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Donnerstag, 12. Juli 2012

James Levy and The Blood Red Rose, Paris, 30.06.12

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Konzert: James Levy and The Blood Red Rose

Ort: la Fléche d'or, Paris
Datum: 30.06.2012
Zuschauer: wenige: vieleicht 60


Von den neuen Hazelwood/Sinatra ist oft die Rede und die Kritiken für das Debütalbum Pray To Be Free von James Levy and The Blood Red Rose sind ohnehin durch die Bank weg sensationell gut. Klar, daß da bei mir Neugierde aufkam, als ich von dem Konzerttermin des gemischten Duos in der Pariser Flèche d'or hörte. Als dann noch mein Bloggerpartner Christoph auf mich einredete, diesen Liveauftritt keineswegs zu verpassen, weil das Album so wahnsinnig schön sei, war die Entscheidung gefallen. Ich musste da hin!

Ich kam sogar pünktlich und verpasste keine Minute des sehr schlecht besuchten Konzertes. Hochstimmung wollte bei mir aber leider keine aufkommen. Zu wenig Biss hatte das Ganze, zu gefällig und belanglos plätscherte alles dahin. Ich war ohnehin nie riesiger Fan von Levy, fand die Alben Glorious und Rotten Love nur durchschnittlich, teilweise einfach auch zu schmalzig. Klar, der Kerl hat eine schöne Baritonstimme, aber das Songmaterial war einfach nicht gleichmäßig gut, ein paar Songs ragten heraus (Rotten Love, Glorious eben) der Rest fiel teilweise deutlich ab.

Zusammen mit Allison Pierce (von The Pierces) hat er sicherlich ein homogeneres Werk hinbekommen, aber der Schwung des Albums konnte live nicht wirklich vermittelt werden. Es fehlte einfach das Schlagzeug und Trometen oder Geigen wie auf der orchestral arrangierten Studiofassung gab es natürlich auch keine. In der heutigen abgespeckten Version lediglich mit einer Akustigitarre geriet das Ganze dan letztlich ein wenig eintönig und unspektakulär. Das Spektakulärste - und nun wird man mich wieder für einen sexistischen Macho halten- waren das glamouröse Kleid und die langen Beine von Allison.

Letztlich ein Konzert, das die Einstufung "gehobener Durchschnitt" verdiente. Passabel, aber nicht unverpassbar. Ich hätte also diesen Samstag abend auch auf der Couch verbingen können.

Setlist James Levy and The Blood Red Rose, L Flèche d'or, Paris

01: Sneak Into My Room
02: Give Me Happiness
03: Cryin' To The River
04: Rivka
05: Keep My Baby
06: Hung To Dry
07: Pray To Be Free
08: Rotten Love (Levy)
09: Cry Myself To Sleep
10: Painted Red
11: Glorious (Levy)
12: Walk Not Run



Samstag, 2. Februar 2008

Levy, Paris, 01.02.08

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Konzert: Levy
Ort: La Flèche D'or, Paris
Datum: 01.02.2008
Zuschauer: so einige



Nach dem gelungen, aber recht kurzen Konzert von Findlay Brown in der Maroquinerie (Bericht morgen hier!), erschien es realistisch, Clubhopping zu betreiben und gleich im Anschluß in die relativ nah gelegene Flèche d'or zu hasten.
Mein Freund Philippe hatte natürlich wieder den totalen Überblick. Er hatte mittags schon in dem Laden angerufen und in Erfahrung gebracht, daß Levy in der Flèche als letzter angesetzt sei. Mit seinem Auftritt dort, sei also gegen 23 Uhr 15 zu rechnen. Mir mußten uns sputen, um nichts zu verpassen. Also legten wir den Turbo ein und erreichten im Laufschritt pünktlich den szenigen Laden. Dort war der rote Vorhang noch geschlossen, wie immer zwischen den einzelnen Acts. Lediglich CDs am Merchandising - Stand deuteten auf den bevorstehenden Auftritt der amerikanischen Band Levy hin. Keine 5 Minuten später ging wie von Zauberhang der Vorhang auf und zum Vorschein kamen 5 Musiker mittleren Alters (für Rockstarverhältnisse, also um die 25-30), die gleich flott loslegten. In der Flèche d'or haben die Künstler selten die Möglichkeit zu trödeln, in der Regel sind am gleichen Abend 4 Bands angesetzt, so daß die einzelnen Konzerte jeweils recht kurz sind. Allerdings ist der Eintritt frei, eine feine Sache, zumal sich hier im letzten Jahr schon namhafte Bands wie die Blood Red Shoes, die Good Shoes, oder iliketrains die Klinke in die Hand gaben! Heute also Levy als letzte Gruppe (die Formierungen vorher sagten mir nichts, aber ich war ja zu diesem Zeitpunkt eh in der Maroquinerie), bevor im Anschluß ein DJ Techno-Musik auflegte. Aber auch das Set, daß die Amerikaner brachten, war durchaus tanzbar. Von einer Ballade abgesehen, die circa zur Mitte des Gigs gespielt wurde, wurde nie das Tempo herausgenommen.

Alles wirkte frisch, melodiös und Laune machend. Wenn da bloß nicht der etwas fade Beigeschmack des déjà-entendu gewesen wäre! Woher kenne ich die Gitarrenriffs?, fragte ich mich nachdem ich ein paar Songs gehört hatte? Und die Stimme, wonach klingt die? - Klarer Fall, daß war eindeutig der Sound der Strokes (vor allem bei "King James"), dieses treibende Element und diese wehleidige in der Stimme! Kein Wunder, wie die Band um Herrn Casablancas, stammen Levy aus Brooklyn, New York. Und wenn nicht gerade die Strokes als Blaupause dienten, dann war es Morrissey. Deshalb kühlte sich meine anfängliche Begeisterung ziemlich rasch ab. Von einer eigenen Handschrift, die die Band von der Masse der Gitarrenbands absetzen würde, merkte ich nicht sonderlich viel. Insofern kann ich auch die von Tim "Ash" Wheeler geäußerte Begeisterung über die New Yorker nicht ganz nachvollziehen. Wem es allerdings nichts ausmacht, daß Levy nicht sonderlich originell sind, empfehle ich einen Konzertbesuch auf jeden Fall. Kurzweilig und fetzig sind sie allemal. Am 9. Februar 2008 besteht in Eindhoven die Gelegenheit dazu und am 12. Februar tritt das Quintett um Sänger, Songwriter und Namensgeber James Levy im Grünen Jäger in Hamburg auf.

Eine (auf Grund der Kürze des Auftritts nicht allzu lange) Setlist von Levy gab es übrigens nicht, aber natürlich wurden im Wechsel Lieder der beiden bisher erschienen Alben "Rotten Love (2005) und "Glorious" (2007) gespielt.



 

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