Konzert: Death Cab For Cutie
Ort: E-Werk, Köln
Datum: 13.11.2011
Zuschauer: wohl fast ausverkauft
Dauer: Death Cab For Cutie knapp 125 min, Butcher The Bar 38 min
Wow, dieser technische Fortschritt! Notebooks mit Fingerabdruckschloss kenne ich, Türschlösser mit Iris-Scan auch. Aber das ist alles nur Spielzeug! Ich habe eine Kamera, die nur mit Presseausweis funktioniert. Sagt zumindest der
Security-Abteilungsleiter Bühne links, als ich die Vorgruppe von Death Cab For Cutie knippste.
Butcher The Bar supportete die Band um Ben Gibbard. Hätten die sich nicht als "Butcher" sondern "Batcher" vorgestellt, ich hätte sie niemals für Engländer gehalten. Butcher The Bar klangen nicht nur amerikanisch, sie sahen auch so aus. Auch wenn es seit ein paar Jahren unzählige britische Folkrock-Bands gibt, erkennt man die meist schnell als UK-Musiker. Butcher The Bar aus Manchester sind wohl auf dem falschen Kontinent geboren. "Britannica" als Musikstil kenne ich noch nicht, das war es aber wohl. Richtig aufregend waren die manchmal schon nach Country klingenden Stücke nicht, ganz verkehrt allerdings auch nicht.
Bis neun hatte sich das E-Werk sehr gut gefüllt, wobei der Anteil sehr junger Zuhörer enorm groß war. Der Twilight-Effekt? Vor drei Jahren in der Live Music Hall war mir das Publikum viel älter und männlicher vorgekommen.
Aber es lag nicht am Publikum, daß mich das Konzert zumindest in der ersten Hälfte
so gar nicht packte. Es lag auch nicht daran, daß die ersten zwei, drei Lieder noch unter einem viel zu leisen Mikro von Ben litten. Auch nicht an fehlemden Engagement der Band. Ben, vor allem aber Bassist Nick Harmer tobten wie die Irren über die Bühne.
Nein, es schien eigentlich alles in Ordnung zu sein. Trotzdem ging das Konzert mächtig an mir vorbei, es wirkte alles viel zu routiniert und herzlos, auch wenn das in Anbetracht der Bühnenshow paradox klingt.
Die zweite Hälfte des gut zweistündigen Konzerts wurde deutlich besser, aber der große Funke sprang auch da bei mir nicht mehr über. Irgendwie konsequent, denn auch das aktuelle Album der Amerikaner hat nur kurz bei mir Interesse geweckt, während ich die ersten Platten sehr liebe.
Aber genug gejammert.
Death Cab For Cutie, die auch beim Rolling Stone Weekender aufgetreten waren (wie waren sie da? Hat sie jemand gesehen?), spielten mindestens zwei Stücke von jeder ihrer sieben Platten, wobei Plans und Transatlanticism mit je fünf Liedern am besten vertreten waren. Besonders originell war wieder (das hatte ich schon bei meinem ersten DCFC Konzert erlebt), daß die ersten sechs Lieder des Konzerts von sechs verschiedenen Platten stammten!
Leider ist dieser Bericht ganz und gar nicht originell, ihm fehlt jegliche Euphorie. Aber das beschreibt meinen Zustand nach dem Konzert eben am besten.
Setlist Death Cab For Cutie, E-Werk, Köln:
01: Bend to squares
02: The new year
03: We laugh indoors
04: Crooked teeth
05: Doors unlocked and open
06: Long division
07: Grapevine fires
08: Codes and keys
09: What Sarah said
10: I will possess your heart
11: A lack of color
12: Title and registration
13: You are a tourist
14: President of what?
15: Company calls
16: Brothers on a hotel bed
17: Soul meets body
18: We looked like giants
19: Marching bands of Manhattan
20: I'll follow you into the dark (Z)
21: Blacking out of the friction (Z)
22: St. Peter's Cathedral (Z)
23: Cath... (Z)
24: Transatlanticism (Z)
Links:
- aus unserem Archiv:
- Death Cab For Cutie, Köln, 10.07.08
Die Fotos stammen vom Konzert 2008
Ort: E-Werk, Köln
Datum: 13.11.2011
Zuschauer: wohl fast ausverkauft
Dauer: Death Cab For Cutie knapp 125 min, Butcher The Bar 38 min
Wow, dieser technische Fortschritt! Notebooks mit Fingerabdruckschloss kenne ich, Türschlösser mit Iris-Scan auch. Aber das ist alles nur Spielzeug! Ich habe eine Kamera, die nur mit Presseausweis funktioniert. Sagt zumindest der
Security-Abteilungsleiter Bühne links, als ich die Vorgruppe von Death Cab For Cutie knippste.Butcher The Bar supportete die Band um Ben Gibbard. Hätten die sich nicht als "Butcher" sondern "Batcher" vorgestellt, ich hätte sie niemals für Engländer gehalten. Butcher The Bar klangen nicht nur amerikanisch, sie sahen auch so aus. Auch wenn es seit ein paar Jahren unzählige britische Folkrock-Bands gibt, erkennt man die meist schnell als UK-Musiker. Butcher The Bar aus Manchester sind wohl auf dem falschen Kontinent geboren. "Britannica" als Musikstil kenne ich noch nicht, das war es aber wohl. Richtig aufregend waren die manchmal schon nach Country klingenden Stücke nicht, ganz verkehrt allerdings auch nicht.
Bis neun hatte sich das E-Werk sehr gut gefüllt, wobei der Anteil sehr junger Zuhörer enorm groß war. Der Twilight-Effekt? Vor drei Jahren in der Live Music Hall war mir das Publikum viel älter und männlicher vorgekommen.
Aber es lag nicht am Publikum, daß mich das Konzert zumindest in der ersten Hälfte
so gar nicht packte. Es lag auch nicht daran, daß die ersten zwei, drei Lieder noch unter einem viel zu leisen Mikro von Ben litten. Auch nicht an fehlemden Engagement der Band. Ben, vor allem aber Bassist Nick Harmer tobten wie die Irren über die Bühne.Nein, es schien eigentlich alles in Ordnung zu sein. Trotzdem ging das Konzert mächtig an mir vorbei, es wirkte alles viel zu routiniert und herzlos, auch wenn das in Anbetracht der Bühnenshow paradox klingt.
Die zweite Hälfte des gut zweistündigen Konzerts wurde deutlich besser, aber der große Funke sprang auch da bei mir nicht mehr über. Irgendwie konsequent, denn auch das aktuelle Album der Amerikaner hat nur kurz bei mir Interesse geweckt, während ich die ersten Platten sehr liebe.
Aber genug gejammert.
Death Cab For Cutie, die auch beim Rolling Stone Weekender aufgetreten waren (wie waren sie da? Hat sie jemand gesehen?), spielten mindestens zwei Stücke von jeder ihrer sieben Platten, wobei Plans und Transatlanticism mit je fünf Liedern am besten vertreten waren. Besonders originell war wieder (das hatte ich schon bei meinem ersten DCFC Konzert erlebt), daß die ersten sechs Lieder des Konzerts von sechs verschiedenen Platten stammten!
Leider ist dieser Bericht ganz und gar nicht originell, ihm fehlt jegliche Euphorie. Aber das beschreibt meinen Zustand nach dem Konzert eben am besten.
Setlist Death Cab For Cutie, E-Werk, Köln:
01: Bend to squares
02: The new year
03: We laugh indoors
04: Crooked teeth
05: Doors unlocked and open
06: Long division
07: Grapevine fires
08: Codes and keys
09: What Sarah said
10: I will possess your heart
11: A lack of color
12: Title and registration
13: You are a tourist
14: President of what?
15: Company calls
16: Brothers on a hotel bed
17: Soul meets body
18: We looked like giants
19: Marching bands of Manhattan
20: I'll follow you into the dark (Z)
21: Blacking out of the friction (Z)
22: St. Peter's Cathedral (Z)
23: Cath... (Z)
24: Transatlanticism (Z)
Links:
- aus unserem Archiv:
- Death Cab For Cutie, Köln, 10.07.08
Die Fotos stammen vom Konzert 2008