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Freitag, 27. September 2013

Laura Marling, Paris 22.09.13

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Konzert: Laura Marling (und Peggy Sue)
Ort: Le Café de la Danse
Datum: 22.09.2013
Zuschauer: ausverkauft (etwa 450)
Konzertdauer: eine Stunde



Was habe ich von der jungen Laura Marling geschwärmt! Kein Superlativ schien mir zu übertrieben, keine Lobhudelung zu euphorisch, keine rosige Karriereprognose zu vorschnell. Fast sechs Jahre liegt die erste zungenschnalzende Erwähnung im Konzerttagebuch zurück. Wir waren wie immer sehr früh am Ball, damals als ich Ende 2007 zum ersten Mal über Laura schrieb war die Britin noch nicht einmal volljährig!


In der Zwischenzeit sind vier hochgelobte und jeweils für den Mercury Prize nomierte Alben erschienen, hat Marling sowohl bei den Brit- als auch den NME Awards Preise gewonnen, vor allem in England (aber auch anderswo) unzählige Konzerte ausverkauft und mit Noah "and The Whales" Fink und Marcus Mumford (der von den Sons) zwei prominente Lover aus der Musikszene verschlissen und mit gebrochenem Herzen zurückgelasssen. Live gesehen habe ich sie seitdem (dieses Konzert eingerechnet) 9 mal. Das letzte Konzert von und mit Laura liegt allerdings auch schon fast zwei Jahre zurück. Meine feurige Begeisterung war am Ende auch etwas abgekühlt, wenn natürlich nicht ganz erloschen. Ich hatte lediglich damit anzufangen, die Sängerin realistischer und kritischer zu beäugen, zumal ihr Minderjährigenbonus ja auch weggefallen war. Es galt Vorschußloorbeeren zu rechtfertigen und das ist bekanntlich nicht so leicht. Was sich im Laufe der Jahre auch immer mal wieder veränderte (neben der Haarfarbe, die war mal kurzzeitig braun), war die musikalische Begleitung. Trat sie zu Beginn immer im Duo mit Marcus Mumford auf, kam dann auch mal eine Cellistin mit hinzu und beim Haldern Pop Festival 2010 erlebten wir Marling mit einer ausgewachsenen Band mit mindestens fünf Musikern auf der Bühne.

Wahrscheinlich ist ihr das dann zu viel geworden, heuer trat sie nämlich ganz alleine und nur mit ihrer Akustikgitarre bewaffnet auf. Back to the basics also? Besinnung auf das Wesentliche, sprich die Stimme und das Fingerpicking? Ein erwachsen gewordenes Mädel auf Solopfaden, autark und eigenständig? Nun, über die Gründe und Deutungen ihres Alleingangs mag man spekulieren, sicher ist aber, daß das neue Album ihr persönlichstes geworden ist und sie das dann auch ganz allein umsetzen will. Karg ist es geworden, nur spartanisch instrumentiert, Folk für Puristen, mit einem Anfang, in dem vier Lieder quasi übergangslos hintereinander folgen und wie ein einziges sehr langes (langatmiges?) Lied wirken (siehe Video).




Die ununterbrochene Abfolge dieser vier Songs brachte sie auch heuer in Paris gleich zu Beginn und stellte die Leute im unerträglich heißen Café de la danse auf eine Geduldsprobe. Schwitzend und nach Luft schnappend standen wir da, dicht an dicht, damit es uns noch heißer wird. Meine Schulter schmerzte, ich hatte tierischen Durst und vorne schrammelte ein inzwischens 23 Jahre altes Mädel auf ihren Saiten rum und berichtete textlich altklug von ihren Erfahrungen von Männern und Partnerschaften. Ich sah ein (sehr hübsches) Mädchen im Publikum, wie so viele andere auch Britin, die jede Zeile leise mitsang, sich die Hand auf den Brustkorb legte und guckte, als würde ihr Laura aus dem Herzen sprechen bzw. singen. Mich ließ das Ganze allerdings trotz der Hitze seltsam kalt. Ehrlicherwiese muss ich gestehen, daß ich große Lust gehabt hätte, nach oben zu gehen, ein kühles Bier zu zischen und mit dem netten Barmann zu plaudern. Aber ich ermahnte mich selbst, mich zu konzentrieren, schwitzte also tapfer weiter, massierte mir meine vor Schmerzen pochende Schulter und versuchte die Euphorie der frühen Tage in mir aufzuwecken. Das gelang mir nur mäßig, denn die ersten 5 Lieder, allesamt vom neuen Album Once I Was An Eagle bewegten mich nur wenig. Ich hielt sie für recht prätentiös und zu gekünstelt. So etwas wie einen Refrain gab es nicht, eine erkennbare Melodie auch nicht, stattdessen dominierte ausuferndes Storytelling im Stile eines Bob Dylan oder Bill Callahan und eine Stimme, die vor allem bei dem Blues Song Master Hunter bluesig- soulige Züge angenommen hatte. Nicht wirklich mein Wetter, trotz einer wirklich beindruckenden und intensiven Gitarrenarbeit, die das unbestreitbar enorme Talent der Engländerin unter Beweis stellte. Erst als nach etwa 25 Minuten Spielzeit das luftigere und unbeschwertere Alas I Cannot Swim vom ersten gleichnamigen Album erklang, wurde die Schwere und Trockenheit des Vortrages zum ersten Mal ein wenig gemildert, konnte man sich an einer Melodie erfreuen und der prompte Applaus beim Ertönen dieses Klassikers bewies, daß ich nicht der Einzige war, der auch frühes Material hören wollte. Mit dem beschwingten Ghosts wurde dann gleich noch einer der markanten Song des Erstlings hinterhergeschickt und war ich besser in das Konzert reingekommen. Marling erzählte, daß sie 17 war, als sie diese beiden Lieder geschrieben hatte und sich auch heute wie 17 fühle, wenn sie sie vorträgt. Damals sei sie sich unglaublich cool vorgekommen, als sie bei ihrem ersten Konzert in Paris in der Fleche d'or durch Paris gestapft ist und auch die Pariser so wahnsinnig lässig fand. Allerdings nur so lange, bis sie kurz später zum ersten Mal in Stockholm war, den dort seien die Leute "seriously cool." Sprachs und merkte etwas später, daß man diesen Vergleich als wenig schmeichelhaft für Paris auslegen könnte und schickte deshalb fast entschuldigend hinterher: "I didn't wantd to be rude, you still got it Paris!"



Von Paris und Frankreich ging sie thematisch dann über zu London und England. Sie wohne ja jetzt in LA da fehle ihr England eben manchmal und in diesen Momenten habe sie dann auch ein wenig Heimweh. Es folgte konsequenterweise Goodbye England (ein feiner Song) und ein Cover von Jackson C. Frank, in dem die Songzeile "Catch A Boat To England" vorkam. Das Konzert gefiel mir jetzt trotz der anhaltenden Brutalohitze immer besser und erreichte mit Songs ihres zweiten Albums I Speak Because I Can seine Höhepunkte. Die wundervolle Ballade What He Wrote (Hera) ließ mich zum erste  Male ergriffen werden, das nachfolgende Hope In The Air war schon früher immer einer meiner Lieblinge und beim Rambling Man klang ihre Stimme so lieblich und hübsch wie in keiner anderen Phase der heutigen Show.


Mit einem Townes Van Zandt Cover (welches das Publikum nach Lauras Nachfrage einem Allmann Brothers Cover vorgezogen hatte) hielte sie meine innere Spannung, ließ diese dann aber mit Sophia und dem abschließenden Where Can I Go wieder absacken. Letzter Song stammte erneut von dem neuen Album mit dessen trockener Kargheit ich so meine liebe Mühe und Not habe. Inhaltlich geht es da immer wieder um Liebe, das Beziehungschaos, Trennungen etc., Themen die jeden betreffen, bei denen Laura mit ihren 23 Jahren aber immer alles besser zu wissen scheint. Diese-gewiss entschuldbare- Naseweißheit nervt dann neben der trockenen Instrumentierung auch ein bißchen, aber das heutige Konzert konnte vor allem durch Perlen des ersten und zweiten Albums und die beiden gelungenen Cover gerettet werden.


Paris sei wieder gut zu ihr gewesen sagte Laura Marling zum Abschied und sie habe es wie immer genossen, meinte gar, daß wir uns sehr glücklich schätzen sollten, hier zu wohnen. Fraglich ob in diesem Satz ein gewisser Zynismus steckte, denn aus den USA hat sie sich vom Veganer-Trip anstecken lassen und während des Konzertes angemerkt, daß es ihr in der Stadt der Liebe schwer gefallen sei, etwas für sie Essbares zu finden. "But I would live here, even if i would starve. I'm willing to make this sacrifice for Paris." beteuerte sie ironisch. Na dann!...

Setlist Laura Marling:

01: Medley, Lieder 1-4 des aktuellen Albums
05: Master Hunter
06: Bleed Me Dry
07: Alas I Cannot Swim
08: Ghosts 
09: Goodbye England (Covered in Snow)
10: Blues Run The Game (Jackson C. Frank Cover)
11: What He Wrote (Hera)
12: Hope In The Air
13: Rambling Man
14: For The Sake Of The Song (Townes Van Zandt Cover)
15: Sophia
16: Where Can I Go? 



Vor Laura Marling war noch eine britische Band an den Start gegangen, über die wir hier auch schon Gutes gesagt haben: Peggy Sue aus Brighton. Eigentlich ein rein weibliches Duo, bestehend aus den sich abwechselnden Sängerinnen und Gitarristinen Rosa Rex und Katy Klaw, aber live mit einem Drummer und einem Bassisten unterwegs. Zu viert machten die oft als Folkgruppe eingestufte Formierung ordentlich Druck und klang meistens eher nach leicht bluesig angehauchtem Rock als nach Folk. Aber Peggy Sue sind stilistisch nicht leicht einzuschätzen, haben erfreulicherwiese keine Einflüsse, die man schon nach ein paar Sekunden raushören könnte. Die Stimmen der Sängerinnen sind super, die Gitarrenparts auch und so verbrachte ich gute 30- 40 Minuten mit den Brightonern. Die Songs kannte ich allerdings in der Mehrzahl nicht. Außer dem bereist geläufigen Cover Hit The Road Jack stammten sie fast alle von einem neuen Album, daß Anfang 2014 erscheinen soll. Darauf darf man sich sicherlich freuen.

Setlist Peggy Sue

01: And Always
02: Watchmen
03: Funeral Beat
04: Hit Te Road Jack (Percy Mayfield)
05: How Heavy
06: Longest Day
07: AlwaysGoing
08: Two Suits
09: Idle




Montag, 6. Februar 2012

Wild Flag & Peggy Sue, Paris, 04.02.12

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Konzert: Wild Flag & Peggy Sue (und andere), Inrocks Indie Club
Ort: La Flèche d'or, Paris
Datum: 04.02.2012

Zuschauer: viele, etwa 400



Im Nordwesten der USA leben die krassen, die wilden Weibsbilder. Das absolute Kontrastprogramm zu Kalifornien und den intergralgebräunten blondierten Tussies mit den aufgeklebten Fingernägeln. In Olympia, Washington, oder in Portland, Oregan geben sich die Frauen natürlich, sind kaum geschminkt, oft tätowiert und haben teilweise Haare unter den Achseln (echt jetzt, kein Witz). Hier oben an der Grenze zu Kanada ist das Klima rauer als im sonnigen Los Angeles, es regnet oft, Kurt Cobain ist hier (in Aberdeen, einer grauen Küstenstadt) groß und depressiv geworden, die rebellische Riott grrrl Bewegung nahm hier ihren Ursprung und zahlreiche kultige Top-Label (K-Records, Kill Rockstars, Hush, Sub Pop) sind ortsansässig.

Die vier wilden Weibsbilder von White Flag veröffentlichen zwar auf Merge Records aus North Carolina, kommen aber aus dem Nordwesten der USA und können der Riot grrrl- Bewegung zugerechnet werden, obwohl man ja heute diesen Begriff nur noch als Referenz verwendet. Sie bilden eine sogenannte Supergroup, wenngleich mir persönlich nur Sleater-Kinney und somit Carrie Brownstein und Janet Weiss ein Begriff waren. Wer kennt schon Helium, die Band von Mary Timony? Wer The Minders, die Gruppe der Orglerin Rebecca Cole? Ich nicht.

Egal, nun kenne ich zumindest alle Gesichter und weiß auch wie die Mädels musikalisch so drauf sind. Gut nämlich! Zwar war das wohl kein Top Ten Konzert des Jahres und der Sound der präsentiert wurde, war auch alles ander als neu und innovativ, aber die vier Spätdreißigerinnen (erstaunlich, meine Frau ist so alt wie Carrie Brownstein sieht aber 10 Jahre jünger aus) gingen mit so viel Spielfreude und Enthousiasmus zur Sache, daß man überhaupt nicht meckern konnte. Man merkte ihnen an, daß sie sich gut untereinander verstehen, daß sie richtig Bock haben zu touren und die Titel ihres Albums zu spielen und daß sie dankbar für jede Unterstützung waren. Wieselflink und leichtfüßig huschten sie über die Bühne und feuerten die Titel ihres Debüts ab. Durch ihre Einsatzfeude kaschierten sie auch, daß sie keinen ordentlichen Soundcheck absolviert hatten und dadurch auch nicht perfekt eingestimmt waren. Aber die Songs waren mitunter sehr catchy, mit dem besonderen Reiz des Kontrastes zwischen süßlichen Stimmen und rotzigen Gitarren.

Sehr cool fand ich im ersten Drittel die sehr ramoneslastige Punknummer Winter Pair, die wahnsinnig rasant und herrlich agressiv rüberkam und ordentlich Staub aufwirbelte. Carrie und Mary lieferten sich hierbei fetzige und hochunterhaltsame Gitarrenduelle. Später dann gefiel auch Nothing mit einem 60ies poppigen Mittelteil.

Besondere Erwähnung muss die Orglerin Rebecca Cole finden, die mit ihrem Geklimper eine schöne Abwechslung in den schroffen Sound brachte und der Sache eine Seventies-Note verlieh. Stark auch die Drummerin Janet Weiss, die mich nicht nur mit ihren Trommelkünsten verblüffte, sondern auch meiner Mutter ziemlich ähnlich sah (Mama, seit wann spielst du in einer Girlgroup?).



Aber am energischsten und auffälligsten waren natürlich die beiden Frontladies. Mary Timony und Carrie Brownstein teilten sich den Gesangespart und den Mittelteil der Bühne und hatten alle Rockstargesten (die Signifikanteste? Das Gitarrehochreißen) drauf, brachten das aber immer mit einem gewissen Augenzwinkern und somit sehr sympathisch rüber.

Fulminant der Schlußteil, in dem der durchaus radiotaugliche Hit Romance und zwei absolut gelungene Zugaben der Punklegenden Televison und Ramones (bzw. Bobby Freeman im Original) geschmettert wurden. Da wurde man noch einmal drauf gestoßen, aus welcher Zeit neben den 90ern Wild Flag ihre Hauptinspiration gezogen haben, klar aus der Hochzeit des Punk Ende der 1970 er Jahre! Hey ho, let's go!

Bericht Peggy Sue etwas später.

Setlist Wild Flag, La Flèche d'or, Paris

01: Black Tiles
02: Future Crimes
03: Electric Band
04: Winter Pair
05: Something Came Over Me
06: neu
07: Glass Tambourine
08: Boom
09: Nothing
10: Short Version
11: neu
12: Racehorse
13: Romance

14: See No Evil (Televison)
15: Do You Wanna Dance (Bobby Freeman/Ramones)



Dienstag, 22. November 2011

Givers & Peggy Sue, Köln, 21.11.11

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Konzert: Givers (& Peggy Sue)
Ort: Blue Shell
Datum: 21.11.2011
Zuschauer: rund 35
Dauer: Givers genau 60 min, Peggy Sue 27 min


Solche Konzertabend sind doch wirklich die schönsten. Ich war beim Durchklicken beim heutigen Programm des Blue Shell bei einer Band namens Givers hängengeblieben, hatte ein halbes Lied bei myspace (daß es das noch gibt, verrückt!) gehört und beschlossen, hinzugehen. Spielte ich Computerspiele, hätte ich das halbe Lied vielleicht schon aus Fifa 12 gekannt, mache ich aber nicht, also kannte ich es nicht. Soweit also meine Vorbereitung.

Im Blue Shell war es leer und für eine Vorgruppe angerichtet. 2011 waren Supportbands meist unnötige Zeitfresser, daher hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Nach ein paar Minuten war die Skepsis weg, und Peggy Sue hatten mich fest im Griff. Die Band besteht aus zwei Sängerinnen (Rosa Rex und Katy Klaw) und einem Schlagzeuger (Olly Joyce). Der Gesang der beiden Frauen und die wechselnden, aufregenden Melodien erinnerten mich an Warpaint; keine der schlechteren Assoziationen also.

Ganz grandios waren die letzten beiden Lieder des kurzen Auftritts. Insbesondere Watchman, das vorletzte Stück war herrlich! Rosa Rex, die lockige Sängerin, drosch dabei auf eine Trommel ein, im Takt mit Olly im Hintergrund - es war eine wahre Pracht!

Peggy Sue existieren seit einigen Jahren (anfangs noch als Peggy Sue and the Pirates), haben allerdings noch nie in Köln gespielt. Ich habe also bisher keinen Auftritt verpasst und habe auch nicht vor, das zukünftig zu tun, dafür war das britische Trio zu aufregend und gut! Nicht, daß ich mich jemals fragte, wofür ich nachts in lauten Clubs rumhänge und mir Bands ansehe, die keiner meiner nicht-Musik-Freunde kennt. Wenn eine solche Sinnkrise kommt, erinnere ich mich hoffentlich an den Peggy Sue Abend, das wird helfen!

Setlist Peggy Sue, Blue Shell, Köln:

01: This constant night
02: There always was
03: Song & dance
04: Funeral beat
05: Ruthie
06: How heavy the quiet...
07: Watchman
08: Salt water*

Hauptgruppe nach diesem perfekten Auftakt waren Givers aus Louisiana. Mit dem Südosten der USA verbinde ich schwüles Klima, karibisches Essen, Jazz und Blues (und Vampire - aber das ist ein anderes Thema). Jazz und Blues fand sich in der Musik der fünfköpfigen Band nicht, karibische Einflüsse aber sehr wohl. Mit karibisch-afrikanischen Ethnoelementen kann ich nicht viel anfangen. Außer beim Ska laufe ich ganz schnell weg, wenn Bob Marley oder Paul Simon zitiert werden. Auch mit dem (Ostküsten-) Afrobeat von Vampire Weekend** konnte ich mich nie richtig anfreunden. Obwohl Givers immer mal wieder an den Hype von vor ein paar Jahren erinnerten, störte mich das an ihrer Musik allerdings gar nicht. Vielleicht lag das daran, daß ihnen das Streberhafte von Vampire Weekend fehlte. Oder daß die Band wie eine ADS Selbsthilfegruppe wirkte - also auch ein wenig an Los Campesinos! erinnerte.

Am besten wurde es immer dann, wenn Keyboarderin Tiffany auch trommelte. Dann war es laut, wild und besonders verrückt. Aber auch der Rest taugte sehr viel und machte Lust darauf, auch Givers bald noch einmal zu sehen, durchaus möglich, daß das dann in einem größeren Club sein wird!


* danke an Katy!
** und wieder Vampire

[ein ausführlicher Konzertbericht ist einem abgestürzten PC zum Opfer gefallen; plötzlich war alles blau und der Text weg]




 

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