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Sonntag, 9. April 2017

Mäkkelä & Nightbird, Karlsruhe, 05.04.17

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Konzert mit Nightbird & Mäkkelä in der Karlsruher Waldstadt
Datum: 5. April 2017
Dauer: 110 min
Zuschauer: 14


Es ist immer eine Freude für mich, wenn Künstlerinnen gerne wieder zu uns kommen. Noch schöner ist es, wenn auch meine Stammgäste über der Ankündigung leuchtende Augen bekommen. So geschehen bei der Nachricht, dass Mäkkelä uns im April 2017 wieder die Ehre geben wird - immer noch mit dem Album Last of a dying breed im Gepäck aber diesmal in Begleitung der finnischen Songwriterin Nightbird.


Auf der letzten Tour durch Finnland hatten sich die beiden zufällig gefunden und waren voneinander so begeistert, dass sie sofort ein Lied über ihr Treffen schrieben: Harbour town. Ich finde es ja prinzipiell meistens spannender, wenn Frauen singen und fand deshalb die Begleitung in Ordnung. Im Konzert kam aber der Moment, wo sie zum ersten Mal sang und ich sofort verstand, was es gewesen war, was den Martti da so umgehauen hatte. Was für eine Stimme! Total geerdet und aus dem tiefsten Grund schöpfend. Das hatte ich der äußeren Hülle nicht angesehen oder vermutet....
 


Die Gitarrenbegleitung hatte auch wenig liebliches und hübsches, sondern war ähnlich rau und ein wenig wild. Eine echte Entdeckung, die unser finnischstämmiger Freund da freundlicherweise mit uns geteilt hat!
 


Besonders gefielen uns allen denn auch die drei gemeinsam gesungenen Liedern, in denen sich die Stimmen so interessant mischten und rieben neben den vertrauten Liedern und Geschichten, die Mäkkelä in seiner einzigartigen Intensität für uns dabei hatte und präsentierte. Die leuchtenden Augen im Vorfeld waren mehr als berechtigt gewesen!
 


Aus unserem Archiv:
Mäkkelä, Karlsruhe, 19.10.15
Mäkkelä, Karlsruhe, 23.10.13 


Samstag, 31. Oktober 2015

Mäkkelä, Karlsruhe, 19.10.15

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Wohnzimmerkonzert mit Mäkkelä
Datum: 19. Oktober 2015
Dauer: 75 min
Zuschauer: 6


Einen langen Moment war ich versucht, mich ganz der Worte zu enthalten, nachdem das mir zufällig unterlaufene gif eigentlich wunderbar für einen besonderen Abend mit dem Vollblutmusiker Mäkkelä sprach... Vielleicht sogar besser als Worte?!

Aber alles konnte das Bild dann doch nicht direkt genug berichten. Z.B. dass uns Isi am Kontrabass fehlte, die kurzfristig das Krankenhaus der Tour mit Mäkkelä vorzuziehen gezwungen war. Und auch nicht den Fakt, dass - obwohl ich nach dem letzten Konzert vor zwei Jahren absolut überwältigt war von Mäkkelä im Konzert - erst das aktuelle Album Last of a dying breed total bei mir gezündet hat. Es ist ein Album, das ins Radio gehört und rauf und runter gespielt bis die Leute auf der Straße die Melodien vor sich hinpfeifen! 


Seit ich die Scheibe nach dem Konzert in den Händen hielt, läuft sie zumindest hier in meinem Wohnzimmer immer abwechselnd mit der von Oh lonesome me und wärmt mir mein herbstmüdes Herz. Und das, wo doch die Lieder von Mäkkelä eigentlich den Fokus eher auf Missgeschicke und "das-Leben-das-Arschloch" richten. 


Ein Konzert wütend mit I never liked this town zu beginnen, ist wohl auch eher eine starke Nummer... Aber letztlich war das nur eines der vielen Erlebnissen, die er sich als Lieder anverwandelt hat. Der Highway song brachte schließlich sogar den Wechsel zur Irish Bouzouki mit ihrem ganz eigenen und warmen Sound  und zog mit meinem Herz sehnsüchtig in die Ferne. Die uns im Konzert erzählte Geschichte zum Lied über Air Catalan hatte es in sich und lässt mich noch heute jedes Mal schmunzeln, wenn ich das Lied wieder höre... Das Lied tänzelt so herrlich verführerisch durch Ohr und doch hätte es ja ganz schön schief gehen können mit der G'schicht.



Endlich kam dann in der Zugabe bei Lonesome town das von mir schon fast für diesmal abgeschriebene Omnichord zum Einsatz - wie schön! Ein Moment, der sich wie ein heilender Ritus anfühlte.

Ich glaube, man sollte Kirsty McGee mal mit Martti auf Konzertreise durch Deutschland oder ganz Europa schicken. Es ist nicht nur der jeweilige sprachliche Bezug auf Hobos in ihren Bandprojekten, mir scheint, sie sind Seelenverwandte in mehr als einer Weise.

Setlist:
01: I never liked this town
02: Saints
03: Reason
04: Evelyn says
05: Julia's Badge
06: Highway song
07: Tramontana
08: Not where I belong
09: Good Friday
10: Air Catalan
11: Kahden Viicon Mies
12: Godsted
13: Crisis

14: Lonesome town (Z)
15: Light enough to travel (Z)

Aus unserem Archiv:
Mäkkelä, Karlsruhe, 23.10.13




Samstag, 26. Oktober 2013

Mäkkelä feat. Isi, Karlsruhe, 23.10.13

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Konzert mit Mäkkelä und Isi
Datum: 23. Oktober 2013
Dauer: 85 min
Zuschauer: 8


Unsere Wege hätten sich normalerweise nicht gekreuzt. Das wäre wirklich zu schade gewesen, denn der Abend mit Mäkkelä und der bezaubernden Isi am Kontrabass wird wohl unter den besten Konzerten des Jahres 2013 landen. Er ließ uns still beglückt und zugleich tieftraurig zurück und lässt sich für mich sehr schwer in Worte kleiden.


Im März und April hatte ich für LUAI einen Auftrittsort im Städtedreieck Nürnberg/Fürth/Erlangen gesucht. Eine sehr freundliche Hilfe für mich waren viele, viele Informationen von Martti. Ehrensache, dass er daraufhin auch in Karlsruhe willkommen war, seine Musik zu präsentieren. Ausgemacht hatten wir den 23. Oktober, der auch St. Nimmerleinstag hätte heißen können - so weit lag er für mich noch in der Zukunft.


Aber dann kam der Tag heran und ich war schon ganz neugierig, weil ich total auf Kontrabass stehe. Martti und Isi standen vor der Tür und wir waren uns gleich so wohltuend vertraut und alles war total nett. Es gab viel zu erzählen, ein bisschen zu essen und zu trinken. Alles ganz selbstverständlich und ohne großes Getue.


Die beiden Musiker haben bei uns aufgespielt als ginge es um ihr Leben. Die live-Darbietung ließ alles auf Konserve verfügbare Material und meine Erwartungen an den Abend meilenweit hinter sich zurück. Martti brannte vor uns an allen Enden. Barfuss auf dem Teppich mit seiner altehrwürdigen Gitarre und seiner Stimme nahm er uns mit in die Höhen und Tiefen seines Lebens. Die Irish Bouzouki hatte so einen Klang als wäre sie in den Tiefen der Überlieferung festgemacht - sehr archaisch und doch modern. Und ganz am Schluss durfte auch ein Ominchord Dienst tun und uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern.


Dem konnte sich keiner entziehen. Ich habe es noch nicht erlebt - und hätte auch nicht geglaubt, dass das überhaupt möglich ist,  dass eine Person mit ihrer Energie und ihrem Schweiß die Scheiben im Raum beschlagen lassen kann (bei wohlgemerkt 17 Grad Außentemperatur!). Aber die Fotos beweisen es.


Isi tänzelte daneben mit ihrem riesigen Partner, dem wohlklingenden Brummbass und hielt alles auf der Erde fest mit Rhythmus und Basis. Sehr sehr gut hat mir das gefallen in Schlichtheit und doch Anmutigkeit. In jedem Fall innig und wahrhaftig.


Wir alle saßen oft mit Tränen in den Augen da und einem verschämten Lächeln im Gesicht. Und waren uns im anblicken schon einig, dass wir hier einen ganz besonderen Abend hatten teilen dürfen.


Der Kaktus hatte jedenfalls beschlossen, es sei nun Weihnachten. Irgendwie hatte er Recht.





Mehr Bilder:

 


 

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