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Freitag, 25. September 2015

We used to be tourists, Köln, 24.09.15

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Record release show We used to be tourists
  Support Fallinn Wolff
Ort: Die Wohngemeinschaft in Köln
Datum: 24. September 2015
Dauer: 40 min + 60 min
Zuschauer:  etwa 60


Die Vorgeschichte zu diesem Abend war ein harmonischer Vielklang. Eigentlich hatte ich mir ja nach unserem wunderbaren Erlebnis mit Fallinn Wolff vorgenommen, das Melodica Festival in Wien (am 26.9.2015) zum Anlass einer Reise in die schöne Stadt an der Donau zu machen. Der Plan löste sich aber leider in Luft auf. Aber statt ganz traurig sein zu müssen, lief mir gerade noch rechtzeitig die Releaseshow von We used to be tourists in Köln vor mein Fernrohr. Dort würden Fallinn Wolff den Support übernehmen. Und in der Wohngemeinschaft wollte ich schon längst mal ein Konzert erleben. Und die Ex-Touristen fand ich nicht erst seit dem Konzert mit Isa Ende August spannend. Und nach Köln geht es einfacher als nach Wien. Gesagt getan.


Der Aufenthalt in Köln begann mit etwas Zeit im Café der Wohngemeinschaft und einem netten Treffen. Und ich habe schon sehr viel schlechter auf Konzertbeginne gewartet... Danach war es wirklich ein bisschen wie beim Treffen einer netten Familie. Das Theater war gefüllt, die Stimmung schon toll bevor der erste Ton erklang und Linn Meisner und Beate Wolff taten das, was sie einfach wunderbar können: Ihre Fellmützen aufsetzen und anschließend das Publikum um den kleinen Finger wickeln. Auch wenn sie gleich zu Anfang ihre eigene Regel verletzten, keine Frage ans Publikum zu stellen... Nach dem dritten Stück strömten noch einmal viele Leute herein. Der heimliche Höhepunkt in dem hervorragenden Set war The witch und eigentlich fehlte zum großen Glück nur noch Jeg ser.



Setlist:
01: This is the thing (Fink cover) 
02: One day
03: If you please
04: Train man
05: The witch
06: No flying

07: Let go (Z)


Als das "eigentliche" Konzert begann, waren wir alle schon irgendwie du auf du. Und die Zeit bis zur Sperrstunde um 22 Uhr verging wie im Flug. Benedikt Schmitz, Isabell Meiner und Konstantin Kreiner sangen sich in schönster Harmonie die Seelen aus dem Leib. Animierten uns zum Mitsingen und wechselten die Zupfinstrumente von Hand zu Hand. Das Kneipenpiano durfte mitmachen, der Fuß mitwippen und es wurde viel gelacht. Schließlich sangen wir liebestrunken, hingebungsvoll, zweistimmig und eine gefühlte Ewigkeit eieieieieieieieiei. Und nach Zugabenteil war es auf einmal schon vorbei. 

Zum Glück war es ja der Auftakt der Tour und die CD kann man ja auch zu Haus immer und immer wieder hören und dabei an den schönen Abend zurückdenken! Und die Bilder erzählen auch ihre Geschichte.


Setlist:
01:  
02: Vultures
03: Walking on Eggshells
04: I am the onion
05: Reason
06:
07:

08: ?? (Z) 


Alle Bilder des Abends:
 

Aus unserem Archiv:
Fallinn Wolff, Karlsruhe, 22.07.15
Safetyville, Adorf, 29.08.15


Mittwoch, 12. August 2015

Fallinn Wolff, Karlsruhe, 22.07.2015

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Konzert  mit Fallinn Wolff
Datum: 22. Juli 2015
Dauer: 90 min
Zuschauer: 15


Als ich aufwuchs, kochten und buken wir mit Stadtgas. Da schwankte der Druck im Leitungssystem - manchmal so sehr, dass der Herd unterm backen unbemerkt ausging oder eben auch nur so, dass die Backzeit spontan verlängert werden musste. Weshalb sich meine Mutter den Stoßseufzer angewöhnt hatte: Nun helf der liebe Gott... Er begleitete jeden ihrer Kuchen in den Ofen.


Bei Wohnzimmerkonzerten gibt es auch so ein paar Sachen, die im Vorfeld von mir wie in einem Rezept abgearbeitet werden. Ich mag die Musik, ich nehme mir Zeit, ich denke, die Künstler und Künstlerinnen werden sich bei uns wohlfühlen können, ich spreche so weit es geht vorher ab, was sie erwartet und was ich erwarte. Ich versuche etwas leckeres auf den Tisch zu stellen und sie herzlich willkommen zu heißen. Aber dann kommt eben doch dieses eher magische und schwer zu beeinflussende Nunhelfderliebegott-Ding - der Druck ist da oder auch nicht. Freilich habe ich es tatsächlich *dreimal auf Holz klopfen* noch nie erlebt, dass uns ein Konzert nicht gut gelungen ist. Es gibt nur die Varianten gut, sehr gut und ausgezeichnet. 


Aber mit Fallinn Wolff, da war irgendwie wohl doch noch so eine magische Zutat dabei, die für uns alle zu einem überirdisch guten Konzert geführt hat, zu einem Himmelarschundzwirn-Erlebnis. Sicher, die Musik tat ihren Teil. Sie hatte mich ja schon beim ersten Hören so verzaubert. Diese ganz eigene Mischung von naiv und wissend, dieses tänzelnde und melancholische, diese Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit hinter dem was als Wirklichkeit erscheint. 



Dann waren diese zwei Frauen: "die klavierspielende Sängerin und Songschreiberin Linn Meissner und die Cellistin Beate Wolff" zwischen denen die Funken einfach nur so stoben, aber so, als wäre das ihre natürliche Daseinsform und sie täten nichts dazu. Alles flutschte so raus und war ganz dem Moment entsprungen (und sicher auch der inzwischen nicht unerheblichen Zeit des miteinander tuns). Der Schalk im Nacken, der blanke Übermut.


Aber uns alle hatten sie ja an diesem Tag zum ersten Mal getroffen und schon funkte es auch zu uns und der Moment leuchtete und die Münder lächelten und wir mussten uns ab und an auf die Schenkel klopfen vor lachen. Eindeutig Hexenwerk oder ein guter Geist - ganz nach Temperament und Neigung... Und nun habe ich Entzugserscheinungen. Bald, ganz bald muss ich Fallinn Wolff wieder sehen und wer sie sich nicht jetzt ganz fix in sein Programm holt, ist einfach selbst schuld vielleicht das schönste Konzert seines Lebens zu verpassen. Und nein. Ich bin nicht pathetisch. Und über passende Weihnachtsgeschenke brauche ich auch nicht mehr zu rätseln...





 

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