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Samstag, 24. August 2013

Casper, Feldkirch, 15.08.2013

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Konzert: Casper
Vorband: Trümmer
Ort: Poolbar, Feldkirch
Datum: 15.08.2013
Dauer: Casper 75 Minuten / Trümmer etwa 30 Minuten
Zuschauer: etwa 1.000

Bericht von Fabian von Gefuehlsbetont:  


Naturgewalt trifft auf Liveshowgigant: Im idyllischen Rahmen unter Bergen legte Casper in seiner laufenden Festivaltour einen Zwischenstopp in Feldkirch ein, um das Abschlusskonzert in der Poolbar zu spielen. 
Im ländlichen Raum begeistert er die überwiegend jugendliche Masse und sorgt im sommerlichen Ambiente für ein gewohnt intensives, wenn auch überraschungsarmes Konzert und liefert dem Poolbar-Festival einen würdigen Abschluss. 
Der Himmel glänzt golden, die Stadt trägt Nirvana-Tanktops oder Mit Verachtung-Shirts, während sich eine Schar an gut gelaunten Menschen vor dem Alten Hallenbad tummelt. 
Derweil spaziert die Band des Abends noch in der Stadt herum. Star-Allüren sind hier Fehlanzeige, so besucht Band-Fokus Casper alias Benjamin Griffey regelmäßig Fans auf den Campingplätzen, wenn er im Sommer auf Festivals spielt. Heute ist er zu Gast in Feldkirch, eine überschaubare und geschichtsträchtige Kleinstadt in Vorarlberg, Österreich. 
Vor dem Konzert treffen sie niemanden in der hiesigen Pick up-Bar an, in der Poolbar später knapp tausend Konzertwütige. Nach sechswöchigem bunten Festivalprogramm der Poolbar, mit Konzerten von Tocotronic, Bad Religion, Kate Nash oder Friska Viljor findet dieses mit Casper nun ein Ende. Dieser hat bereits einen Lauf, spielte schon auf Rock am Ring, splash! oder dem Deichbrand und wird einen Tag später direkt zum Frequency fahren. 
Auf den Leinwänden der Poolbar-Halle werden die Highlights der letzten Wochen gezeigt, viele Anwesende waren mehrfach zu Besuch. Dies zeigt, wie gut das breitgefächerte Programm der Poolbar angenommen wird und Menschen trotz großer Unterschiede der einzelnen Szenen zusammenbringt. Wer könnte dies besser aufzeigen als Casper, der einst in Hardcorebands sang, zum Rap fand und dessen Musik von Indie-Bands geprägt ist. 
Mit seinem Meisterwerk XOXO begeisterte er vor zwei Jahren szenenüberschreitend, riss die Ketten des Raps auseinander und zog Massen an. Nun schmückt das neue Casper-Backdrop den Raum, dem Cover des neuen Albums Hinterland, das am 27.09.2013 erscheint. Einen Song daraus spielte er bereits auf dem diesjährigen splash!, dem wohl bedeutendsten deutschen Hip Hop-Festival, die neue Single Im Ascheregen wurde bereits veröffentlicht. Dennoch verzichtete er in Feldkirch auf diese, dafür ist der splash!-Auftritt dann doch zu besonders, um anderen Terminen ebenfalls neues Material zu präsentieren. Nach XOXO ist die Erwartungshaltung und freudige Anspannung unter Fans wie Kritikern hoch. 
Dass nach vielen Touren zum letzten Album die Live-Qualitäten keineswegs verblassen, zeigte auch der Auftritt in Feldkirch. Um 21 Uhr lässt seine Band mit einem instrumentalen Intro früh erahnen, wie der Abend werden wird. Benjamin Griffey springt in die Mitte, wechselt oft die Seiten und sofort sind alle Stimmen da: Auf und Davon dient seit längerem als Opener, vor zwei Jahren begeisterte man im dunkelblauen Nebel mit Wolfsmasken mit Der Druck steigt, einem äußerst feinen Beginn für ein Konzert. Diesen nutzt Casper nun für die Zugaben – so auch heute. 



Wer Casper noch nie live sah, bekommt in Feldkirch wie auch auf allen anderen laufenden Festivalterminen ein Standardset, das es in sich hat. Klar XOXO-geprägt, aber auch Medleys (Alles verboten, Mittelfinger hoch, Guten Morgen Herzinfarkt) und Songs aus alten Tagen (Unzerbrechlich, Hin zur Sonne) sind mit dabei. Trotzdem würden kleine Variationen der Setlist gut tun. So fehlen Songs wie Die Welt steht still oder Alaska, die es vor einiger Zeit noch live zu hören gab. Auch 230409 wäre denkbar. 
Die Band und Casper selbst haben Spaß – doch es fordert auch Professionalität, jeden Tag vor anderen Leuten das exakt gleiche zu spielen. So ist Casper, wie er selbst vor Unzerbrechlich erwähnt, vom verkannten Underground-Emo-Rapper zum Berufsmusiker geworden. Waren die Clubs vor einigen Jahren nur spärlich besucht, sind sie heute brechend voll. Die Leinwände in der breiten Halle werden auf einmal notwendig, wenn Dirigent Casper sagt, was zu tun ist. Er hat die Masse fest im Griff, weiß, wie er sie kriegt. Nur werden seine immergleichen Ansagen wie „Habt ihr Bock?“, „Schreit so laut ihr könnt!“, „Alle springen jetzt!“ irgendwann lästig, zumal Casper das Publikum auch ohne ständige Imperative mit seiner Musik begeistert und zur Ekstase bringt. 
Das steckt bereits in der Intensität seiner Aufnahmen, ein zusätzliches Aufwirbeln wäre kaum nötig. Genauso wie den Schrei-Wettbewerb bei Mittelfinger hoch, der mit dem alten ‘Unentschieden’-Witz seitens der Band zwar in Ironie trieft, aber gähnend langweilig geworden ist. Bei Michael X bittet er dann um Ruhe und verlässt nach dem aufwühlendsten Song im Set die Bühne. 
Anders geht das die heutige Vorband Trümmer an, die wie Casper von Landstreicher Booking betreut wird. Diese begrüßt den noch halbvollen Saal freundlich, aber unspektakulär mit “Es ist 20.30 Uhr – Zeit für ein bisschen Punkrock.” und macht damit gleich eine Ansage. 


Im dritten Song Scheinbar nehmen sie eben jenes ermüdendes Publikumsentertainment ein wenig auf die Schippe, als sie sich sehr überschwänglich nach dem Wohl im Publikum erkundigen und dabei nur eine Verbindung zum folgenden Song herstellen, der mit der Zeile “Scheinbar geht es allen gut” die Antwort von Paul Pötschs Frage erneut wiedergibt. Neben durchaus poppig-eingängigem, selbsternannten Punkrock erinnern Trümmer in ihrer Formation als Trio mit roten Instrumenten an frühe, weniger protestierende Tocotronic (Auch wegen der Trümmer-Songtextzeile “Ich starte die Revolte”) und an verbissenere Die Sterne, Mikroboy oder Ja, Panik
Mit ihrem deutschsprachigen Indie-Rock und der Herkunft Hamburg ist für eine Verbindung zur vielbesagten Hamburger Schule schon einiges gegeben, die junge und nonchalante Band hätte sicher auch kein Problem mit dieser Einordnung. Die Haltung ist eher die: Wir spielen euch ein paar Songs und ihr fühlt euch gut dabei, wir haben genauso Spaß. Der Band kann man die Freude am Musizieren deutlich ansehen, sie spielen druckvoll und brillieren mit frischem Indie-Sound, der von Paul Pötschs kantiger Stimme umgarnt wird. 
Zudem ist die Band äußerst adrett gekleidet und liefert zu ihrem beinahe overdressed-wirkenden Outfit stabilen Pop mit guter Lyrik, stets auf der Suche nach Wegen, Gründen oder dem Sinn und sorgen dennoch für tanzbare Momente. Nach üblichen dreißig Minuten Spielzeit beenden Trümmer ihr Set mit In all diesen Nächten und skandieren gemeinsam mit dem Publikum Cas-per im “oh-oh”-Chor am Ende des Songs. Dieser Song ist zudem das einzige Fundstück im Internet, denn mehr als dieses Youtubevideo findet man nicht. 
Leider wirkt das bisher anwesende Publikum vom guten Auftritt der Band weniger angetan, sondern unbeteiligt und gelangweilt. Dies ist eine fast schon typische Erscheinung bei Casper-Konzerten, die von hartgesottenen Fans belagert werden und sich bis auf Benjamin Griffey’s eineinhalb Stunden kaum für etwas anderes interessieren. So haben die einen exzellente Wartemusik und die, die sich öffneten, einen überzeugenden Trümmer-Auftritt gesehen schnell vergessen, sobald Casper auf der Bühne steht und sich seinem Publikum trotz Massenbegeisterung liebevoll widmet, ihm Komplimente macht, Wasser verteilt und auf viele einzelne eingeht, von deren Freude er sichtlich angetan ist.
 Gemeinsam singen sie für Keyboarder Konrad Happy Birthday am heutigen Tage. Das ist wiederrum der Casper, in den sich die Mädchen verlieben. Lässig, cool und nie arrogant – er zeigt ihnen, dass Überheblichkeit und Egozentrik nicht sexy ist. Kein Wunder, dass er als Sprachrohr der Jugend gilt, was man auch am jungen Alter des Publikums feststellt. Die leichte Kehrseite sind die vielen, treu ergebenen 14-jährigen Fangirls in der ersten Reihe, die Griffey bindungslos und abgöttisch verfolgen. 
Diese junge und leidenschaftliche Schar himmelt den bodenständigen 30-Jährigen wie einen Popstar an, er ist Idol und Kultfigur zugleich. So sehr es auch nicht passt, wird der Bielefelder sie nicht los werden. Doch zumindest tut es gut, dass eben jene Mädchen qualitativ hochwertiger und inhaltsstarker Musik folgen und sich nicht an schiefe Figuren im gleichen Genre hängen. 
Casper hingegen ist fast schon ein fürsorglicher Vater und vermittelt die Größe seiner persönlichen Helden an die Kids weiter: So lernen sie nicht nur Turbostaat (Michael X), Bruce Springsteen und Joy Division (Kontrolle/Schlaf) oder The Smiths (XOXO) kennen, sondern auch den Sound von Odd Future bei Rock’n'Roll, Kanye West bei Guten Morgen Herzinfarkt und Cas in Paris sowie Jay-Z. Wenn das nicht reicht, liegen sich nach dem fulminanten So perfekt-Radiohit bei Don’t look back in Anger alle in den Armen, selbst Trümmer sind auf der Bühne zum Mitsingen zurück. Casper, ein bekennender Oasis-Fan, singt lautstark und mit weicher Stimme. Jetzt ist wirklich alles perfekt.


Setlist Casper, Feldkirch:

01: Auf und Davon 
02: Casper Bumayé! 
03: Die letzte Gang der Stadt + Ms. Jackson (OutKast) 
04: XOXO 
05: Unzerbrechlich 
06: Das Grizzly Lied 
07: Rock'n'Roll / Alles verboten 
08: Blut sehen 
09: Medley (Cas in Paris, Guten Morgen Herzinfarkt, Mittelfinger hoch) 
10: Hin zur Sonne 
11: Lilablau 
12: Michael X 

13: Der Druck steigt (Z) 
14: So perfekt (Z) 
15: Don't look back in anger (Oasis Cover) (Z) 


Links:
- aus unserem Archiv:
- Thees Uhlmann und Band feat. Casper, Mannheim, 01.06.2013
- Trümmer, Frankfurt, 12.02.2013 
- Casper, Trier, 10.12.2011




Sonntag, 11. Juli 2010

Broken Social Scene, Feldkirch, 04.07.10

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Konzert: Broken Social Scene
Ort: Poolbar, Feldkirch
Datum: 04.07.2010
Zuschauer: 200?
Konzertdauer: 100 Minuten


- von Julius aus Wien -

Ich muss ja gestehen, dass ich emotionale Höhepunkte in den letzten Wochen vorwiegend aus den Geschehnissen in Südafrika bezog. Was habe ich mich über Wesley Snejiders Doppelschlag gegen Brasilien gefreut, auch über das attraktive Spiel der deutschen Nachbarn und wie enttäuscht war ich nach dem bitteren und hochdramatischen Ausscheiden der Helden eines Kontinents, Ghana.

Höchste Zeit also, auch abseits der testosterongeschwängerten Public Viewings wieder mal an ein anspruchsvolleres und vielleicht sogar nachhaltigeres Erlebnis zu gelangen.

Hierfür auserkoren hatte ich Broken Social Scene, die ich im Mai zwar bereits zweimal unter Sternenhimmel in Barcelona und Linz gesehen hatte, die mich aber nicht restlos begeistert hatten. Anders die Vorzeichen diesmal: In der Poolbar, einem ehemaligen Hallenbad in Feldkirch, das jeden Sommer von einem Kunst- und Musikfestival bespielt wird, sollten sie spielen. Und somit in wesentlich intimerem Rahmen als die zwei vorangegangenen Konzerte, die bei mir bis jetzt von ihnen zu Buche stehen. Abschreckend nur die Distanz. 650km, so weit war ich für ein einzelnes Konzert schon lange nicht mehr gefahren. Schließlich rang ich mich dann doch durch, zumal ein Freund von mir sowieso im wilden Westen Österreichs arbeitete und sich auch das Poolbar nicht entgehen ließ.

Nach sechs Stunden Fahrt stand man schließlich in der Halle. Als einer von sehr wenigen. Sofort aufkommende Gedanken über die Aussichten eines fordernden Programms in einer ländlichen Region zerstreuten sich allerdings nach und nach. Offenbar eingeweiht in zeittechnische Eigenheiten des Festivals strömten etwa eine halbe Stunde nach geplantem Konzertbeginn die ortsansässigen Besucher hinein und auch die kanadische siebenköpfige Truppe, die nur auf anständige Füllung des Saales gewartet hatte, betrat unter recht höflichem Applaus die Bühne.

Eine sehr lovely town sei Feldkirch, streute Kevin Drew gleich mal Rosen, aber er hatte einfach Recht. Verschlafen, aber sehr hübsch.

Mit „World Sick“ starteten Broken Social Scene ihr Set, gleichzeitig auch Opener des neuen Albums, ein kryptischer Song, aber mit unverkennbar melodischer Handschrift.

Etwas ruhiger gestaltete sich der, auch zu Filmehren gekommene, Nuschel-Klassiker „Stars And Sons“. This way we will know how far to live on…

Mit einer Spaßeinlage ging es weiter, Drew und Canning intonierten ein vor dem Auftritt im Hintergrund gespieltes Lied von Rihanna, zwar nicht um viel besser als das Original aber sehr erheiternd. Ihren Lieblingsnachbarn („they’re so lovely“) widmeten sie dann anlässlich deren Nationalfeiertages (eben am 4. Juli) das neue „Texico Bitches“. Munter, sirrend und treibend nimmt sich dieses Stück über die Stadt in New Mexico aus, das Publikum wirkte langsam gelöster.

Mit „7/4 Shoreline“ folgte einer meiner Lieblingssongs aus dem Gesamtkatalog, wunderschön entspannt und erstmals sang auch Lisa Lobsinger mit. Tolle Frau, mehr dazu später.

Ebenfalls auf dem „Forgiveness Rock Record“-Vorgänger, welcher eben, wie man so einfallsreich sagt, self-titled ist, findet sich auch „Fire Eye’d Boy“.

Als Statement sei Forced To Love zu verstehen, darauf bestanden Broken Social Scene. Ein guter Anlass, einmal die bandinterne Beziehung zu beleuchten. Denn ist zwar die kanadische Alternativ-/Indie-Szene an sich eine recht familiäre, wenn man so will fast inzestuöse Angelegenheit, so ist dies bei den erwähnten Vertretern noch mal um einen ganzen Grizzlybären ausgeprägter. Um einen losen Haufen Stammmitglieder herum spannt sich ein dichtes Netz an Gastmusikern, Stammgästen und Freunden anderer Bands. Als eine Art Indie-All-Stars-Versammlung könnte man das stetig wechselnde Lineup der Band bezeichnen, zu diesen gehören zB. Leslie Feist, Mitglieder von Metric, den Stars und vielen anderen. Dass dieses Konzept der Personalpolitik nicht an den Brei verderbende Köche erinnert, sondern die Kreativität mit jedem Kopf mehr wächst liegt sicherlich an der höchst wertschätzenden und großfamiliären Art, miteinander umzugehen. Patchwork ist einfach eine der Entwicklungen des letzten Jahrzehnts....

Eine kleine Geste, die dies unterstreicht folgte danach. Zärtlich drehte Kevin Drew Lisa Lobsinger, seit Feists Soloambitionen zur Stammsängerin geworden, in Richtung Publikum, wo sie zwei Songs zum Besten geben sollte.

Nämlich unter anderem „All To All“. Ein Song zum Abheben. Besonders wenn eine Frau wie Lobsinger vor einem steht. Man kam aus dem Dahinschmelzen und Seufzen gar nicht mehr heraus und wenn ich hier noch weiterschriebe, würde mir der erstbeste Leser mit Sicherheit die Geschmackspolizei wegen Verstöße gegen überhoher Lobhudelei und Kitsch auf den Hals hetzen...

Also begnüge ich mich, indem ich erwähne, dass „Anthems For A Seventeen Year-Old Girl” folgte (wieder mit Bestbesetzung L.L.).

Einige Songs standen noch auf der Agenda und je näher man dem Ende kam, desto extrovertierter wurden Publikum und Drew. „Being emotionally connected to someone is one of the most important things at all…”, wir alle sollten wissen, was wir an unseren Mitmenschen hätten und einander das zeigen. „It’s All Gonna Break“ passte da irgendwie – titeltechnisch – vielleicht nicht ganz zu dieser Philosophie, der immense Spaß, die Spielfreude, das lebendige Miteinander, mit dem Broken Social Scene dieses zehn-Minuten-Epos darbrachten machte einen selbst unfassbar ausgeglichen und glücklich.

Was für ein Konzert, was für eine Band. “We believe in you. Make sure you believe in yourself.” Tun wir. Und ganz besonders glauben wir an ein Land in Nordamerika. Und an seine Familie.

Setlist Broken Social Scene, Poolbar Feldkirch:

01: World Sick
02: Stars And Sons
03: Texico Bitches
04: 7/4 Shoreline
05: Fired Eye’d Boy
06: Forced To Love
07: Cause = Time
08: Sweetest Kill
09: Lover’s Spit
10: All To All
11: Anthems For A Seventeen Year-Old Girl
12: Water In Hell
13: Ungrateful Little Father
14: KC Accidental
15: It’s All Gonna Break



 

Konzerttagebuch © 2010

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