Konzert: Wooden Shjips & The Fresh and Onlys (Civil Wars) Ort: Le Café de la Danse, Paris Datum: 15.09.2011 Zuschauer: heute endlich mal recht viele, etwa 350 Konzertdauer: Woodenshjips: 75 Minuten
Heute hat mich eine (besoffene?) Frau gefragt, ob ich der Eigentümer des Café de la Danse in Paris sei. Ich verneinte, was die Dame sehr enttäuscht aufnahm. Sie wollte sich nämlich über den "beschissenen Sound" beschweren und dachte, ich sei da der richtige Ansprechpartner. Sie hatte Unrecht, die blöde Ziege, denn der Sound war einwandfrei und erfreulich laut. Bis zu 107 Dezibel wurden beim Konzert der Spacerocker Wooden Shjips erreicht, was neben der hypnotischen Musik mit zum Adrenalinausstoß beitrug.
Super Video von Uschi:
Morgen mehr.
Zur Einstimmung: der sehr lesenswerte Post zu Wooden Shjips im Klienicum. Zitat: "Mir gefällt (das Album) West wegen seinem Mangel an Spontaneität." (gut, ok, Eike sagte Spontanität, ich als alter Franzose beharre aber auf der französischen Schreibweise Spontaneität).
Konzert: Fresh & Onlys Ort: The Lexington, London Datum: 03.09.2011 Zuschauer: 400 (fast ausverkauft) Konzetdauer: 50 Minuten
Bericht von Michael Kelleners
Ein bisschen vermisse ich das "The Luminaire" in Kilburn, bis zur endgültigen Schliessung zu Beginn des Jahres, war es für mich die schönste Konzertlocation der Welt. Nicht zu groß, nicht zu klein, tolles Line Up und dazu die Ansage an der Wand "Wenn du hier bist um zu quatschen während die Bands spielen, ist das hier der falsche Ort für dich".
Das the Lexington in Islington könnte den Platz des Luminaire bald einnehmen. Unten befindet sich der Pub, oben ein kleiner Konzertraum. Sehr sympathisches Personal & humane Preise. Den Abend begannen Wired Dreams. Ich konnte bisher nur eine EP bei Itunes entdecken, der Sound gefiel mir aber sehr. Auch die 35 Minuten bestätigten den Eindruck. Laute Gitarren, die Stimme singt sehr melodiös, es erinnerte mich an die Soft Version der Nine Black Alps. Interessant. Danach folgten Fair Ohs und machten irgendwie Spaß. Die Band könnte auch locker auf den Hardcore Festivals dieser Welt spielen. Die besten Momente hatte die Band aber dann wenn die Gitarre melodiös wurde. Der Surf Pop war zwar gut, aber nicht überragend, gerade zum Ende wurde die Songs einfach zu schnell gespielt. Dazu wurde noch ein Zwischenruf aus dem Publikum mit "go home and fuck yourself" beantwortet, das sollte witzig sein, war es aber nicht. The Fresh & Onlys sind eine Band, die ich lieben muss. Nach den Crystal Stilts gab es endlich wieder eine Band, die soviel Hall Effekte in die Stimme packen, das man die Ansagen während der Songs kaum verstehen kann. Das Set fand ihr Highlight mit dem Cat Stevens Cover am Ende. Ich stand ziemlich an der Seite der Bühne, neben mir stand die Freundin des Sängers, es war schön zu beobachten wie gerade zu Beginn des Konzerts sich immer wieder ihre Blicke trafen. Toll auch wie er beim singen immer wieder an die Decke schaut, dann erinnert mich das ein wenig an Jesus. Die Highlights wurden alle gespielt u.a. Secret Walls der letzten EP, den Song habe ich in den letzten Monaten nur gehört. Ein guter Auftritt. Hätte ich nicht diese Horror Kopfschmerzen gehabt, ich hätte es sicher noch mehr geniessen können. Ich denke von den Fresh & Onlys können wir noch einiges erwarten.
Mein Zuhause. Mein Blog. ist als kleines privates Konzert- Tagebuch entstanden. Und weil es zur Zeit musikalisch so spannend ist, wächst unsere Sammlung schnell. Wir schreiben die Berichte spontan, unüberarbeitet und so zeitnah wie möglich. Die Reviews stehen meist noch in der gleichen Nacht online, spätestens jedoch am nächsten Tag. Musik ist für uns vor allem Spaß und keine Wissenschaft.
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