Mittwoch, 7. November 2018

Steady Holiday und Remi Parson, Paris, 26.10.18


Konzert: Steady Holiday und Rémi Parson
Ort: Le Zorba, Paris
Datum: 26.10.2018

In Paris ist musikalisch immer etwas geboten, da kann man sich wirklich nicht beschweren. Neben den Konzerten in mittelgrossen Hallen (Stadien meide ich in der Regel) finden im Underground auch immer wieder interessante Gigs statt. Ein besonders quirliger Club ist zur Zeit Le Zorba im 20.Arrondissement. Eigentlich nur eine Bar mit angeschlossenem Konzertkeller schaffen es die pfiffigen Programmgestalter mit einem winzigen Budget seit 2 Jahren ein spannendes Angebot auf die Beine zu stellen.




An jenem Samstag Ende Oktober war die junge Dre Binski aka Steady Holiday zu Gast. Sie lebt in LA und war mit einem witzig angezogenen Keyboarder ( die rote Glitzerweste!) in Europa unterwegs. Vor Paris hatte sie auch in Berlin und Jena Station gemacht. 





Eine zierliches hübsches Mädchen mit asiatischen Wurzel und einer ungemein weichen und lieblichen Stimme. Fans von Isobel Campbell, Marissa Nadler oder auch Charlotte Gainsbourg kamen hier auf ihre Kosten.





Stilistisch bewegten wir uns zwischen Dream Pop, Elektropop und und Indiefolk und erfreulicherweise klang nicht jeder Titel gleich. Bei manchen Liedern spielte die Musikerin auch Geige, ohne dass man auch nur eine Sekunde an Arcade Fire dachte. Es klang alles sehr sinnlich, zart melancholisch und leicht melodramatisch, ein David Lynch hätte sicherlich auch Gefallen an dieser Musik gefunden.



Dre spielte die Stücke von ihrem Debütalbum Who's Gonna Stop Us, das auf dem exquisiten Label Barsuk Records erschienen ist. Das Label brachte uns schon Laura Gibson näher und mit Steady Holiday haben sie wieder ein feines Projekt in ihren Reihen. Ich bleibe am Ball!









Vor Steady Holiday hatte Rémi Parson in den Abend eingeführt. Zusammen mit einem Keyboarder, der auch in der in Frankreich gehypten Band Requin Chagrin aktiv ist, spielte sich Remi durch sein Retro New Wave Set. Indochine in indie und in gut, so in etwa könnte man den Stil des Franzosen beschreiben. Ein frischer und sehr schwungvoller 80 er Jahre Sound mit Anklängen an New Order und heutzutage durchaus mit Motorama auf französisch vergleichbar, geht Rémi nun seit ein paar Jahren seinen Weg durch den französischen Undergound. EPs hat er schon veröffentlicht, 2019 soll dann ein Longplayer scheinen. Grosses Kompliment an den Burschen, der trotz des Todes seiner Katze Oliver (?!) tapfer sein Programm durchzog.








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