köln
Datum: 01.10.2008
Zuschauer: ca. 70


Die freie Parklücke 50 m vor dem Tsunami Club mitten im Kölner Süden hätte uns stutzig machen müssen. Hier treibt jemand ein bitterböses Spiel mit uns...

"Eure Tickets bitte! Und jetzt müsst ihr bitte jeder ein Formular ausfüllen, Name, Anschrift und Unterschrift!" "Ähh. wieso?" "Ihr müsst Mitglied im Raucherclub werden, um reinzukommen!" "Wir haben Konzertkarten gekauft und wollen rein, wir wollen in keinen Raucherclub" "Wenn ihr das nicht ausfüllt, könnt ihr nicht rein! Ok, es reicht, wenn das einer ausfüllt..." "Nein, wir wir wollen bloß das Konzert sehen. Sonst möchten wir die Tickets zurückgeben" "Na gut, dann geht ausnahmsweise so rein." Die Frauen, die sich nach uns angestellt hatten, füllten nach kurzem Einwand ("Aber ich rauche doch gar nicht!") brav das Formular mit allen Angaben aus, wie wahrscheinlich die meisten der (in der Regel) nichtrauchenden Zuschauer im Tsunami-Club in der Kölner Südstadt. Ein Club, den ich mal sehr gerne mochte.

Ich bin wirklich sehr toleranter Nichtraucher und habe schon viele Abende in Qualmwolken verbracht. Seit in vielen Clubs Rauchverbot herrscht, sind Abende aber unbestritten viel angenehmer.
Wenn allerdings keines herrscht, akzeptiere ich das auch. Dann stinkt es (und man) zwar mehr, es ändert sich jedoch nichts im Vergleich zu früher. Aber Mitglied in einem Raucherclub zu werden, damit die pfiffige Idee irgendeines Gesetzeslückensuchers umgesetzt und das Rauchverbot umgangen wird, ist an Absurdität kaum zu überbieten. Das Bett in Frankfurt ist auch hier unübertroffen. Der kleine Club mit dem doofen Namen und tollen Programm weist darauf hin, daß das Rauchverbot in Kneipen unter 75 m² gekippt wurde. Weil man aber so gute Erfahrungen mit Nichtrauchen während der Konzerte gemacht hat und von vielen Besuchern gelobt wurde, bittet das Bett, auch weiterhin erst nach dem Konzert zu rauchen.

Die Skrupel, nicht jedem, der nett fragt, glaich Adresse, Name, email-Adresse, Handynummer, Kontodaten, Kreditkartennummer und PIN-Nummer zu geben,
hatten aber offenbar nicht viele, der Raucherclub Tsunami, bekam sicher 70 neue Mitglieder.

Wir waren also dann drinnen, kamen nicht auf die böse Idee, uns beim Ordnungsamt als Schwarz-Konzertgänger anzuzeigen und erlebten kurz danach die erste
Vorgruppe, It's Not Not aus Barcelona, die wohl ganz spontan zusätzlich auf dem Roster erscheinen waren. Die Tanzfläche war sehr leer, als die vollbärtigen Spanier begannen. Einige ihrer Ausrüstungsgegenstände hatten sie jenseits der kleinen Bühne aufgebaut. Dies geschah aber wohl nicht aus Platzmangel sondern schien zum Konzept zu gehören. Sänger Joel tanzte und hüpfte quer durch den Saal, drehte einem Zuschauer die Baseballkappe um, zog sie sich beim nächsten Vorbeitanzen ganz auf, nahm sich die Brille eines anderen Gasts und setzte die auf und jagte vielen mit dieser sehr eindringlichen Performance offenbar Angst ein. Musikalisch war es ähnlich wild, begeisterte mich aber nicht. Man kann die Musik vielleicht als Folkpunk bezeichnen, man mußte sie aber nicht mögen.

Die zweite Band des Abends hatte ich neulich als Vorgruppe von Jonquil im schönen Motoki Wohnzimmer erlebt. Damals hatten Periscope aus Köln ein recht leises Set gespielt und die Besucher begeistert. "Wir spielen für gewöhnlich alles was lauter," hatte da eines der Periscope Mitglieder erklärt. Im Tsunami stimmte das, sie spielten eine Ecke lauter, was dazu führte, daß mir viele Wiedererkennungseffekte fehlten. Es war sicher ein guter Auftritt, mir gefiel die ruhige Art des Wohnzimmerkonzerts allerdings besser. Wobei ich gar nicht bestreiten will, daß meine Laune und Müdigkeit mich auch weniger begeisterungsfähig machten als vor einem Monat in Ehrenfeld. Aber - da bin ich sicher - Periscope werde ich nicht zum letzten Mal gesehen haben!

Someone Still Loves You Boris Yeltsin ging dann ziemlich an mir vorbei. Nicht daß die Band schlecht wäre. Vor anderthalb Jahren hatte ich SSLYBY im Gebäude 9 erlebt
und war begeistert. Wie so oft, habe ich aber auch die Amerikaner danach etwas aus dem Auge und Ohr verloren und mich wenig mit ihrer Musik beschäftigt. Als ich dann nach längerer Zeit kürzlich wieder ihre zweite Platte Pershing gehört habe, fehlte mir ein wenig die große Begeisterung vom Frühling 2007. Keine Frage, SSLYBY machen schönen Indie-Pop. Im Tsunami hat es mich aber nicht vom Hocker gerissen. Auch hier war es sicher eine Kombination aus Müdigkeit, Aufnahme-Überlastung durch drei Bands mitten in der Woche und was auch immer. Aber es war im Ergebnis ein Konzertabend, an den ich mich sicher nicht mehr lange erinnern werde, daran konnten auch SSLYBY nichts ändern - auch ihre Instrumentenwechsel nicht, die mich im Gebäude 9 begeistert hatten.

Links:

- Someone Still Loves You Boris Yeltsin im Gebäude 9 (im Mai 2007)
- Periscope in Köln (September 08)
- die Fotos



Samstag, 6. September 2008

Jonquil, Köln, 05.09.08

3 Kommentare

Konzert: Jonquil (& Periscope)
Ort: Motoki Wohnzimmer, Köln
Datum: 05.09.2008
Zuschauer: etwa 100
Dauer: Jonquil 50 min.


Was für ein wundervoller Abend...

Vernünftig wäre es an diesem Freitag gewesen, zu Hause zu bleiben und früh ins Bett zu gehen, um Samstag beim Arbeiten nicht ununterbrochen zu gähnen. Schließlich gab es am Vorabend Friska Viljor und sehr wenig Schlaf.

Die Neugierde war dann aber stärker als diese Vernunft, die Neugierde auf einen spannend klingenden Konzertort und eine aufregend beschriebene Band. Vom Motoki Wohnzimmer hatte ich irgendwann schon einmal gelesen, von einem Raum, in dem man in gemütlicher Umgebung, auf Sofas sitzend Musik erleben könnte, mangels Gelegenheit hatte ich aber keines dieser Wohnzimmerkonzerte bisher gesehen. Jonquil kannte ich ähnlich vage. Oliver hatte die Band aus Oxford im April in Paris gesehen, nachdem vorher das wie üblich früh und perfekt informierte klienicum über die Engländer geschrieben hatte. Das reichte ganz locker, meine Restvernunft auszuhebeln.

Das Motoki Wohnzimmer ist ein Konzept des Motoki Kollektivs, eines gemeinnützigen Vereins aus Ehrenfeld. Schon von außen sah man, wie toll dieser Ort für Konzerte sein würde. Riesige runde Lampen an den hohen Loftdecken, eine geziegelte Wand, eine kleine erhöhte Bühne, daneben eine Bar und jede Menge Sofas, Sessel und Hocker, die allerdings leider alle schon besetzt oder reserviert waren, als wir ankamen. Der Eintritt hatte fünf Euro gekostet, unglaublich billig für
das, was geboten wurde, enorm teuer im Verhältnis zu den Getränken, denn die kosteten einen Euro!

Weil das Konzert wegen der Ehrenfelder Nachbarn pünktlich um zehn zu Ende sein musste, ging es auch kurz nach acht bereits los. Die Vorgruppe Periscope aus Köln und Bonn hatte für uns quasi einen Vorstellungstermin, obwohl sie das nicht wußte. Auf dem Weg hatten wir uns nämlich darüber unterhalten, daß wir die ansehen wollten, um zu sehen, wann wir am 1. Oktober zu Someone Still Loves You Boris Yeltsin in den Tsunami Club gehen müssen, denn da werden die Periscopes auch Support sein. Allerspätestens beim ersten blingbling eines Glockenspiels hatten sie überzeugt, auch im Tsunami früh zu sein, denn die Musik der vierköpfigen Band war toll! Periscope bestehen aus Schlagzeuger (mit Glockenspiel), Keyboarder, Bassist und Gitarrist, hatten aber auch eine Melodica im Einsatz. Gitarrist und Keyboarder singen die abwechslungsreichen und komplexen Lieder, mal auf Deutsch meist aber auf Englisch.

"Wir spielen für gewöhnlich alles was lauter", entschuldigte eines der Bandmitglieder irgendwann, der Abend sei ein Experiment. Die Lieder sind aber weit mehr als Versuche in meinen Ohren, auch wenn der Gesang schon ab und zu nicht perfekt war. Aber das ist ein Haar in der Suppe. Und die Suppe schmeckte ansonsten ganz prima! Periscope möchte ich auf jeden Fall einmal auf Platte hören, ich denke, daß sich das lohnen wird!

Obwohl die kleine Bühne mit Periscope schon bis in den letzten Winkel ausgenutzt wurde, sollte es da noch deutlich enger werden. Jonquil kamen nämlich zu siebt. Also
sieben Musiker. Instrumente hatten sie aber ausreichend für eine mittelgroße Musikschule dabei. Gesehen habe ich: ein großes Keyboard, mehrere Gitarren, einen sehr schmalen und sehr modernen Kontrabaß (in Karotten- statt Birnen-Form), ein Schlagzeug, zwei Trompeten, ein Horn (denke ich), eine Querflöte, eine Violine, ein zweites Keyboard mit Halterung für eine Melodica und ein Akkordeon. Fabelhaft!

Die Referenzen, die ich im Zusammenhang mit Jonquil gelesen habe, reichen von Beirut über Arcade Fire, Grizzley Bear, Animal Collective zu Kissaway Trail, mit dem
Hinweis darauf, daß Jonquil aber zu eigen sind, um sich damit greifen zu lassen. Das trifft es auch für mich genau. Eines der prägenden Stilelemente (neben dem Instrumentemix, dem häufigen Einsatz von Bläsern...) sind die Chorgesänge, mindestens drei der Musiker hatten regelmäßig an a cappella Gruppen erinnernte Gesangsparts. Also war auch ein wenig Housemartins vertreten. Ein weiteres Element sind Handclaps. Bei einigen der Stücken klatschen die Bandmitglieder in verschiedenen Rhythmen als Begleitung. All das formt ganz wundervolle, feierliche Musik, die zwar (nach Bandaussage) experimentell, allerdings sehr angenehm hörbar ist.

Ein paar der Lieder kannte ich bereits, wie so oft wirkten die live aber noch zig Nummern aufregender. Oft gehört bei der Beurteilung von Musik eben auch dazu, sie live zu erleben, direkt und laut zu
hören, das Horn nicht bloß rauszuhören, es eben auch beim Einsatz zu sehen. Das alles hätte in normalen Kölner Clubs schon Wirkung entfaltet, die besonders schöne und ungewohnte Atmosphäre dieses Wohnzimmers setzte der Musik aber noch eine Krone auf.

Aus den vielen guten Lieder stach eines besonders hervor, Lions, das letzte Stück kurz vor der Zugabe. Sänger Hugo Manuel, der bis da "nur" Keyboard gespielt hatte, schnallte sich dazu ein Akkordeon um diesen wundervollen Walzer zu spielen. Toll, toll, toll!

Leider war nach einer Zugabe Schluß. Die Nachbarn... Ich bin allerdings sehr sicher, daß ich Jonquil nicht zum letzten Mal gesehen habe. Die folkpopige Musik , die manchmal sogar an Seemannslieder erinnert hat, hat mir ausgezeichnet gefallen!

Der Abend in Köln war die erste Station* einer Europatour. Es gibt in den kommenden Wochen reichlich Gelegenheit, sich Jonquil einmal anzusehen, das möchte ich dringend empfehlen!

Setlist Jonquil, Motoki Wohnzimmer, Köln:

01: Intro
02: The weight of lying on your back
03: Parasol
04: Night time story
05: Babe, so now why no?
06: Pencil, paper
07: Whistle low
08: Magdalen Bridge
09: Putting names to faces
10: Lions

11: Sudden sun (Z)

Links:

- Jonquil in Paris im April
- mehr Fotos (eins...)

Tourtermine Jonquil:

06.09.08 Mjam Festival, Evelette, Belgien
07.09.08 dB’s (mit The Black Atlantic), Utrecht, Niederlande
08.09.08 Livingroom Show! (mit The Black Atlantic), 27A Bessemoerstraat, Groningen, Niederlande
09.09.08 Astra-Stube, Hamburg
10.09.08 Kamp, Bielefeld
11.09.08 Schokoladen, Berlin
14.09.08 Sweat Club, Leipzig
17.10.08 Maroquinerie, Paris
18.10.08 Grrnd Zero, Lyon
19.10.08 La Chapelle, Nimes


* Eigentlich hätte am Donnerstag der erste Termin der Tour in Belgien stattfinden sollen. Vorher wurde der Band aber in London der Tourbus aufgebrochen. Es wurde zwar nichts gestohlen, dauerte aber Stunden, bis ein Service den Wagen repariert hat. Also war Köln Auftakt der Tour.



 

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