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Samstag, 5. Juni 2010

June Madrona & Christina Antipa u.v.a., Paris, 04.06.10

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Konzert: June Madrona & Christina Antipa & Kacey Johansing & Honeycomb & Gaspar Klaus & Ladybug & Eilinora

Ort: eine Wohnung irgendwo in Paris, "Le Bain Show"
Datum: 04.06.2010
Zuschauer: um die 50


Keine Oliver Peel Session, aber erneut ein Konzert in einer Privatwohnung, ganz in der Nähe eines ungemein kultigen Clubs: die Location Les Bains Douches ist vor allem dadurch bekannt geworden, daß hier Joy Division ihr erstes und einziges Konzert in Paris gespielt haben. Am 18 Dezember 1979 war das und es soll äußerst denkwürdig gewesen sein. Leider hatte ich damals keine Zeit zu kommen, ich musste die Grundschulbank drücken. Über 30 Jahre später spielt in dieser Ecke von Paris erneut die Musik und diesmal bin ich mit dabei. Es gilt Abschied von June Madrona & Christian Antipa zu nehmen, die uns in Paris sehr ans Herz gewachsen sind. Nach einer mehrwöchigen Tour, die sie neben Frankreich auch durch Deutschland (June Madrona) und Spanien (June Madrona & Christina Antipa) geführt hat, geht es für die Amerikaner übermorgen zurück in die Vereinigten Staaten. Einmal noch haben sie uns mit ihren melancholischen und intimen Folksongs verzaubert und mit einem Auge lachen und mit dem anderen weinen lassen. Hach herrlich, diesen talentierten Menschen zuzusehen- und zu hören! Obendrein sind sie noch sehr natürlich und liebenswürdig. Molly werde ich besonders vermissen. Die Cellistin von June Madrona ist so knuffig, daß ich sie am liebsten den ganzen Abend geherzt hätte. Aber sie musste ja spielen, mit ihrer dreiköpfigen Band und auch solo. Vor dem Set mit der Band trug sie ganz alleine zwei dramatisch inszenierte Lieder vor und sang schön wie eine Nachtigall. Und dann gab es natürlich noch den Auftritt von Christina Antipa, der ich in meiner Euphorie schon einmal zu erkennen gegeben hatte, daß ich ihr neues Album lieber möge als das ähnlich gelagerte You Are Free von Cat Power, was sie als das schönste Kompliment bezeichnete, daß sie je bekommen hatte. Nun ja, schleimen kann ich halt, so bin ich schon durchs Abi und mein Staatsexamen gekommen. Haha, ich Witzbold! Aber ich meine das bei Christina Antipa auch so, ich bin wirklich vollkommen begeistert von dieser sehnsuchtsvoll- traurigen Stimme und den kleinen feinen Folksongs, die sie immer ganz lässig aus dem Ärmel schüttelt. Eine meiner Sängerinnen des Jahres, jetzt schon! Aber es gab nicht nur die etwas ausgedehnteren Auftritte von Christian Antipa und June Madrona (jeweils etwa 5 Titel) sondern auch Minisets von solch tollen Musikern wie Flowers From The Man Who Shot Your Cousin, Ladybug und Eilinora, die alle 2 Lieder performen durften. Etwa 40 bis 50 Leute tummelten sich auf dem Fußboden, um bei Salaten, Quiches, Bier und Wein die Konzerte zu genießen. Der Abend wurde richtig lang und ausgedehnt und nach kurzen Pausen, die man wegen der Hitze draußen vor der Wohnungstüre verbrachte, ging es noch munter weiter. Vincent Moon (La Blogotheque) höchstpersönlich kam plötzlich reingeschneit, denn er wollte die Auftritte von Kacey Johansing (zusammen mit Honeycomb) und Gaspar Claus nicht verpassen. Mit der Kalifornierin mit der souligen Stimme möchte er demnächst gerne filmen, mit dem Cellisten Gaspar Claus hat er dies bereits getan. Gaspard spielte ein einziges instrumentales Lied, daß es aber in sich hatte. Die Wirkung seiner Fiedelkünste waren fast als hypnotisch zu beschreiben! Gegen halb zwei zogen wir Leine und waren ziemlich traurig, von June Madrona und Christina Antipa Abschied nehmen zu müssen. Wir haben ihnen aber angedroht, ihre Einladung anzunehmen und tatsächlich nach Olympia, Washington und Sacramento, Kalifornien zu kommen, um bei ihnen zu pennen. Die werden sich noch wundern, wir scherzen nicht mit so etwas!

In Kürze Fotos und Videos von Uschi!

Fiume Night 04 _ Gaspar Claus _ Tokyo, february 2009 from vincent moon / temporary areas on Vimeo.



Donnerstag, 13. Mai 2010

Christina Antipa & June Madrona, Paris, 11.05.10

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Konzert: Christina Antipa & June Madrona
Ort: Le Pop In, Paris
Datum: 11.05.10
Zuschauer: viele, etwa 100 in der Spitze
Konzertdauer: Christina Antipa etwa 45 Minuten, June Madrona ungefähr 1 Stunde


Was für ein Line-Up! Zwei hervorragende Künstler aus dem Hause Waterhouse Records gratis im Pop In, was will man mehr? Vor allem, wenn es sich um Musiker handelt, die bei uns auch jeweils schon eine tolle Oliver Peel Session absolviert haben.



June Madrona sind großartig, sehr kommunikativ und stimmungsvoll, Star des Abends war für mich aber ganz klar die junge Kalifornierin Christina Antipa! Mit ihren äußerst warmherzigen, authentischen und berührenden Folksongs schoss sie mir Pfeile durchs Herz. Und diese Stimme! So sanft, so zärtlich, so bewegend. Dem Goldkehlchen von Laura Marlings sehr ähnlich, aber irgendwie noch schöner. Ich war hingerissen von Christina, hätte ihr die ganze Nacht zuhören können. Ihr Gesang spendet soviel Trost, sendet soviel Liebe aus, ist so wundervoll. Was für ein Talent! Und sie ändert abend für abend die Setlist, performt ständig andere Songs. Vergangene Woche hatte ich sie im International gesehen, war dann am Samstag in der glücklichen Lage, sie in unserem Wohnzimmer willkommen zu heißen und heute zum dritten Mal dabei und werde deshalb von mal zu mal mit der Sängerin vertrauter. Sie ist etwas ganz Besonderes, soviel muss klar sein. Innerhalb einer Woche hat sie sich in die Liste meiner 10 Lieblingssängerinnen gespielt. Dabei kenne ich ihre Musik eigentlich schon seit einem Jahr, nachdem ich mir beim Festival in La Villette im Mai 2009 am Stand von Waterhouse Records zwei ihrer CDs zugelegt hatte. Mit ihrem neuen Werk The Royal We macht sie aber einen ganz gewaltigen Satz nach vorne. Ihre Stimme ist präziser und nuancenreicher, das Gitarrespiel professioneller, die Produktion besser und die Songs packender und markanter. Der Seelentröster Beautiful Places allein rechtfertigt schon den Kauf des Machwerkes mit den Händen auf dem hübschen Cover. Diesen Hit hat sie glücklicherweise heute gemeinsam mit dem Bassisten Erwan Broussine auch gespielt, aber ansonsten gab es mit Here's Your Ghost nur noch einen einzigen Song des neuen Silberlings. Die Kalifornierin ist ihrer Zeit schon wieder voraus und spielte ansonsten auschließlich neues, atemberaubend schönes Material (One Little Bird, etc.).

Ihr seht an meiner Schwärmerei bereits, daß ich der Frau verfallen bin. Dazu stehe ich! Ihr Songmaterial gefällt mir bereits jetzt besser als die Lieder von Cat Power in ihrer besten Phase, die sie meines Erachtens mit dem Album You Are Free erreicht hat. Wenn es irgendeine Gerechtigkeit auf der Welt gäbe, dann würde sich The Royal We von Christina Antipa auch besser verkaufen als I Speak Because I Can von Laura Marling. Und Stammleser von uns wissen, wie sehr ich auf Laura Marling stehe!

Fortsetzung folgt ...

Setlist June Madrona, le Pop In, Paris:

01: Our Friends
02: Boundaries
03: Roll On Columbia
04: An Early Spring
05: The Western Flight
06: Tinnitus
07: Tent Caterpillars
08: Lion Talk
09: Sea Of Cortez
10: Come Over
11: Bobby Scarecrow
12: David's Appartment
13: Santa Fe
14: Cascadian Summer
15: Wolf Dream

Links:

- Kurzer, aber sehr feiner Hinweis auf dem Klienicum zum neuen Album von Christina Antipa, klick!
- Hier geht es zum gutgemachten Blog von Christina Antipa
- Oliver Peel Session mit Christina Antipa, inzwischen mit neuen Videos von Uschi angereichert. Klick!



Dienstag, 11. Mai 2010

Christina Antipa & Flowers From The Man Who Shout Your Cousin, Paris, 08.05.10

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Konzert: Christina Antipa & Flowers From The Man Who Shout Your Cousin

Ort: ein Wohnzimmer irgendwo in Paris, Oliver Peel Session # 23
Datum: 08.05.10
Zuschauer: 50!
Konzertdauer: jeweils zwischen 45 und 60 Minuten


Neuer Zuschauerrekord bei den Oliver Peel Sessions. 50 (!) Leute hockten dicht an dicht auf unserem von 23 Sessions mit Flecken versifften Teppichboden, um die wunderbaren Konzerte von Flowers From The Man Who Shout Your Cousin und Christina Antipa mitzuverfolgen. So langsam müssen wir anbauen, um alle unterzubringen! Und einen Catering Service anheuern, damit die hungrigen Mäuler gestopft werden können. 6 rieige Quiches und drei Rollen Sandwichtoast reichten gerade einmal für 1 Stunde, dann war alles verputzt! Auch das Bier und der Rotwein flossen in Strömen, denn es war warm in unserer guten Stube. Beste Stimmung unter unseren Besuchern, die zum Teil aus Amerika stammten, aber auch der Pariser Indie Szene zuzuordnen waren. Mit den anwesenden Musikern hätten wir locker die ganze Nacht durchspielen können! Wurden gesichtet: Kate aka This Is The Kit, Izabella aka Ladybug, Oliver aka Ollie Fury, Stephan aka New Pretoria, Stéphane aka Thousand. Vielleicht sollten wir demnächst im Anschluß an die offiziellen Sessions das Mikro anlassen und unsere musizierenden Gäste jeweils einen Song vortragen lassen?

Am 8. Mai 2010 hatten aber auschließlich Morgan Caris von Flowers From The Man Who Shout Your Cousin und Christina Antipa aus Kalifornien ihre Lippen am Mikro und trugen, zum Teil von Erwan Broussine am Bass unterstützt, betörend schöne Lagerfeuersongs voller Wärme und Sanftheit vor, die uns dahinschmelzen ließen. Selbst unser dicker Kater d'Artagnan schien von den zarten Klängen dermaßen hypnotisiert, daß er friedlich vor den Füßen der Musiker dahinschlummerte.

Zu den einzelen Konzerten ist in Kürze jeweils noch mehr zu erzählen, bereits jetzt gilt aber festzuhalten, daß die Veranstaltung ein voller Erfolg war. Angelo von Rockerparis behauptet sogar, daß die Oliver Peel Sessions besser als Meetic (eine Flirt Seite im Internet) seien, wogegen wir nichts einzuwenden haben. Wann darf die erste Hochzeit gefeiert werden, von Paaren, die sich bei us gefunden haben? Aber nun Schluß damit, schließlich sind wir nicht bei der Traumhochzeit, sondern auf einer Musikseite! Und die Musik war wahrlich toll. Verkürzt gesagt: Morgan Caris ist der neue Leonard Cohen und Christina Antipa die neue Cat Power. Oder so, gell?!


Video by Rockerparis, merci!



Setlist Flowers From The Man Who Shot Your Cousin, Oliver Peel Session # 23, Paris:

01: Shadow Boxing Bruce Lee
02: The Fruit
03: Intitled
04: Father's Day
05: Our Shadows
06: No Home
07: Girls
08: Kitchen Fires
09: After The Drive In
10: The Fortress
11: Postcard From A River
12: The Prospector


Setlist Christina Antipa, Oliver Peel Session # 23, Paris:

01: Nothing (Townes Van Zandt)
02: I Wanted To See You
03: Orchid & Onion
04: Thunderstruck
05: It's Not Enough
06: Beautiful Place
07: On Wheels
08: Here's Your Ghost
09: Freebird (Lynyrd Skynyrd)
10: Free Stuff

11: Lovesong (The Cure)
12: Swifts









 

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