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Freitag, 1. August 2014

Echo me, Karlsruhe, 31.07.14

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Konzert  mit Echo Me
Datum: 31. Juli 2014
Dauer: 50 min
Zuschauer: 12


Jesper Madsen aka Echo Me war mir im Dezember 2013 vom Weltempfänger Hostel in den Schoß gelegt worden. Mit Geschenken soll man ja achtsam umgehen, zumal wenn sie von so netten Leuten kommen wie Fabio.

So hatten wir uns am nächsten morgen beim Frühstück so halb und halb verabredet, uns in Karlsruhe wieder zu sehen und die Pläne konkretisierten sich im März auf Anfang August. Geworden ist es dann der 31. Juli, in Karlsruhe ein Tag voller sommerlicher Leichtigkeit nach mehreren Tagen mit ordentlich Regen und grauem Wetter (wir haben nach dem trockensten Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gerade den nassesten Juli hingelegt). Die Gäste trafen so kurz vor knapp ein, waren aber alle ordentlich gespannt und vorfreudig und Jepser eröffnete mit einem Song seines brandneuen Albums: Where is your heart hidden?


In der folgenden Dreiviertelstunde überraschte er mich wieder mit der Wandelbarkeit seiner Stimme, die in tiefen Lagen sehr sonor und warm ist, in der dann auch so etwas undefinierbares mitschwingt. Und wenn er sich nachdrücklich in die Höhen aufschwingt, dann liegt bei mir einfach der Muse-Vergleich ganz vorn. Halt nur ohne Bombast, sondern auf den Kern reduziert (Muse fürs Lagerfeuer oder so).



Im Gedächtnis bleiben mir dabei Love is a room, obwohl es vielleicht einem rockigen Popsong am nächsten kommt (die es bei mir eigentlich schwer haben). Ebenso Sunday Afternoon, das angeblich von Einsamkeit in Berlin erzählt, mir dafür aber fast zu optimistisch erscheint... Wieder Memory, das mir auch schon in Köln ans Herz gewachsen war. Im Lied Packing my stuff durfte schließlich auch die bereitliegende Mundharmonika mittun. 



Für das letzte Lied Left from the fire setzt Jasper noch einmal einen besonderen Akzent. Weil er seine Band nicht dabei hatte, durften wir mitsingen und klatschen und so kam doch noch so etwas wie Frohsinn auf. Wahrscheinlich hätten wir fast noch getanzt. Und nachdem wir freundlich per klatschen darum gebeten hatten, gab es auch noch mein ganz persönliches Highlight des Abends - ein ganz und gar Gänsehaut provozierendes I don't care anymore als Zugabe.



Draußen war es inzwischen ziemlich dunkel geworden, aber in uns allen war ein Licht angezündet worden, das wohl nicht so schnell verlöschen wird. 

Unten stehen die Termine der aktuellen Tour von Echo Me. Als Dresdner(in) wüsste ich ziemlich genau, was ich am Sonntag täte!!

Und in Dänemark kann man ihn auch mit Band erleben, nämlich mit Erik Lindkvist Thomsen an den Tasten und dem uns bestens bekannten Asker Bjørk (Boho Dancer) an den Drums: Byhaven, Pumpehuset am 20. August.

Setlist:
01: Where's your heart hidden
02: Sunday Afternoon
03: Out there
04: The Memory
05: Packing my stuff
06: !!!
07: Your trigger
08: Love is a room
09: You never will be mine
10: Left from the fire

11: I don't care anymore (Z)



Tourdaten:
29.07. Hamburg, Knust
30.07. Würzburg, Dencklerkino
31.07. Karlsruhe (mein Wohnzimmer)

01.08. Nürnberg, Bardentreffen
02.08. Kiel, Prinz Willy "Tatort Hawaii"
03.08. Dresden bei Ina in 01217
          Kontakt: ina.conradi@societaetstheater.de
04.08. Berlin, Nordlicht Klub im Wohnzimmer

 
Aus unserem Archiv:
Echo Me, Köln, 13.12.13
Echo Me, Paris, 06.12.12 



Sonntag, 15. Dezember 2013

Echo me, Köln, 13.12.13

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Konzert: Echo me
Ort: Café im Weltempfänger Hostel in Köln
Datum: 13. Dezember 2013
Dauer: 65 min
Zuschauer: etwa 50



Seit ich zum ersten Mal im Weltempfänger zu Gast war, hatte ich jedes Mal ein leichtes Ziehen in der Herzgegend, wenn ich in Karlsruhe davon las, dass wieder mal ein Konzert dort in dem unglaublich einladenden Café im Erdgeschoss angekündigt war. Man kann das ja gern für bekloppt halten. Aber für mich war es so Sehnsuchtsort.


Nun wurde eine Reise nach Köln einmal ausnahmsweise von anderen Mitgliedern meiner Familie initiiert und ich hatte die Wahl, mitzukommen oder daheim zu bleiben. Etwas unbekümmert, hatte ich sofort zugesagt (es würde sich schon ein Konzert finden an dem Abend). Erster Plan war das Weekend Fest in Mülheim. Dann war aber der Freitag dort irgendwie nicht mein Programm. 


Trotzdem buchte ich uns im Weltempfänger Betten, weil ich das kannte und (wie ja schon gesagt) nett finde und ab dem Moment fügte sich eins ans andere wie am Schnürchen. Wir würden einen Freund dort vorfinden und im Café des Weltempfängers wurde ein sehr attraktives Konzert für den Abend angekündigt. Somit war meine Bauchentscheidung goldrichtig gewesen. 


Jesper von Echo me würde solo auftreten und genau die Art Musik mitbringen, die ich nach einer etwas verrückten Arbeitswoche gut gebrauchen können würde: Ruhig, etwas nachdenklich, mit Denkanstößen, zum Augen schließen und getragen werden.


Auffällig war für mich die meisterhaft eingesetzte Kopfstimme in vielen Stücken. Das kann ja so oder so ausgehen - so reine Jammernummern kommen bei mir nicht so gut an. Aber hier war es z.B. im ersten Zugabestück I don't care anymore so geisterhaft und gebrochen, dass ich eine Trompete heraushörte. Ein Gänsehautmoment, wo auch der Rest des Publikums ganz und gar leise wurde.


Das war ansonsten leider nicht gerade sehr rücksichtsvoll. Vor der Bühne hing man zwar dem Sänger an den Lippen, aber von der Bar gab es ordentlich Störgeräusche im Weltempfänger. Das Radio war wohl noch auf Mittelwelle eingestellt... Weiterer musikalischer Höhepunkt für mich war Darkest hour - ein Walzer in Moll, der mitunter die Crooner-Qualitäten forderte, aber dann immer wieder brach zwischen optimistischen und sehr getragenen Abschnitten. Der klagend vorgetragene Bitte Remember me vom Song The Memory werde ich jedenfalls nicht umhin kommen zu entsprechen.



Aus der Setlist:
1:
2: The Memory
3: Where is your heartbeat
4: Sunday afternoon
5:
6: Darkest hour
7:
8: Packing my stuff
9:
10: You never will be mine
11: Love is a room
12: Your trigger
13: Left from the fire

14: I don't care any more (Z)
15: Videogames (Lana del Rey cover)

weitere Tourdaten im Dezember:
14.12. SIKS, Frankfurt
15.12. Brause, Düsseldorf
16.12. Pony Bar, Hamburg 


Aus unserem Archiv:
Echo me, Paris, 6.12. 2012 



Mittwoch, 12. Dezember 2012

Echo Me, Paris, 06.12.12

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Konzert: Echo Me
Ort: Le Pop In, Paris
Datum: 06.12.2012
Zuschauer: 4-15
Konzertdauer. etwa eine Stunde



Vor ein paar Tagen bekam ich unerwartet eine auf englisch verfasste private Mail auf Facebook: " Hallo, ich bin Jesper von Echo Me und wollte nur kurz sagen, daß ich beim Konzert in Paris ohne meinen Pianisten antreten werde." 

Ich war etwas überrascht, denn Infos dieser Art bekomme ich von den Künstlern vor den Konzerten eigentlich nicht mitgeteilt. Ich ließ das Schreiben erst einmal unbeantwortet, hatte mir aber bereits schon vorher den 6. Dezember in meinem Terminkalender vermerkt, da ich von Echo Me  in der Intro gelesen hatte.


So stand ich dann auch gegen 22 Uhr (verspätet, wie immer) in der urigen Kellerbar des Pop In und schaute von lediglich vier anderen Musikfans umgeben, auf die kleine Bühne, wo sich der rothaarige Däne Jesper alleine auf seiner Akustikgitarre und seiner Mundharmonika abmühte und Songs seines selbstbetitelten Albums zum Besten gab. Der Bursche ging sehr locker mit der geringen Zuschauerzahl um, sagte, daß die audience zwar klein, aber sehr lustig und angenehm sei (was bei Licht betrachtet nicht ganz stimmte, denn ein Typ im Publikum hatte 'ne Vollmeise).

Er verfügte über eine außergewöhnliche Falsettstimme  und ließ deshalb natürlich sofort Vergleiche zu Bon Iver, James Vincent Mc Morrow oder Damien Jurado im Kopfe enstehen, die auch oft und gerne mit Kopfstimme singen.

Wer mit dieser Art männlichen Gesangs nichts anfangen kann, für den war das Konzert nichts, aber da ich Falsettstimmen durchaus schätze, verbrachte ich in dem Keller da unten eine ganz gute Zeit.  

Mein Lieblingssong war The Memory, das aber in der abgespeckten Variante anders klang als auf dem Album. Jesper steht ansonsten einer fünfköpfigen Band vor, normal, daß seine solo Akustikauftritte dann wesentlich reduzierter ausfallen.

 
Mir hat es jedenfalls gut gefallen und auch sein Abstecher ins (inzwischen auf 10 Leute angewachsene) Publikum beim letzten Stück I Don't Care Anymore war irgendwie lässig und sehr sympathisch!

Setlist Echo Me, Pop In, Paris

01 Rise Above My Time 
02: Your Trigger
03: The Actor & The Play
04: Traps & treasures
05: Darkest Hour
06: Sunday Afternoon
07: !!!
08: The Memory
09: Packing My Stuff
10: You Never Will Be Mine
11: Left From The Fire
12: I Don't Care Anymore




 

Konzerttagebuch © 2010

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