Montag, 26. Mai 2014

Les concerts de la semaine du 26 mai au 1 juin 2014

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Les concerts de la semaine du 26 mai au 1 juin 2014


Lundi 26 mai de folie avec un gros paquet de concerts extraordinaire! Mais on peut trouver son bonheur tous les jours de cette semaine (encore pluvieuse), parce qu'il y a de bons trucs chaque jour, notamment le 28 mai quand la superbe Sharon van Etten va jouer au Café de la Danse. Pour le weekend et le joli Festival We Love Green il faut espérer avoir du beau temps pour profiter pleinement des concerts de Cat Power (photo archive par Oliver Peel ©) de Foals ou de Moodoïd.

 
26.05.2014: The Black Lips, Nouveau Casino, complet
26.05.2014: The War On Drugs, La Flèche d'or, complet
26.05.2014: Micah P Hinson et Thousand, Petit Bain
26.06.2014: Son Lux, Café de La Danse, complet
26.05.2014: La Sera, Point Ephémère
26.05.2014: Dum Dum Girls, La Maroquinerie
26.05.2014: Charlie, La Mirastella, Anne Sila, Les Trois Baudets

26.05.2014: Cléo T. et Gabby Young, Divan Du Monde
26.05.2014: Folly & The Hunter et David Simard, Pop Up Du Label
26.05.2014: Concert privé Pagan Poerty, près du métro Tolbiac  
26.05.2014: La Mode (Kim Giani, Cléa Vincent et pleins d'autres) au Carmen, 1h du matin !
27.05.2014: The Julie Ruin, La Fléche d'or, annulé
27.05.2014: Crocodiles et Pins, Point Ephémère
27.05.2014: Lee Ranaldo And The Dust, La Machine du Moulin Rouge
27.05.2014: The Black Lips, Nouveau Casino, complet
27.05.2014: Mat Hilde, Le Réservoir
27.05.2014: Bear's Den, International 
27.05.2014: K!, le Limonaire
27.05.2014: Kevin Lartig et Eskimo, Pop In
27.05.2014: El Gran Chufle et Follakzoid, La Mécanique Ondulatoire 
27.05.2014: Pharell Williams, Rita Ora et d'autres, Le Trianon
27.05.2014: Courtney Barnett, La Boule Noire
28.05.2014: The Octopus Project et Tiny Feet, Espace B
28.05.2014: Sharron Van Etten et Lyla Foy, Café de la Danse
28.05.2014: Hospitality et The Go Find et Filthy Boy, La Fléche d'or
28.05.2014: Coldplay, Casino de Paris
29.05.2014: Fuck Buttons, La Machine Du Moulin Rouge
29.05.2014: Douglas Dare et Thibault Rivrain, Espace B 
29.05.2014: Animali, Le Pop In
30.05.2014: Frustration et Holograms et autres, La Machine Du Moulin Rouge
30.05.2014: The Amazing Snakeheads et Son Of, International
30.05.2014: Lust For You, Espace B
30.05.2014: De La Montagne, Alimentation Générale
30.05.2014: Motorpsycho et Dead Hippies, La Flèche d'or
30.05.2014: Téléferik, 12, rue Froment, Studio Campus, 20h
30.05.2014: Camp Claude, La Gaité Lyrique, 22 h
30.05.2014: Stranded Horse et Will Stratton, Les Trois Baudets
30.05.2014: SoPop, Théâtre Galabru, 4 rue de l'Armée d'Orient, 75018 Paris
31.05.2014: We Love Green Festival: avec sur la Pop Stage: London Grammar, Cat Power, SBTRKT, Little Dragon, Asgeir, Joakim puis sur l'électro stage entre autres Pedro Winter, Luke Jenner et The 2 Bears
31.05.2014: Regal et Os Noctambulos et Forever Pavot, Espace B
31.05.2014: Girl Band (et Pain Dimension et Dame Blanche), Le Chinois

Juin

01.06.2014: Lorde, Foals, Earl Sweatshirt, Moodoïd, Deani Moore, Festival We Love Green, Parc de la Bagatelle
01.06.2014: Wovenhand et Christine Owman, La Maroquinerie 
01.06.2014: Prince, Le Zénith, les deux concerts sont complet



French for Rabbits, Stuttgart, 25.05.14

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Wohnzimmerkonzert bei 
   Claudia mit French for Rabbits 
in Stuttgart-Feuerbach
Datum:  25. Mai 2014
Dauer: 80 min
Zuschauer: knapp 50



Für diesen Maisonntag hatten Claudia und Chrissi wieder in das Wohnzimmer in Feuerbach eingeladen. Die Neuseeländer Brooke Singer und  John Fitzgerald aka French for Rabbits waren schon 2013 in ganz Europa unterwegs gewesen und hatten in Paris Oliver und in Karlsruhe z.B. Claudia, Chrissi und mich begeistert. So begann der Abend damit, dass Brooke uns Fotos zeigte, die im Oktober 2013 in meinem Wohnzimmer entstanden waren und die sie über Freunde von Freunden am Vortag von ihrer Supportband aus Karlsruhe überreicht bekommen haben.


Der Sonntag hatte sich in Stuttgart als überwiegend sonnig gezeigt und so kamen die Gäste alle noch mit einem Widerschein der Freude auf einen leuchtenden Abend nach Feuerbach. Es gab zu erzählen, neue Gesichter zu begrüßen, Wein zu probieren und schließlich Plätze zu finden und als Brooke ihre Stimme gegen 20:15 Uhr das erste Mal erhob, legte sich über alle eine erst erwartungsvolle und bald ehrfurchtsvolle Stille. Nur einige hatten ja schon einmal erlebt, was die zarte Frau mit ihrer Stimme vermag und auch, wie schlagfertig und lustig sie in ihren Zwischenansagen sein kann.


Für uns Insider gab es einige vertraute Songs, aber überwiegend neues Material. Vorgetragen an Gitarre und Klavier von Brooke und stets empfindsam begleitet von John mit einer E-Gitarre, die häufig wie eine zweite Stimme eingesetzt wurde. Das Publikum ließ sich nicht lange um Applaus fragen, sondern war mit ganzem Herzen dabei, sodass Brooke schließlich sogar bemerkte: Ihr klatscht aber ganz schön lange nach jedem Lied...


Außer viel Material von der neuen Platte gab es auch Hunter's Lullaby - ein sehr intimes und gut gelungens Leonhard Cohen cover und gegen Ende des Abends einen Mazzy Star Song.

Wie immer bei den Konzerten hatten die sonst im Wohnzimmer untergebrachten Kaninchen Platz gemacht und waren mit ihrem Haus in der Küche untergekommen. Brook versprach, ihnen dafür tatsächlich ein bisschen französisch beibringen zu wollen - ich würde es ihr zutrauen!


Nachdem schon im Oktober 2013 die Rede davon war, dass das neue Album gerade gemastert wird, soll es nun definitely im September 2014 erscheinen. Ich halte die Daumen, dass es klappt, denn ich freue mich schon sehr darauf.


Tourdaten:
26.05. Volver – Bern
27.05. Marta Bar with Siôn Russell Jones - Bern
28.05. Radio 3fach Voliere – Luzern
29.05. Badeshiff – Wien
30.05. Klub Mocvara – Zagreb
05.06. De Peisnitzhaus – Halle (Saale) 

07.06. Festival - Prag
08.06. Hauskonzert - Nürnberg
09.06. Hauskonzert - Bonn
10.06. Cafe Henrici – Zürich  



Aus unserem Archiv:
French for Rabbits, Karlsruhe, 15.10.2013 
Olivers Konzertankündigung 2013

Mehr Fotos:





Sonntag, 25. Mai 2014

Manic Street Preachers, Frankfurt, 20.05.14

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Konzert: Manic Street Preachers
Ort: Gibson, Frankfurt
Datum: 20.05.2014
Dauer: ca. 100 Minuten
Zuschauer: ca. 1000




Heute übertreibe ich es einmal mit meiner Tendenz, etwas weiter auszuholen: Wir schreiben das Jahr 1994, und eine Freundin und ich haben beschlossen, gemeinsam unser erstes mehrtägiges Festival zu besuchen, "Rock in Riem" in München. Dieser wohl erste Versuch, eine verkleinerte Version von "Rock am Ring" im Süden Deutschlands stattfinden zu lassen, wartete mit Aerosmith und Peter Gabriel als Headlinern auf, die wir nicht wirklich sehen wollten, dafür hatten sich aber auch Bands wie The Breeders, Therapy? und The Smashing Pumpkins angesagt.



Der eigentliche Anlass für meine Anwesenheit waren aber Radiohead, die wir an einem Samstagmorgen um 10 Uhr zu sehen bekamen und die sichtlich verschlafen waren - sie hatten ja auch den schlechtesten Slot des ganzen Festivals ergattert. Meine Freundin erwischte es aber noch schlimmer, denn sie war wegen der Manic Street Preachers erschienen, die als einzige Band am Freitagabend das Festival eröffnen sollten. An deren Stelle wurde nämlich überraschend die schweizerische Metalband Gotthard angekündigt, und nachdem wir die Ansage nicht richtig verstanden hatten, harrten wir für deren gesamtes Set in der Hoffnung aus, dass danach noch die richtige Band erscheinen würde - vergeblich.


Mittlerweile ist viel Zeit vergangen, Radiohead habe ich in den letzten Jahren gleich zweimal auf wesentlich größeren Bühnen und zu musikerfreundlicheren Zeiten gesehen, aber als mein Freund mich fragte, ob ich ihn zum Auftritt der Manic Street Preachers in Frankfurt begleiten wollte, kramte ich erst die Anekdote hervor und verglich dann Daten. Und tatsächlich: Das Frankfurter Konzert fand auf den Tag genau 20 Jahre nach meinem ersten Versuch, diese Band zu sehen, statt! Sofort musste ich auch besorgt überprüfen, ob die Band Gotthard noch existiert, und zu meinem Leidwesen feststellen: Ja.


Nehmen wir es gleich vorweg: Ich habe die Manic Street Preachers, die ich mittlerweile fast völlig aus den Augen verloren hatte, nun live gesehen, es gab keinen debilen Bandaustausch in letzter Sekunde. Als wir das dicht gefüllte Gibson, dessen warmes Gedrängel bei mir starke Erinnerungen an das dort besuchte Kasabian-Konzert weckte, betraten, spielte bereits die Vorband, Public Service Broadcasting. Die beiden Musiker präsentierten instrumentale Elektronikmusik mit Gitarren- bzw. Banjo-Begleitung, was in dieser Kombination sicherlich nicht häufig vorkommt und klangen wie die Söhne von Kraftwerk und Mogwai. Zwischen ihnen befand sich eine große, als altmodischer Fernseher aufgemachte Leinwand, auf die zu den Liedern passende Filmsequenzen aus den 50er/60er-Jahren projiziert wurden. Gesungen wurde nicht, zur Musik erklangen Stimm-Samples aus den gezeigten Filmen. Gesprochen wurde auch nicht, Danksagungen und die üblichen Dinge, die man so als Vorband sagt, kamen als Computerstimme aus dem Klapprechner, wobei das Wort "Frankfurt" (etwas in "We are glad to be here in ... Frankfurt") absichtlich schlecht hinein geschnitten war.


Von den Anzug tragenden jungen Männern bekamen wir nur die letzten drei Lieder mit, dann war schon wieder Umbaupause, so dass ich Gelegenheit bekam, das Publikum zu mustern. Die meisten sahen so aus, als hätten sie die Manic Street Preachers ebenfalls bereits vor 20 Jahren gehört, ich erspähte sogar irgendwo ein ausgebleichtes Festivalshirt von 1994 -  jedoch nicht "Rock in Riem".

Als bald darauf die Band die Bühne erklomm, waren alle Sorgen, dass sich vielleicht doch wieder Gotthard einfinden könnte, endgültig verflogen: Der kleine Mann da vorne war zwar etwas älter und dicker als früher (was er zu mir wohl auch sagen könnte), aber es handelte sich zweifellos um James Dean Bradfield. Neben ihm griff jemand mit dunkler Sonnebrille, unnatürlich schwarzem Haar und weißem Sakko, der wohl Nicky Wire sein musste, zum Bass. An Schlagzeuger Sean Moore konnte ich mich nicht mehr erinnern, er ist aber ebenfalls ein Originalmitglied der Band. Ergänzt wurden sie durch einen Gitarristen und einen Keyboarder.


Los ging es gleich mit dem Klassiker schlechthin, "Motorcycle Emptiness", das Publikum war begeistert. Die Band dagegen blieb recht stoisch, Nicky Wire machte gar den Eindruck, er sei nur körperlich anwesend und könne jeden Moment umkippen. Bald bekamen wir von Bradfield die Erklärung, Nicky sei "fucked up", das lag aber wohl nicht, wie ich sofort vermutete, an Alkohol oder Drogen, er war wohl einfach krank. Und auch Herr Bradfield sprühte sich mehrfach etwas in den Rachen, spuckte auf ein Handtuch und sagte etwas von "under the weather" und "soldiering on". Seine Stimme klang jedoch klar wie von Aufnahmen gewohnt.


Es folgte ein Set, das aus vielen alten Hits, einigen Albumtracks (aus "The Holy Bible" und "Everything Must Go") aber auch neueren Songs vom letztjährigen Album "Rewind the film" (dessen Titelsong, beziehungsweise dessen Botschaft, Bradfield mit den Worten "get fucking creative" zusammenfasste) und der noch nicht erschienenen Platte "Futurology". Von der letztgenannten stammte unter anderem der neue Song "Europa geht durch mich", an dem eigentlich die deutsche Schauspielerin Nina Hoss beteiligt ist. Im Gibson kam ihr Part aber vom Band. Bei den übrigen Titeln, die in der jeweiligen Studioversion Gastsänger aufweisen, wurde auf diesen Trick verzichtet ("Your love alone is not enough", "Rewind the film" und "This Sullen Welsh Heart"). Nina Persson und Co. Konnten an diesem Abend wohl ebenfalls nicht bei uns sein.


Nachdem Nicky Wire bereits während "Rewind the Film" kurz die Bühne verlassen hatte, ging er vor dem Akustikteil, der aus "This Sullen Welsh Heart" (angekündigt als ein Versuch, das eigene Walisisch-sein zu definieren) und "This is yesterday" bestand, gemeinsam mit Sean Moore und den beiden anderen Musikern wiederum nach hinten. Dass die Band aus Wales stammte, wurde auch durch die zahlreichen walisischen Fahnen angedeutet, die verschiedene Teile der Bühnenausstattung zierten, teils auch Bradfields Gitarren – er wechselte nämlich annähernd nach jedem Songs das Instrument, so dass wir im Lauf des Konzertes einen ganzen Gitarrenladen zu sehen bekamen.

Dass die Manic Street Preachers keine Zugaben geben, ist wohl Standard, eben so wie die Setliste, die eine festes Reihenfolge aufweist, immer aus 22 Titeln besteht, sich aber aus einem Pool aus ca. 30 Songs speist, so dass die ein oder andere Variation möglich ist. Bereits bei der arg kurzen Bandvorstellung kurz vor Schluss hatte ich den Eindruck, dass zumindest Bradfield – vielleicht mit Rücksicht auf Wire - das Konzert möglichst schnell hinter sich haben wollte. Mir sollte es recht sein, ich musste ja auch ins Bett. Außerdem war die Band ja dieses Mal immerhin erschienen, was gegenüber vor 20 Jahren ein riesiger Fortschritt war.



Setliste Manic Street Preachers, Frankfurt:

01: Motorcycle emptiness
02: You Stole the Sun from my heart
03: (It's not war) Just the end of Love
04: Europa geht durch mich
05: Theme from M.A.S.H. (Suicide is painless)
06: Stay Beautiful
07: Rewind the film
08: Die in the Summertime
09: Your love alone is not enough
10: No surface all feeling
11: Walk me to the bridge
12: A design for Life
13: This Sullen Welsh Heart
14: This is yesterday
15: Revol
16: Futurology
17: Ocean Spray
18: You love us
19: Tsunami
20: Show me the wonder
21: Motown Junk
22: If you tolerate this your children will be next

Links:

Gibt es nicht, das ist tatsächlich der erste Manics-Bericht im Konzerttagebuch!

Bilder: Dirk von Platten vor Gericht



AnnenMayKantereit, Stuttgart, 20.05.14

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Konzert: AnnenMayKantereit mit Support Von wegen Lisbeth
Ort: Rosenau in Stuttgart
Datum: 20. Mai 2014
Dauer: 40 min + 55 min
Zuschauer: 150


Sunny, thank you for the smile upon your face...
Sunny one so true, Yes I love you.

(aus Bobby Hebb - Sunny)


AnnenMayKantereit (von nun an schnöde verkürzt auf AMK) erschienen Ende letzten Jahres auf meinem musikalischen Horizont - mit ihrer Verpflichtung für das diesjährige Orange Blossom 18. Was die Beverunger loben und lieben (und sich schließlich in den Glittergarten einladen) schaue ich mir freilich näher an, denn wir haben so manche gemeinsame Leidenschaft. Und auf den ersten Blick war mir klar, warum man an der Weser so glücklich war. Diese Jungs mit dem etwas unhandlichen Bandnamen sind einfach eine Wucht.



So hatte ich mir schon lange den Stuttgarter Termin mit AMK vorgemerkt. Es war bis kurz zuvor unsicher, ob es klappt, denn ich hatte noch diverse andere Sachen zu balancieren. Aber schließlich wurde es ein sommerlicher Abend, den ich mit drei lieben Leuten teilen konnte und der beim erinnern gleich wieder ein Lächeln in mein Gesicht zaubert. Dafür gibt es mehrere Gründe, die sich für ein erinnerungswürdiges Konzerterlebnis hervorragend ergänzten: Die Rosenau ist ein einladender Konzertort mit dem passenden Raum, sehr netter Bedienung am Einlass und drinnen, und einem sehr aufmerksamen und begeisterungsfähigen Publikum. 


Die Band war heiß und begeistert und professionell. Im selben Moment aber auch auf eine Weise jung, die mich mit meiner jugendlichen persona verband (ich will lieber nicht wieder jung sein, aber manchmal ist es schön, wieder den heiteren Ernst, wenn einem alles zum ersten Mal passiert, zu erleben). Über die überraschende Vorband war ich zunächst nicht begeistert, weil mein Zeitkonto sehr knapp war. Schließlich musste ich aber zugeben, dass Von wegen Lisbeth hörenswert waren (später noch etwas mehr dazu) und da ich es fast noch schaffte, die Zugabe zu Ende zu hören, bevor ich zur S-Bahn flitzen musste, war eigentlich alle ok.


Ich kann auch nicht anders als wärmste Sympathie empfinden, wenn eine Band vor dem Konzert auf dem Bürgersteig ganz versunken Hacky sack spielt... Auf der Bühne bewiesen sie ihre Meisterschaft freilich auch:

Christopher Annen mit Gitarre und Mundharmonika, 
Henning May Gesang und Klavier,
Severin Kantereit am Schlagzeug,
Lars Lötgering mit dem Bass.


Sie zeigten in meinen Augen, dass sie Live zur allerersten Garde zu zählen sind. Was macht den Zauber aus? Ich habe in den letzten Tage darüber viel nachgedacht und mich (seit Jahren das erste mal wieder!) endlos in Youtube-Hölzchen zu Stöckchen verlaufen, um es heraus zu finden und Beispiele, die meine Ideen belegen. Während des Konzerts habe ich keine Setlist besorgt und auch nicht mitgeschrieben - ich musste einfach tanzen! 

Ich erinnere mich aber an folgende Stücke: Wohin Du Gehst, I am easy, James, Jeden Morgen, Schon Krass, Oft Gefragt, Mir Wär Lieber Du Weinst und Barfuß Am Klavier als Zugabe - sowohl englische als auch deutsche Texte umfassend. Bei den deutschen liegt die Messlatte bei mir immer hoch und meine Ohren sind gespitzt. Es gab originelles und anrührendes und vieles, das bei mir anknüpfen konnte: Was er dem Vater widmete ließ bei mir Herzenserfahrung mitschwingen und ein wissendes Lächeln über das Gesicht hüpfen. Fremd werden mit Leuten, die mal Freunde waren ohne es verhindern zu können - oder das sich verfluchen am Morgen, weil man wieder und wieder Versprechen bricht, die man sich selbst zum 100. Mal gegeben hat. Das kann sich alles wirklich gut hören lassen.


Trotzdem ist in meinen Augen ihre stärkere Seite eindeutig ihre musikalische Souveränität. Ich musste tanzen, ich fühlte mich bestens unterhalten und mitgenommen. Die Stimme von Henning May - sagen wir lieber nichts, denn man muss sie hören! Am allermeisten für mich an dem Abend demonstriert an einem Stück, das ein Jazzstandard ist: Sunny (Bobby Hebb und etwa 1000 andere Interpreten). Daran kann man sich auch leicht mal überheben, zumal es schon auf so viele Weisen dargeboten wurde, dass man den Eindruck haben kann, alles ist dazu gesagt und man wiederholt nur noch. Aber die fast ruppig konzentrierte Fassung von Henning May hatte die Emotionen voll drauf, ohne über die - ich zeige Euch mal, wie schön meine Stimme schmelzen kann - Schiene zu gehen. Das hat mich wirklich beeindruckt. Unten habe ich ein Video beigelegt, das ähnliches für den Klassier Autumn Leaves zeigt.


Von wegen Lisbeth waren an dem Abend frisch aus Berlin angereist und rieben sich wohl selbst noch ein bisschen die Augen, dass sie vor einer so geilen Meute spielen durften. Es gab einige witzige Texte wie Lang lebe die Störung im Betriebsablauf, Scheiß auf Kafka Luise und verschmitzte Anspielungen auf Ricky Martin und ein supercooles Triangelsolo. Eine schöne und lustige Dreiviertelstunde, die aber nicht wirklich an das Niveau von AMK heranreichen konnte. Mir waren auch die Texte zu sehr an dem "wie kriege ich die Mädels rum"-Schema fest, das für mich gerade nicht im Zentrum meines Lebens steht. 

Aber macht euch doch lieber selbst einen Reim. AMK touren bis Mitte Juni noch fleißig!

Tourdaten:
   
    26.05. Leipzig Täubchenthal
    28.05. Dresden Scheune Lounge
    30.05. Oberhausen Druckluft
    01.06. Würzburg Posthalle
    02.06. Bamberg Griesgarten
    05.06. Osnabrück Kleine Freiheit
    06.06. Orange Blossom Special
    10.06. Konstanz Kulturladen
    11.06. Frankfurt Nachtleben
    13.06. Erfurt Franz Mehlhose
    14.06. Bamberg Morphclub  


 

WDR5 Redezeit  Interview mit AMK vom 26. April 2014


Donnerstag, 22. Mai 2014

Nicholas Chim, Karlsruhe, 21.05.14

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Konzert mit Nicholas Chim
Datum: 21. Mai 2014
Dauer: 60 min
Zuschauer:15


Glückliche Menschen mit glücklichen Gesichtern verließen an diesem Abend unser Haus in der Waldstadt. Vielleicht weil sich die innere Gelassenheit des Künstlers auf das Publikum übertragen hatte, vielleicht auch, weil es so ein Frühsommertag war, bei dem einem wieder bewußt wird, wie schön und einfach das Leben im Sommer sein kann. Summertime - and the livin' is easy... Ein Bilderbuchtag noch bevor es zu heiß ist und die Wiesen gelb getrocknet.


Diesmal lohnte sich das frühe Kommen ganz besonders, denn Nicholas Chim hatte sich beim Abendessen überlegt: Die ersten fünf Gäste bekommen einen Downloadcode für seine Deutschlandtour-Compilation geschenkt... Schließlich hatte sich das Wohnzimmer gut gefüllt und das Konzert konnte beginnen.


In vielen Texten ging es um Liebe und Verlangen, um Abschied von und Willkommen für Gefühle. Besonders in Erinnerung blieb mir das Stück mit zwei Klangschalen, die im gemeinsamen Klang so abgestimmt waren, dass sich ein Schweben im Raum ergab, das kaum zu orten war und eine ganz eigene Stimmung schuf.


Anschließend bot der Garten Raum für viele Gespräche und Lachen, träumen in den Abendhimmel und das verschwindende Licht. Als fast alle Gäste sich schon auf den Heimweg gemacht hatten gab es für ankommende weitere Musiker noch ein spätes Abendessen und eine anregende Gesprächsrunde zwischen Deutschland, Singapur und den USA.


 
So könnte der Sommer gern weitergehen.


Setlist:
01: God you're a tool
02: Our Love has grown so cold
03: I want you again
04: As long as you come first
05: Kiss her for me
06: Cold feet
07: Overboard
08: In the End

09: Under your scars (Z)



Tourdaten:
22.05. Schräges & Gerades @ Grammatikoff, Duisburg
23.05. Weltempfänger Hostel, Köln
24.05. Brause, Düsseldorf
25.05. Reststätte, Aachen
26.05. Pension Schmidt, Münster
30.05. Maifeld Derby Festival, Mannheim
31.05. Backstubenkonzert Holzkirchen, München
01.06. Hoermahl - Kost&Konzert, Fulda





 

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