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Sonntag, 23. Oktober 2011

Maia Vidal (ex Your Kid Sister) & Erin Lang, Paris, 19.10.11

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Konzert: Maia Vidal (ex Your Kid Sister) & Erin Lang, Mon Petit Club # 10
Ort: L'International, Paris
Datum: 19.10.11
Zuschauer: 150 oder so


Wunderbarer Konzertabend von beiden Künstlerinnen. Maia Vidal feierte zudem ihren ersten Album Relase ihres Debüts God Is My Bike. Ein absolut fantastisches Album, daß auch in der Livedarbietung zu überzeugen wusste.

Zur Umsetzung benötigte die zuckersüße Maia gleich zwei männliche Multiinstrumentalisten. Der Franzose Simon Beaumont spielte Gitarre, Trompete, Autoharp und Glockenspiel, der Spanier Giuliano Gius Cobelli Schlagzeug und Trompete (Giuliano war extra für dieses Konzert ganz kurzfristig aus Spanien eingeflogen, Wahnsinn!). Maia selbst betätigte das pluckernde Toy Piano, zupfte die Geige, strich durch die Autoharp, zog das Akkordeon auf und zu und sang dazu herzallerliebst. Ihre Stimme war und ist wirklich der Hammer! Sie verfügt über eine große Bandbreite, kann lieblich-soft, aber auch kraftvoll-intensiv und höchst inbrünstig intonieren und liegt nie daneben. Heute allerdings hatte sie es nicht so leicht, sich Gehör zu verschaffen, denn wie so oft wurde im International viel zu laut geplaudert. Deshalb hatte ich auch zunächst Probleme mich in ihr Set so richtig einzufinden. Erst mit dem Titeltrack ihres Albums, God Is My Bike, platzte der Knoten. Von da an hatte sie mich im Sack und spulte auf verführerischste Weise ihren barocken Balkanpop (manche sagen auch Toy Folk) ab. Etliche starke Songs gaben sich die Klinke in die Hand und als sie den französischen Chanson Le Tango de la Femme Abandonnée anstimmte, gerieten die Franzosen im Saal in Verzückung. Akzentfrei (sie hat zwar einen französischen Vater, ist aber in Amerika aufgewachsen) sang sie die wehmütigen Strophen ("parce que tu me donnes pas d'espoir et je me mets à boire") und erntete dafür riesigen Applaus. Zu Recht, nicht nur das Lied war toll, sondern auch die neuartige Interpetation mit einer recht bissigen E-Gitarre, die dem Ganzen Zunder gab.

Das Highlight hatte sich Maia aber für die Zugaben aufgehoben. Das besinnliche und absolut himmlische Stück Poetry ("I drank until the dawn and fucked into the dark") ging nach einer wundervollen Glockenspiel-Passage in das walzerartige I'll Sail All Night über und endete schwungvoll mit Pauken und Trompeten. Man fühlte sich stark an Beirut erinnert, hatte aber nicht das Gefühl, daß da abgekupfert worden war. Maia Vidal ist eine solch starke, eigenständige Persönlichkeit mit ihrem ganz eigenen betörenden Universum, daß Plagiatsvorwürfe völlig abwegig wären.

Ein Riesentalent!

Zuvor hatte auch die Kanadierin Erin Lang mit ihrer hauchzarten Stimme und nahegehenden Songs erneut zu überzeugen gewußt. Sie performte wieder mit ihrem nagelneuen Geiger Marius, der heute sogar bei zwei Stücken Kontrabass spielte und gefiel durch Charme und Sensibilität. Schade bloß, daß so viele Leute laut quatschten und damit das ruhige Set enorm störten. Erin hätte die ungeteilte Aufmerksamkeit auf jeden Fall verdient gehabt. Ich bleibe ihr auf den schmalen Fersen!



Aus unserem Archiv:

Maia Vidal, Paris, 30.04.11
Your Kid Sister, Paris, 14.11.10
Your Kid Sister, Paris, 11.11.10




Samstag, 22. Oktober 2011

Maia Vidal (ex Your Kid Sister), Paris, 21.10.11

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Maia Vidal ( ex Your Kid Sister)
Ort: Le Sancerre (MaMa Festival)
Datum: 21.10.2011, 19 Uhr
Zuschauer: 100 oder so
Konzertdauer: etwa 40 Minuten


Noch einmal Maia Vidal, diesmal in einem beliebten Restaurant im quirligen Montmartre-Viertel aus Anlaß des MaMa Festivals. Entzückend wie immer!

Bericht folgt.



Sonntag, 1. Mai 2011

Maia Vidal, Paris, 30.04.11

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Konzert: Maia Vidal (ex- Your Kid Sister)

Ort: La Belelvilloise, Paris
Datum: 30.04.2011
Zuschauer: etwa 60-70
Konzertdauer: ungefähr 45 Minuten


"C'était très dur à Paris pour moi", es war sehr schwierig für mich in Paris, gestand mir nach dem Konzert die Franko-Amerikanerin Maia Vidal. Die süße Akkordeonspielerin, die unsere Stammleser noch unter dem Moniker Your Kid Sister kannten, hat deshalb auch bereits ihren Abschied von der Seine-Metropole geplant. Nur drei Monate hielt sie es in der Stadt der Liebe aus und im September will sie nach Barcelona zurückgehen, wo sie vorher gewohnt hatte. Den Sommer will sie in New York verbringen.

Da fragt man sich, woran es gelegen hat, daß sie in Paris nicht richtig Fuß fassen konnte. Vielleicht hat sie die Quittung dafür bekommen, daß sie keine Oliver Peel Session spielen wollte? Tja, wer nicht mit mir kollaboriert, den bestraft das Leben, gelle?!

Aber lassen wir doch die Albernheiten und konstatieren, daß sie hier nicht auf Anhieb durchgestarte ist, obwohl sie zwei französische Lieder im Repertoire hat und ein riesiges Talent ist. Jeder, der sie in den vergangenen 9 Monaten auf einer Pariser Bühne gesehen hat, war schwer beeindruckt von ihrer Musikalität und ihrem Charme. Die Kleine hat aber auch eine Stimme, Donnerwetter! Flexibel einsetzbar, nuancenreich, jede Gefühlslage bestens untermalend und stets sattelfest. Da wird nichts forciert, gibt es keine Wackler und schiefen Töne, nein, ihr Kehlchen ist gold wert. Und die Songs sind erste Sahne. In vielen Fällen ungemein originelle Coverversionen der Punkband Rancid, die sie dermaßen auf ihren Stil getrimmt hat, das man sie nicht wiedererkennt und fast von Eigenkreationen sprechen kann. Natürlich spielte sie auch heute in der stimmungsvollen Bellevilloise wieder ein paar dieser Rancid Neuvertonungen, z.b. Good Morning Heartache oder Poison, das sie besonders gelungen interpretierte. Nicht allein im Übrigen, Maia hatte Verstärkung in der Person eines französischen Multiinstrumentalisten dabei, der von der Trommel, über das Glockenspiel bis hin zur Trompete und Gitarre alles spielte. Er wird sicherlich auch ein wenig traurig darüber sein, daß der heutige Auftritt der vermutlich letzte zusammen mit Maia war.


Auch ich habe eine kleine Träne im Auge und hoffe, daß ich sie im Herbst bald wieder auf einer Pariser Bühne sehen werde. Allein schon, wenn man sich vergegenwärtigt, wie toll ein Song wie The Waltz Of The Tick-Tock Of Time ist. Maia Vidal spielte dabei mit einer Hand Toypiano und der anderen Akkordeon und sang so schön, daß den Kellnern im Restaurant fst das Tablett aus der Hand rutschte.

Your Kid Sister: the waltz of the tick-tock of time from noni on Vimeo.



Eine gute Meldung zum Schluß: die Musikerin plant im Herbst auch Konzerte in Deutschland!

Setlist Your Kid Sister, La Bellevilloise, Paris:

01: Good Morning Heartache (Rancid)
02: Let Me Go (Rancid)
03: Alphabet Of My Phobias
04: Poison(Rancid)
05: Je Me Suis Fait Tout Petit (Brassens)
06: Follow Me
07: The Waltz (of the tick tock of time)
08: Le Tango de la Femme Abandonnée


Montag, 15. November 2010

Your Kid Sister, Paris, 14.11.10

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Konzert: Your Kid Sister

Ort: In The Garden (früher: le Zic Zanc), 39, rue Saint Maur, Paris

Datum: 14.11.2010
Zuschauer: über 100, brechend volle Kneipe

Konzertdauer: etwa 1 Stunde





Eine Mundharmonika gehört nicht zum Instrumentarium der wahnsinnig talentierten und unglaublich hübschen-Franko Amerikanerin Maia Vidal aka Your Kid Sister. Ihre fabelhaften Lieder trägt die zuckersüße Maia ausschließlich auf ihrem Akkordeon und dem Toy Piano vor und ihr spanischer Multiinstrumentalist steuert die Drums, das Glockenspiel und ab und zu auch eine Trompete bei. Dennoch ertönte heute beim Konzert im knackig vollen Café namens In The Garden beim zweiten Lied eine Mundharmonika. Leider kamen die Töne aber vollig schief raus und passten nicht die Spur zum Rest. Ein sturzbesoffener Zuschauer war der Übeltäter. Er kam in seinem Rausch auf die bekloppte Idee, Mundharmonika zu spielen und störte damit massiv den Auftritt von Your Kid Sister. Spätestens jetzt wäre der Zeitpunkt gewesen, das besoffene Schwein vor die Türe zu setzen. Das passierte aber aus mir unerklärlichen Gründen nicht. Man ließ den Suffkopp gewähren und die Seiten im Raume wechseln. Plötzlich saß er direkt vor mir. Er stank stark nach Schnaps und ich stand deshalb auf und stellte mich ein Stück weiter rüber. Zwei Minuten später machte der Trunkenbold mitten während eines Liedes eine doppelte Rolle rückwarts. Jeder andere hätte sich bei der Aktion das Genick gebrochen, aber Besoffene haben irgendwie immer einen Schutzengel und so grinste er nur blöd und meinte: "J'ai fait un slam"- "Oh, ich habe mich wohl überschlagen"...

Die Betreiber der Kneipe wurden nun endlich auf den Typen aufmerksam und einer von ihnen setzte sich neben ihn, um wie eine Gouvernante auf ihn aufzupassen. Ich persönlich hätte ihn am Kragen gepackt, quer durch den Laden gezogen und mit einem Arschtritt nach draußen befördert. Der Kneipier hingegen legte lediglich den Zeigefinger auf die Lippen, um dem Kerl anzudeuten, daß er nun still sein soll. Das funktionierte vielleicht fünf Minuten, dann zog der Typ wieder seine Mundharmonika aus der Jackentasche. Er nervte wirklich saumäßig, quatschte während der Lieder auch in der Folge immer mal wieder wirres Zeug herein, wurde aber selbst nach 40 Minuten Störerei immer noch nicht rausgeworfen. Erst ganz am Ende zog er von alleine irgendwann ab, nicht ohne noch einmal versucht zu haben, auf seiner Mundharmonika rumzublasen.

Maia Vidal blieb trotz dieser Störfeuer erstaunlich ruhig und konzentriert und spielte tapfer durch. Dass sie innerlich kochte und völlig zu Recht stinksauer war, merkte ich aber ihrer roten Gesichstfarbe an. Dennoch war ihr Konzert ohne Übertreibung eines der fünf besten des gesamten Musikjahres 2010. Das Mädel bringt einfach alles mit, um in Zukunft für Furore zu sorgen. Sie hat eine sensationelle Stimme, die sie mühelos einsetzen kann, wie sie gerade will, stimmungsvolle Lieder mit Ohrwurmqualitäten und ein äußerst attraktives und charmantes Äußeres. Viele ihrer Songs sind originelle Cover der Punkband Rancid, aber sie hat auch eigenes Material, das auf ihrem im nächsten Jahr erscheinenden Debütalbum zu finden sein wird. God Is My Bike beispielsweise, ein melancholisches Stück bei dem ihre fabelhafte, jazzig angehauchte Stimme perfekt zur Geltung kommt. Oder aber Let Me Go, zu dem man perfekt mitschunkeln konnte, falls man das denn wollte. Absolute Höhepunkte waren für mich aber zwei französische Stücke. Das George Brassens Cover Je Me Suis Fait Tout Petit zog mir förmlich die Schuhe aus und das gegen Ende performte Tango de la Femme Abandonnée setzte dem Ganzen die Krone auf. Das Publikum kochte, spendete einen donnernden Applaus und wollte Your Kid Sister gar nicht mehr gehen lassen. Sie hatte auf ganzer Linie triumphiert und ist ein todsicherer Tip für das Konzertjahr 2011. Dann spielt sie im Vorprogramm von Beirut. Mindestens. Oder beim Haldern Pop und im Pariser Olympia. Ich traue dem Mädel alles zu. Sie ist schlicht und einfach eine Sensation. Eines der größten Talente aller Zeiten! Echt jetzt.

Setlist Your Kid Sister, In The Garden, Paris:

01: Good Morning Heartache (Rancid)
02: Daly City Train (Rancid)
03: Alphabet Of My Phobias
04: Poison (Rancid)
05: Follow Me
06: Let Me Go (Rancid)
07: Je Me Suis Fait Tout Petit (G. Brassens)
08: It's Quite Alright
09: Not To Regret (Rancid)
10: God Is My Bike
11: The Waltz
12: Le Tango de la Femme Abondonnée

13: I'll Sail All Night I and II

Videos:

Your Kid Sister God Is My Bike live, klick, Le Tango de la Femme abandonné, klick!


Anmerkung: In Kürze werde ich Top Videos von dem Konzert heute in Paris einfügen. Wiederkommen!



Freitag, 12. November 2010

Your Kid Sister & Narrow Terence, Paris, 11.11.10

2 Kommentare

Konzert: Your Kid Sister & Narrow Terence, Mon Petit Club # 3

Ort: L'International, Paris

Datum: 11.11.2010
Zuschauer: etwa 250-300, volle Hütte

Konzertdauer: Your Kid Sister etwa 45 Minuten, Narrow Terence circa 55 Minuten


Niedlichkeitsfaktor 10 bei Maia Vidal aka Your Kid Sister! Ein unfassbar hübsches , ebenförmiges Gesicht, strahlende blaue Augen und eine Hasenfell-Perrücke ließen die Pariser im International dahinschmilzen. Maia spielte liebliche Lieder am Akkordeon und man fühlte sich oft an Amélie Poulain erinnert. Hinterher rockten dann die beiden Heißsporne von Narrow Terence ab wie Hölle und ließen an die Bleach Ära von Nirvana denken.

Aber mal von Anfang an:

"Wie süß, diese Your Kid Sister! Bestimmt hast du sie gebucht und deine anderen beiden Kumpel vom Petit Club die harten Jungs, oder?" fragte mich meine Freundin Uschi in der Pause. Sie kennt meine Schwäche für zarte, charmante Fräuleins und war regelrecht verwundert, als ich antwortete: "Nö, Your Kid Sister hat Vincent klargemacht. Und Narrow Terence war eine Idee von uns Dreien."

Zur Erlärung: seit ein paar Monaten organisiere ich auch Konzerte außerhalb meines Wohnzimmers. Gemeinsam mit Vincent und Camille (ein Junge) haben wir das Projekt "Mon Petit Club"* gestartet und begingen heute am 11. November unseren dritten Konzertabend. Nächstes Jahr kriegen wir einen Termin pro Monat im International, die Daten stehen schon fest. Unser Ziel ist es, talentierten Nachwuchskünstlern eine Bühne zu bieten und den Konzertgängern der Seine-Metropole zu zeigen, daß es fernab des Mainstream noch viele gute Musiker zu entdecken gibt. Unsere Abende laufen bisher sehr gut, alle drei Events waren Publikumsmagneten, die Hütte war immer voll. Yeah, baby!!

Your Kid Sister ging heuer als Erste ins Rennen. Sie saß auf einem Hocker, das Akkordeon um die zarten Schultern gewunden und das rote Toy Piano gleich neben ihr. Die Zuckerpuppe war nicht allein gekommen, an ihrer Seite agierte ein pferdeschwänziger Multiinstrumentalist, der meistens Glockenspiel, ab und zu auch Trompete spielte. Wenn ich das richtig gedeutet habe, ist der Glückspilz mit Maia liiert. Die Chemie stimmte jedenfalls zwischen den Beiden, sie lachten viel und zauberten auch dem Publikum ein Dauerlächeln ins Gesicht. Sie boten Lieder voller Charme, Anmut und Poesie, die kurioserweise zum Großteil von der Punkband Rancid (!) stammten. Ja, richtig gelesen, Your Kid Sister hat eine Debüt Ep mit 5 Rancid- Covern veröffentlicht, die sie völlig neu und fernab vom Original interpretierte. Fast ein bißchen so wie bei den Dirty Projectors, deren Album Rise Above aus Covern der Kultpunker Black Flag bestand.

Daß Mia Vidal ein absoluter Augenschmaus ist, hatte ich eingangs bereits erwähnt, in musikalischer Hinsicht wichtiger ist aber, daß auch ihre Stimme sensationell gut ist. Teilweise jazzig angehaucht, immer die richtige Tonlage treffend und sanft und klar. Sie fand die perfekte Balance zwischen lieblichen Parts und kraftvollen Momenten, wo sie sich so richtig austoben konnte. Wer war Feist noch mal? Gesanglich ein kleiner Fisch verglichen mit Your Kid Sister!

Der Aufbau der Lieder folgte oft einer bestimmten Dramaturgie. Langsam und verhalten startend, entwickelten sie sich in der Regel zu mitreißenden, schnellen Schunklern. Maia zog dann ihr Akkordeon immer schneller auf und zu und ließ auch ihr Toypiano rasant pluckern. Etliche potentielle Hits bekamen wir hier geboten mit dem Ohrwurm Daily City Train an erster Stelle. Wenn diese süchtig machende Nummer kein Indie-Hit, dann weiß ich es wirklich nicht!



Aber auch die patriotischen Franzosen kamen auf ihre Kosten. Maia coverte den Oldie Je Me Suis Fait Tout Petit von Georges Brassens und ihre Version gefiel mir sogar besser als das verstaubte , aber dennoch brillante Original des kauzigen Lidermachers. Das ungemein angetane Publikum honorierte das große Talent und die entzückende Performance von Your Kid Sister und spendete warmen Applaus. Der Lohn war eine feine Zugabe, die das rund 45 minütige Traumset abschloß. Mann, war das schon wider toll!!!

Das absolute Kontrastprogramm folgte etwa 15-20 Minuten später. Statt süßen Akordeon-Pop gab es nun saftigen Gitarrenrock. Narrow Terence hatten die Bühne eingenommen und im International war es nun so richtig knackig voll. Eigentlich handelt es sich bei der Band um ein Quartett, aber die Gebrüder Antoine und Nicolas Puaux besorgten es dem Publikum heute ganz ohne weitere Verstärkung. Drummer Antoine sang und wie! Als hätte er die letzten Jahre jeden Tag eine Flasche Whiskey gesoffen und zwei Päckchen Rothändle geraucht, so klang sein knarziges Gesangesorgan! Die Assoziation zu Tom Waits lag auf der Hand und passte hier auch. Sein smarter Bruder Nicolas sorgte für die diabolischen, rasiermesserscharfen Gittarenriffs. Zu zweit machten die beiden einen Lärm wie eine sechsköpfige Band. Sie spielten gnadenlos hart und roh auf und sorgten so für eine prima Stimmung in dem Konzertkeller. Eines ihrer geilsten Lieder war Weakness Of The Sheep vom neuen (zweiten) Album Narco Corridos das 2010 erschienen ist. Sie beweisen hierbei, daß sie nicht nur wild können, sondern auch ein Gespür für catchy Melodien haben. Anderer Knüller: Wet Dead Horses. Ein staubiger Wüstensong mit Stonerrock- Parfüm und einem einprägsamen Refrain à la Foo Fighters. Wahnsinn wie es hier zur Sache ging, wir waren phasenweise nicht mehr wieit vom Heavy Metal entfernt, wurden aber immer mal wieder auf dem falschen Fuß erwischt, weil Narrow Terence in bester Sytsem Of A Down- Manier Tempo und Stimmungen wechselten.



Fast eine Stunde lang wurde der Fuß nicht vom Gaspedal genommen und zum letzten Song wurde dann auch noch das Publikum auf die Bühne gebeten. Ein paar ganz Sportliche hüpften wild im Takt mit und machten den Abend noch etwas ungezügelter als er ohnehin schon war. Das Set von Narrow Terence: der Oberhammer! Allerdings nichts für Pussies...



* nützliche Adressen:

http://twitter.com/monpetitclub
http://www.myspace.com/monpetitclub
http://www.facebook.com/monpetitclub



 

Konzerttagebuch © 2010

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