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Mittwoch, 30. März 2011

Syd Matters, Paris, 29.03.11

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Konzert: Syd Matters

Ort: L'Olympia, Paris (!)
Datum: 29.03.2011
Zuschauer: fast ausverkauft
Konzertdauer: etwa 2 Stunden



Unglaublich bewegende Szenen, die sich während und nach dem sensationellen Konzert von Syd Matters im und vor dem Olympia in Paris abspielten. Sänger und Songwriter Jonathan Morali, der kurz vor Schluß sein Herz öffnet und von den Albträumen erzählt, die ihn in den Wochen vor diesem Auftritt heimgesucht haben. Vor allem von der Wahnvorstellung, daß er und seine Band vor fast leerem Hause spielen würden. Sich dann aber ob des regen Andrangs sichtlich erleichtert herzlich bei seinen Großeltern fürs Kommen bedankt und Richtung Loge zeigt, wo die alten Herrschaften sitzen. Gitarrist Remi Alexandre, der bei der Verabschiedung der Band seine ganze Anspannung herausschreit und über beide Ohren grinst. Pianist und Gitarrist Olivier Marguerit, der sich sehr höflich, ja fast demütig, beim Publikum bedankt und ein wunderbares Glänzen in seinen blauen Augen hat. Die beiden hübschen Backgroundsängerinnen, die ihr schönstes Lächeln zeigen. Drummer Clement und Bassist Yean-Yves, die wie immer mannschaftsdienlich, aber hocheffizient gespielt haben und sich auch bei der Verabschiedung dezent zurückhalten. Stéphan Milochevitch aka Thousand, der nicht nur als zweiter Drummer zum Einsatz kam, sondern auch das feine Artwork der CD und der exklusiven Poster gestaltet hat. Und natürlich nicht zu vergessen das Publikum, das den Helden des Abends minutenlange Ovationen bereitet und mit Schmetterlingen im Bauch den Saal verlässt.

Draußen vor der Tür geht es dann emotional aufgeladen weiter. Alle sind begeistert, alle schwärmen in höchsten Tönen. Sylvain, der selbst in einer Band (Game & Watch) spielt und Syd Matters so einige Male gefilmt hat und sagt, daß Jonathan Morali und seine Jungs die Allerbesten in Frankreich sind. Dorothée von The Rodeo, die neidlos die große Klasse von Syd Matters anerkannt. Laurie, die Duopartnerin von Gitarrist Olivier Marguerit, die gekommen ist, obwohl (bestätigten) Gerüchten zu Folge, die Partnerschaft und das musikalische Projekt mit Olivier (My Girlfriend Is Better Than Yours) beendet ist.

Vor allem aber die Eltern von Olivier Marguerit, die einfach rührend sind. Obwohl ihr Sohn drinnen mit seinen Bandkumpels anstößt und feiert, harren sie noch eine halbe Stunde aus, zeigen sich gegenüber ihren Bekannten keine Spur eingebildet oder überheblich, sondern können selbst kaum fassen, daß ihr Sohn im Olympia, dem prestigeträchtigsten Konzertsaal Frankreichs, gespielt hat. Der Vater scheint das Ganze noch gar nicht so recht glauben zu wollen, schießt immer wieder mit seinem Handy Fotos von der Leuchtreklame. Dort steht auf roten Lettern vor schwarzem Hintergund: Syd Matters. Oben strahlt in weißen Buchstaben: Olympia

Ja, sie haben es wirklich geschafft, sind im Olymp des Pophimmels angekommen. Ganz ohne Medienrummel, Majorlabel, Werbekampagnen, Fernsehauftritte, Powerplay im Radio und ähnliche Dinge. Einfach nur, weil ihre Musik überragend gut ist und für sich selbst spricht. "Hier wollte ich schon als kleiner Junge hin" hatte Jonathan Morali in einer der bewegendsten Szenen sichtlich gerührt zugegeben. Aber sie haben nicht nur hier gespielt, sondern das beste Konzert geboten, das ich hier je sehen durfte. Es war grandios und einfach irreal stark. Auf einen Sportler gemünzt: sie haben nicht nur an den olympischen Spielen teilgenommen, sondern sogar die Goldmedaille gewonnen.

Bevor ich das Konzert zusammenfassen kann, muss ich aber erst einmal eine Nacht drüber schlafen. Zu viele, zu überwältigende Emotionen. Ich bin erst einmal sprachlos. Ich glaube ich habe an jenem 29. März die beste Band der Welt gesehen...

P.S: Super der Kommentar einer Besucherin auf der Facebook Seite von Syd Matters: "Ihr habt mich schlicht und einfach umgehauen! Super Sound, diabolisch gutes Licht und ihr mit zwei Backgroundsängerinnen. Einfach nur eine perfekte Nacht! Wahnsinn dieses Konzert! Danke von ganzem Herzen. I Love Syd Matters."







Sonntag, 21. März 2010

Air, Dublin, 23.02.10

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Konzert: Air (& Cashier No.9)
Ort: Olympia Theatre, Dublin
Datum: 23.02.2010
Zuschauer: nicht ausverkauft, aber gut gefüllt.
Dauer: ca. 70min.


- von Oliver S. aus Dublin -

Mein erstes Konzert in Dublin und dann auch noch eine französische Band. Obwohl … der Ire an sich mag den Franzosen ja schon irgendwie sehr gerne.

Beide Nationalitäten scheint so einiges zu verbinden, angefangen beim Bestreben, die kulturelle Identität zu schützen, bis hin zu den Sprachkenntnissen, zwar sind die Iren hier mit Englisch wesentlich besser dran als die Franzosen, trotzdem beherrschen sie meist nicht mehr als diese Sprache (und die nicht einmal wirklich gut) – warum auch, würde ein Einheimischer sagen.

Ich bewege mich also frühzeitig in Richtung Dame Street zum Olympia. Diesem altehrwürdigen Theater, in dem schon so manche Legende aufspielte, und das weit über Irlands Grenzen hinaus bekannt ist. Am Eingang wird mein Ticket gescannt, dann wandele ich durch einen langen (engen) Flur in den kleinen Innenraum. Zwischendurch drückt mir jemand ein Bändchen in die Hand und meint: Damit kannst du Front of Stage stehen – aha!

Im Gegensatz zu seinem Pariser Pendant ist das Theater in Dublin sehr klein. Interessanterweise liegt die Bühne zur Damestreet hin, so dass die Besucher quasi an selbiger vorbei müssen um auf ‚ihre‘ Seite zu gelangen.

Der Innenraum selbst ist ziemlich klein und durch zwei fest installierte Wellenbrecher in drei Teile getrennt. Nach der Hälfte der zweiten Welle beginnt über einem der Balkon. Links und rechts der Bühne ragen Logen in die Höhe, jeweils zwei unten und zwei oben. Hinten im Erdgeschoss gibt es zwei (!!!) Barbereiche, denn das ist es, was der Ire scheinbar braucht, wenn er weggeht, um sich zu amüsieren (obwohl Alkohol wirklich unglaublich teuer ist in Irland). Das Olympia an sich scheint aber wesentlich besser in Schuss zu sein und mehr Pflege zu erhalten als die Theater, die ich bisher in Paris gesehen habe, muss ich gestehen.

Aber zurück zu Air, dem Grund, wieso ich überhaupt hier bin; denn, wie ich so hier fast alleine im Innenraum stehe, frage ich mich, wieso ich eigentlich da bin. Gekauft habe ich die Karte seinerzeit, weil ich einfach das sagenumwogene Olympia mal sehen wollte und damals einfach nichts berauschendes anderes gelistet war. Die Karte war mit ca. 50 € immens teuer (selbst im an sich immer recht teuren Deutschland hätte man Air für 30 € sehen können) und irgendwie will das Gefühl nicht weichen, dass ich es bereuen werde hier zu sein, irgendwie … .

Die Iren machen sich nicht viel daraus, pünktlich zu sein oder gar einen guten Platz zu haben, das hatte ich schon bei Besuchen im Kino erlebt, wo dann kurz vor Beginn das große Chaos ausbricht, weil doch schließlich ein jeder an der Seite seiner liebsten sitzen möchte und das auch bitte nicht wirklich in den ersten Reihen. Die Einheimischen gehen halt erst einmal in eine der beiden Bars, wenn sie überhaupt schon da sind. So kommt es auch, dass der Support Chashier No.9 aus Belfast vor eigentlich leerem Haus spielt.

Die ersten 2-3 Songs des Fünfers sind zum Umfallen langweilig. Hört sich irgendwie an wie Starsailor oder so - nur ohne jeglichen eigenen Charakter. Der zweite Teil des Sets wird dann besser und auch ein wenig schneller, jedoch verlieren die fünf Jungs in der Besetzung Gesang/Gitarre, Gitarre / Gesang, Bass, Drums & Keys/Gitarre/Flöte/Glockenspiel/Gesang immer wieder in endlosen Jamsession ähnlichen Passagen, die zwar für die Band sicherlich spaßig sind, das geneigte Publikum aber nicht wirklich begeistert.

Dann wird für Air umgebaut, die, das muss man sagen, mit einem erschreckend kleinen Stageset aufwarten. Links Keyboards und Synthies von Jean-Benoît Dunckel, rechts ein kleiner Bass Amp und ein weiterer kleiner Synthie von Nicolas Godin, mittig im Hintergrund ein Schlagzeug. Als Backdrop fungiert ein überdimensionales weißes Tuch, vor dem vier oder fünf Spots stehen (so genau weiß ich das nicht mehr), auf jeden Fall nicht umwerfend viel.

Nun gut, was nicht ist, kann ja noch werden und wer weiß, was die Herren hier heute Abend noch zaubern.

Das Saallicht erlischt gegen 21 h, und das Intro ertönt. Auf dem Backdrop taucht der Schriftzug "Air" auf, und das sieht gut aus, vielversprechend. Dann betritt der dritte Mann im Boot die Bühne, der Schlagzeuger und Percussionist, gefolgt von den Herren Godin und Dunckel. Herr Dunckel ist komplett in weiß gekleidet und sieht ungefähr so aus wie mein Zahnarzt. Mr. Godin trägt ein weißes Hemd und schwarze Hose, was letztendlich aber nichts über die Qualität der Band oder deren Musik bzw. Show aussagt.

Aber, was dann doch so verheißungsvoll beginnt, wird schnell langweilig, denn bis auf andere Farbkombinationen auf dem Backdop tut sich nicht viel auf der Bühne. Immer wenn Herr Dunkel seinen Moog benutzt hat, erscheint sein Techniker und stellt das Gerät neu für den nächsten Song ein. Dabei trägt dieser einen dunkel-lila Anzug und einen dazu passenden Hut. Am frustierendsten empfinde ich, dass bis auf ein paar wenige Nummern die sogenannten Hits der zwei Herren ausbleiben. Einziges wirkliches Highlight im fast ausnahmslos von Songs der aktuellen Air Platte dominierten Mainset ist für mich How does it make you feel?, das allerdings so lahm daherkommt, dass man nur gähnen kann. Nach ca. 45 min. ist dann erst einmal Schluss, und man verabschiedet sich brav von dem Dubliner Publikum mit einem weiteren Hit Kelly watch the Stars - während des Intros läuft das auch im Video verwendete Oldschool Videogame – dann ist Schluss. Man erscheint noch einmal um dem Publikum wenigstens ein bisschen von dem zu geben, weshalb es doch gekommen ist, nämlich das, was es von Air kennt und liebt. Somit endet der Abend dann nach ca. 60 Minuten mit den beiden Songs Sexy Boy und La Famme d’Argent. Ein Abend der kalt und emotionslos war und eigentlich nur als langweilig umschrieben werden kann … und pure Geldverschwendung, aber aus Fehlern lernt man nun einmal. Das war wohl das letzte Konzert, das ich mir von Air ansehen werde.


Setlist Air, Olympia Theatre, Dublin:

01: Intro: Space Maker Percussion

02: Do The Joy
03: So Light Is Her Footfall
04: Love
05: Remember
06: J'ai dormi sous l'eau
07: Venus
08: Missing The Light Of The Day
09: Tropical Disease
10: People In The City
11: Radian
12: Cherry Blossom Girl
13: Be A Bee
14: Highschool Lover
15: How Does It Make You Feel?
16: Talisman
17: Alpha Beta Gaga
18: Kelly Watch The Stars

19: Heaven's Light (Z)
20: Sexy Boy (Z)
21: La Femme d'Argent (Z)

PS: ich habe vergessen zu erwähnen, dass sich die beiden Herren selbstverständlich nicht wirklich viel auf der Bühne bewegt haben, auch keine Anstalten gemacht haben, das Publikum in irgendeiner Weise zu animieren. Das die beiden als Franzosen halt kaum englisch sprechen, nehm ich schon gar nicht mehr wahr …


Fotos folgen!






Mittwoch, 18. April 2007

James, Dublin, 17.04.07

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Konzert: James
Ort: Olympia Theatre
Dublin
Datum: 17.04.2007
Zuschauer: 1200

Irgendwann habe ich einmal eine Liste mit Bands gemacht, die ich unbedingt einmal live sehen moechte. Dummerweise waren die drei ersten Plaetze alle vollkommen unrealistisch: Die Smiths, Lene Lovich und James wuerde ich nie auf der Buehne sehen koennen. Tja... Wenn Modest Mouse jetzt nach Koeln kommen, habe ich immerhin zwei Smiths live gesehen, Lene Lovich lebt noch (und macht auch noch Musik) - und eben habe ich James gesehen...

Kennengelernt habe ich James 1989 durch "Sit Down", wie die meisten anderen vermutlich auch. Nur leider habe ich damals verpasst, die Band auch einmal live zu sehen. Die Musik habe ich immer weiter verfolgt, doch irgendwann gab es James nicht mehr. Vor ein paar Monaten rief dann Oliver an und sagte, er habe im NME gelesen, dass es ein Comeback und eine Tour gebe. Die neue Website hatte ich dann schnell gefunden - und auf ihr den Hinweis, dass alle Konzerte in Grossbritannien bereits ausverkauft seien. Bei englischen Tickethaendler gab es aber noch Karten fuer das erste richtige Konzert nach der Wiedervereinigung, fuer den Warm-Up-Gig im Olympia Theatre in Dublin.

Einlass sollte um 19.30 Uhr sein, da ich aber sehen wollte, ab wann da schon etwas los ist,
war ich gegen 18.45 Uhr vor dem Gebaeude. Und dabei rannte ich fast James-Saenger Tim Booth in die Arme, der sofort von angereisten James-Fans aus Mexiko (!) und Neuseeland (!!) bedraegt wurde. Obwohl sein Manager (oder wer auch immer) furchtbar nervoes war, liess sich Tim nicht stoeren, alle Foto- und Autogrammwuensche (auf die Fahne der Mexikaner und einen sehr weissen Bauch einer Englaenderin z.B.) zu erfuellen.

Kurz danach gingen die Tueren zum Olympia auch schon auf und ich ging zu meinem
Platz im oberen Rang (andere gab es nicht mehr) und war erst einmal baff ob des Ortes. Das Olympia Theatre heisst nicht nur so, es ist auch ein ausgewachsenes Theater mit prunkvoller Stuckdecke, Orchestergraben und mondaenen Logen an beiden Seiten der Buehne. Ich hatte eben nur noch einen Platz auf dem Upper Circle bekommen, konnte da aber in die erste Reihe mittig. Vor der Buehne war so wenig Platz, dass da vielleicht 200 Zuschauer standen (ich kann so etwas aber nicht schaetzen). Die beiden Raenge fuellten sich erst langsam, sodass es bei weitem noch nicht voll war, als die Vorgruppe auftrat.

Und die war nicht - wie in Deutschland an vergleichbarer Stelle - etwas
wie Ghost of Dingsbums oder Panda oder Mariannenplatz sondern der naechste Hype in England, naemlich "The Twang" aus Birmingham, die in Kuerze ihr erstes Album veroeffentlichen. Statt einer eigenen Tour haben sie die Gelegenheit, mit James durch ausverkaufte Hallen zu tingeln, angenommen, auch, weil sie nach eigenem Bekunden James sehr schaetzen ("it's a fucking honour to play on the same stage as James"). Ich war sehr gespannt aber auch vollkommen unbefleckt, was The Twang angeht.

Die Band besteht aus Bassist, Schlagzeuger, Gitarrist und zwei Saengern! Die beiden (Phil
und Martin) liefen waehrend des ganzen Konzerts hin und her ueber die Buehne, sangen auch weiter, wenn gerade kein Mikro in der Naehe war und ergaenzen sich gesanglich ganz prima. Die Musik ist sicher beispielsweise von Oasis beeinflusst, ich glaube aber auch, gewisse Anlehnungen an James ab und an ausgemacht zu haben, falls mir da meine Phantasie keinen Streich gespielt hat. Der Auftritt war leider kurz (25 Minuten) aber sehr unterhaltsam. Phil scheint in jedem Satz als drittes Wort "fucking" zu sagen ("Weil ja fucking unser Album noch nicht erschienen ist, sind alle Songs neu"). Der Auftritt hat mich sehr neugierig gemacht auf fucking das Album!

The Twang gingen dann in eine der seitlichen Logen, waehrend die Roadies die Spuren ihres Konzerts entfernten (das dauerte zehn Minuten laenger als der Auftritt selbst). Mittlerweile waren auch die oberen Raenge fast restlos gefuellt, vor allem mit Leuten, die James eben damals schon mochten, die also mittlerweile auch schon etwas aelter waren.

Um fuenf nach neun kamen dann erst die beiden Gitarristen, der Bassist, Schlagzeuger
und Keyboarder auf die Theaterbuehne und nach ein paar Takten auch Saenger Tim Booth. Auftakt war "Seven", nicht besonders spektakulaer, nach dem letzten Takt aber gefeiert, wie ich es noch nie erlebt habe. Es gab lange anhaltende stehende Ovationen, es war ein ganz besonderer Moment. Ohne zu pathetisch klingen zu wollen, merkte man den Leuten an, wie sehr wohl alle diesem Konzert entgegengefiebert haben. Tim beschrieb das mit "It's fucking good to be here!"

Als drittes Lied kam etwas Neues, "Who are you?", das auf der in Kuerze erscheinenden Single-Collection sein wird. Einpraegsam bei James ist ja vor allem Tims Stimme, die
einen hohen Wiedererkennungseffekt hat. Aber auch die Musik ist ganz besonders und immer noch vollkommen modern, auch wenn einige der Hits bereits 20 Jahre alt sind. In der Musikpresse wird viel von New Rave geschrieben, von Hoffnungstraegern wie den Klaxons. Die Mutter des New Rave (naja, den Vater) habe ich heute gesehen.

Von den beiden kleinen Vorab- (und teilweise Geheim-) Konzerten kursieren in Foren die Setlisten. Auf denen fehlte zum Beispiel "Sit down". Als
dann eine Reihe neuer und weniger bekannter Lieder kam, ahnte Tim offenbar etwas von Panik im Publikum: "We're testing you. You're nervous if we play all your favorite songs... Don't worry!", um dann danach mit "Come home", "Ring the bells" und "Sit down" das regulaere Set zu beenden. Alle drei sind in einer Lautstaerke mitgebruellt worden (noch durch den engen hohen Theater-Bau verstaerkt), wie ich es noch nicht erlebt habe. "Sit down" schnitt selbst einer der Twangs mit seinem Handy mit! Besonders spektakulaer war aber der Beginn von "Sit down". Ganz sicher kannte jeder im Publikum die ersten Takte in- und auswendig. Trotzdem war es so ruhig wie nie sonst an diesem Abend, bis Tims Stimme einsetzte. Das war sehr feierlich.

Leider war das Konzert dann nach vier Zugaben und knapp zwei Stunden beendet. Vor dem Abschluss "She's a star" wollten James zwar noch einmal die Buehne verlassen, sie kuendigten aber an, dass jetzt die zweite Zugabe ohne Pause folge. "She's a star" war noch einmal die Gelegenheit herrlich mitzugroehlen, was auch in der Twang-Box jeder tat.

James sind zurueck. Das ist fuer mich die beste Nachricht des Jahres.

Setlist James:

01: Seven
02: Destiny
03: Who are you?
04: 5-0
05: Play dead
06: Getting away with it
07: Say something
08: Heavens
09: Chain mail
10: Riders
11: Honest Joe
12: Upside
13: Come home
14: Ring the bells
15: Sit down

16: Gold mother (Z)
17: Laid (Z)
18: Sometimes (Z)

19: She's a star (Z)

Bis jetzt gibt es keine James-Termine fuer Deutschland. Die Tour durch Grossbritannien ist seit Verkaufsstart restlos ausverkauft.

Fotos folgen in Kuerze (Umlaute auch!)


 

Konzerttagebuch © 2010

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